Titelaufnahme

Titel
Geometrische morphometrische Untersuchung von Malokklusionen anhand von seitlichen Fernröntgenbildern - eine retrospektive Vermessung von Fernröntgendurchzeichnungen / eingereicht von Christopher Ritt
VerfasserRitt, Christopher
Begutachter / BegutachterinFreudenthaler, Josef ; Celar, Ale ; Mitteröcker, Philipp
Erschienen2012
Umfang51 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)geometrisch morphometrische Untersuchung / Landmarken / Semilandmarken / generalisierte Prokrustes Analyse / Deformationsgitter / Hauptkomponentenanalyse / konventionelle Kephalometrie / Fernröntgenbilder
Schlagwörter (EN)geometric morphometric analysis / landmarks / semilandmarks / generalized procrustes analysis / deformation grids / principal component analysis / conventional cephalomeric / lateral headfilms
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2687 Persistent Identifier (URN)
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Geometrische morphometrische Untersuchung von Malokklusionen anhand von seitlichen Fernröntgenbildern - eine retrospektive Vermessung von Fernröntgendurchzeichnungen [1.16 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der Diplomarbeit war, vorhandene diagnostische Unterlagen von unbehandelten Patienten mit Dysgnathien (Malokklusionsgruppen) mit zeitgerechten analytischen Methoden wie der geometrischen Morphometrie auf sagittale und vertikale Unterschiede zu untersuchen. Anhand dieser Diplomarbeit sollten Formunterschiede in den verschiedenen Malokklusionsgruppen koordinatenfrei durch die Prokrustes Analyse untersucht werden. Die Untersuchungsgruppen stammten aus einer Multizenterstudie, die in den 1990er Jahren durchgeführt wurde. Sie umfasste 36 Männer und 70 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 12 Jahren. Wegen teilweise fehlender anatomischer Strukturen an den Originaldurchzeichnungen wurden 18 Personen von der Studie ausgeschlossen. Es ergaben sich folgende Malokklusionsgruppen eingeteilt in: Neutralokklusion (Angle Klasse I,n=27), Distalokklusion (Angle Klasse II, n=38), Mesialokklusion (Angle Klasse III, n=11), offener Biss (n=12). Die vorhandenen Durchzeichnungen der Fernröntgenbilder auf Azetatfolien wurden eingescannt und als Bilddateien gespeichert. Mit Hilfe des morphometrischen Programm TPS wurden Landmarken an kephalometrischen Punkten ("anatomische Orte") der digitalisierten Durchzeichnungen gesetzt. Die Landmarken wurden mit der generalisierten orthogonalen Prokrustes-Analyse analysiert. Die generalisierte orthogonale Prokrustes-Analyse ermöglichte exakte Vergleichbarkeit vieler kephalometrischen Landmarken ("anatomische Orte"), frei von systematischen Fehlern, nach vorheriger Skalierung, Translation und Rotation der Landmark-Konfigurationen jedes Patienten. Alle Malokklusionsgruppen wurden miteinander verglichen und die Gruppenunterschiede durch ein Thin-plate spline Deformationsgitter visualisiert.

Die Nullhypothese war: Es gibt keine Formunterschiede in der vertikalen und sagittalen Dimension bei den verschiedenen Malokklusionsgruppen.

Die ersten zwei Hauptkomponenten machten 42% von den gesamten Formvariation zwischen den Patienten und 97% von der Formvariation zwischen den vier Gruppendurchschnittswerten aus. Trotz erheblichen individueller Überlappungen unterschieden sich Klasse I-, Klasse II- und Klasse III-Patienten signifikant in deren Durchschnittsgestalten.

Patienten mit einem offenen Biss zeigten nur gegenüber Klasse II-Patienten einen signifikanten Unterschied. Die gewonnenen Resultate entsprechen den Daten der konventionellen Morphometrie.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis was aimed to analyze differnt dysgnathia groups by means of tracings of lateral headfilms for sagittal and vertical differences with analytical methods such as geometric morphometry. This thesis should analyze the differences between the various groups of malocclusion by the use of the generalized procrustes analysis. The files were derived from a multi-center study, which was carried out in the 1990s. The sample consisted 36 males and 70 females with an average age of 12 years.

Due to partly missing anatomical structures 18 files were excluded from the study. 88 patients were allocated to four groups of malocclusion:

normal occlusion (Angle Class I, n=27), distal occlusion (Angle Class II, n=38), mesial occlusion (Angle Class III, n=11), open bite (n=12). The existing deep dimension pictures on acetate transparency of lateral headfilms were scanned and stored as image files. With the aid of the morphometric program TPS landmarks were put on cephalometric points ("anatomical places") of the digital deep dimension pictures. The landmarks were analyzed by a generalized procrustes analysis, which compared many cephalometric landmarks ("anatomical places") free of systemical errors after previous isomorphic scaling, translation and rotation of the landmark configurations of each patient.

All groups of malocclusion were checked against each other and the differences of the groups were visualized by thin-plate spine deformation bars.

The null hypothesis was: No differences exist between the vertical and sagittal dimension in the various groups of malocclusion. The first two principal components accounted for 42% of total shape variation between the patients and for 97% of shape variation between the four group means. Despite substantial individual overlap, Class I, II, and III patients differed significantly in mean shape. Patients with an open bite differed significantly from Class II patients only. The gotten results correspond to the facts of the conventional morphometrics.