Titelaufnahme

Titel
Oral stereognosis in patients with full dentures in upper jaw in different age groups / eingereicht von Jasmina Zimonjic
VerfasserZimonjic, Jasmina
Begutachter / BegutachterinPiehslinger, Eva ; Gsellmann, Barbara
Erschienen2015
Umfang62 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Mundraumwahrnehmung / orale Stereognose / Totalprothese / Oberkiefer / Test /
Schlagwörter (EN)oral sensibility / oral stereognosis / full denture / upper jaw / test
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4252 Persistent Identifier (URN)
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Oral stereognosis in patients with full dentures in upper jaw in different age groups [2.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Orale Stereognose (OS) oder Mundraumwahrnehmung bezeichnet die Fähigkeit des Menschen ohne Zuhilfenahme der Augen mit seinem Mundorgan Objekte zu tasten, zu testen, zu identifizieren und zu diskriminieren [1].

Orale Funktionen wie Saugen, Kauen, Schlucken und Artikulieren beruhen auf Leistungen der OS. Sie werden sensorisch reguliert. Der taktile Sinn der Schleimhautrezeptoren leitet Empfindungen für Berührung, Schmerz und Temperatur weiter (Oberflächensensibilität). Die orale Sensibilität vermittelt dem Zentralnervensystem ein genaues Bild über den jeweiligen Zustand der Mundhöhle, ihrer Strukturen und über die Art der etwaigen Veränderungen dieses Zustandes. Für das Formerkennen ist das hohe Auflösungsvermögen von Zungenspitze und vorderem Gaumen wichtig. Bei mangelhafter stereognostischer Leistung verliert die Zunge ihre Orientierung für die intraorale Lage. Sie versucht durch dyskoordinierte, verstärkte oder schwerfällige Bewegungen die sensorischen Defizite zu kompensieren. So kann ein pathologisch reziprokes Testvermögen (Kontakt Zunge-Zähne, Unterlippe-Zähne) verantwortlich sein für das Entstehen von Dysfunktionen wie gestörte orofaziale Bewegungsmuster beim Kauen, Schlucken und Sprechen [1].

Viele bisherige wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, das Altern einen negativen Einfluss auf die OS hat [2-12]. Die OS nimmt mit den Jahren ab und dieser Umstand erschwert die Akzeptanz von neuen Teil- oder Totalprothesen, was zu Kau-, Schluck- und Sprechproblemen (myofunktionellen Störungen) führen kann [13]. Jüngere Patienten die Totalprothesen tragen, haben eine höhere orale Stereognose als Ältere [7]. Laut Jacobs et al. 1998 hat das Geschlecht keinen Einfluss auf die OS [8].

Die vorliegende Arbeit ist eine klinische Studie an 27 Patienten (16 weiblich und 11 männlich), ab einem Alter von 30 Jahren, die Totalprothesen im Oberkiefer tragen. Zur Beurteilung der OS der Patienten, wurde folgender Test durchgeführt: anhand von neun verschieden geformten Testplättchen aus Acrylat (ca. 2mm dick und 12mm im Durchmesser) wurde überprüft, ob die Patienten deren Form erkennen konnten. Die Untersuchung fand an der prothetischen Abteilung der Universitätszahnklinik Wien statt. Ziel dieser Arbeit war es festzustellen, ob jüngere Patienten mit Totalprothesen im Oberkiefer eine höhere orale Mundraumwahrnehmung als ältere Patienten haben. Ebenso war das Ziel der vorliegenden Arbeit festzustellen, ob es eine Alterskorrelation zwischen den Patientengruppen mit Totalprothesen im Oberkiefer gibt (Gruppe 1: 30-60 Jahre, Gruppe 2: ab 61. Lebensalter).

Als Hypothese dieser Studie wurde angenommen, dass jüngere Patienten, die Totalprothesen im Oberkiefer tragen, eine höhere orale Stereognose als Ältere haben.

Mit dem Rangkorrelationstest nach Spearman wurde überprüft, ob zwischen dem Alter der Patienten und der OS ein Zusammenhang besteht und diese Hypothese wurde durch die Ergebnisse der vorliegenden Studie bestätigt.

Mit dem U-Test wurde überprüft, ob zwischen zwei Altersklassen und der OS ein Zusammenhang besteht, sowie zwischen dem Geschlecht und der OS.

Der U-Test zeigte eine signifikante Korrelation zwischen den Altersklassen und der OS, aber keine signifikante Korrelation zwischen dem Geschlecht und OS.

Zusammenfassung (Englisch)

Oral Stereognosis (OS) is the ability of a person to recognize the shape and surface of an object by manipulating it within the mouth, without looking at it [1].

Oral functions such as chewing, swallowing, sucking and articulation are based on the OS and these functions are sensory regulated. The tactile sense of the mucous membrane receptors transfers the sensations of touch, pain and temperature to the central nervous system (superficial sensibility). The oral sensibility delivers to the central nervous system an accurate picture of the current conditions of the oral cavity and its structures, as well as the type of changes of the normal conditions if they occur. For the shape recognition of an object in the oral cavity the crucial role belongs to the tip of the tongue and the anterior palate. A deficiency of the oral sensory ability may result in the tongue losing its sense for the correct position in the mouth. Sensory deficits are compensated through uncoordinated, forced or exaggerated movements of the tongue. Hence, this maladaptive mechanism (contact tongue-teeth or lip-teeth) becomes responsible for development of myofunctional disorders and inappropriate muscle function during chewing, swallowing and speaking [1].

Previous studies on this topic showed that aging has a negative influence on OS [2-12]. Younger patients with full dentures have a higher oral stereognostic ability than the older ones [7]. OS decreases with the age and this condition in patients with complete dentures make the adaptation process difficult, resulting in chewing, swallowing and speech problems (myofunctional disorders) [13].

Jacobs et al. 1998 proved that the gender has no influence on the oral stereognostic ability [8]. This clinical study included 27 patients (16 females and 11 males) with full dentures in the upper jaw. They had a minimum age of 30 years. In order to evaluate OS of participants, an oral stereognostic ability test (OSAT) was conducted. The OS was tested by the aid of 9 acrylic test objects of various shapes (circ. 2mm thick and 12mm diameter) specially designed for this purpose. This examination was conducted at the Prosthodontic Department of the Dental University Clinic, Vienna.

The purpose of this study was to examine if younger people with full dentures in the upper jaw have a higher oral stereognostic ability than older patients, as well as to describe the correlation between OS and the two different age groups of the participants (Group 1: 30-60 years, Group 2: from the age of 61 years ).

As a hypothesis it was assumed that younger full denture wearers have higher oral stereognostic ability than the older individuals.

Using Spearman's Rank Correlation Test the correlation between the age of the participants and their OS was examined and results showed that the hypothesis was correct. The U-test was applied to examine the correlation between the two age groups and OSA. Statistical results showed a significant difference in OS within the two different age groups. In addition, U-Test was used to examine the correlation between genders and OS. Results showed that the sex of the patients has no influence on OS.