Titelaufnahme

Titel
Retrospektive Auswertung der Form und Atrophie des Alveolarfortsatzes bei Agenesie der bleibenden Zähne / eingereicht von Maria Burt
VerfasserBurt, Maria
Begutachter / BegutachterinUlm, Christian ; Bertl, Kristina
Erschienen2014
Umfang73 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Agenesie / zweiter Unterkieferprämolar / Milchzahnpersistenz / CT / Form und Atrophie des Alveolarfortsatzes
Schlagwörter (EN)agenesis / lower second prämolar/ deciduous tooth in situ / CT / shape and atrophy of the alveolar bone
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4970 Persistent Identifier (URN)
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Retrospektive Auswertung der Form und Atrophie des Alveolarfortsatzes bei Agenesie der bleibenden Zähne [2.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Agenesie eines oder mehrerer Zähne ist die häufigste dentale Anomalie. Im europäischen Raum ist der 2.

Unterkieferprämolar am häufigsten betroffen (4,2% ohne Berücksichtigung der Weisheitszähne). Im Falle einer Agenesie könnte der Alveolarfortsatz bereits vor Milchzahnverlust reduzierte Ausmaße aufweisen, was eine mögliche Implantattherapie zum Ersatz des fehlenden Zahnes erschweren würde. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, das Knochenangebot bei Patienten mit Nichtanlage des 2. Unterkieferprämolaren bei Milchzahnpersistenz zu untersuchen. Es wurde ein Vergleich mit einer Kontrollgruppe mit regulär durchgebrochenen und in Okklusion stehenden 2. Unterkieferprämolaren vorgenommen, sowie der Bereich des 2.

Unterkieferprämolaren als mögliches Implantatlager evaluiert.

Material und Methoden: Es wurden CT-Aufnahmen des Unterkiefers von insgesamt 100 Patienten retrospektiv ausgewertet (50 Patienten mit einer Agenesie des 2. Prämolaren bei Milchzahnpersistenz und 50 Patienten mit regulär durchgebrochenem 2. Prämolaren). Die dentalen Rekonstruktionen, je zentral im Bereich der 1. und 2. Prämolaren sowie des 1. Molaren, wurden herangezogen, um folgende Parameter zu erheben: Kieferkammfläche (mm2), -höhe (mm) und Kieferkammbreite (mm) über die gesamte Höhe in 1-mm-Schritten (Erfassung der durchschnittlichen Breite entlang des gesamten Höhe sowie gedrittelt). Resultate: In der Agenesiegruppe war die Kieferkammfläche und die durchschnittliche Kieferkammbreite im mittleren Drittel (zwischen 11-20 mm), sowie im unteren Drittel (ab >20 mm) im Bereich des 1. und 2.

Prämolaren signifikant reduziert. Im Bereich des 1. Molaren wurde in Bezug auf Fläche und Breite kein Unterschied in den 2 Gruppen festgestellt. Die Kieferkammhöhe wies ebenfalls keinen signifikanten Unterschied auf. In der Agenesiegruppe wäre eine Implantation (Implantat: 4.3 mm Durchmesser, 10 mm Länge) im Bereich des 2.

Prämolaren in 42 von 50 Fällen möglich gewesen (84%). In der Kontrollgruppe wäre dies in allen Fällen möglich gewesen (100%).

Schlussfolgerung: Patienten mit Agenesie des 2. Unterkieferprämolaren bei Milchzahnpersistenz wiesen ein reduziertes Knochenangebot (Breite und Fläche) auf. Jedoch war eine Reduktion der Breite erst nach den ersten 10 mm signifikant. Dies hätte in einem sehr hohen Prozentsatz das Setzen eines Standardimplantates nicht beeinträchtigt. In einer zukünftigen Studie soll das Ausmaß der Atrophie nach Milchzahnverlust evaluiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Agenesis of one or more teeth is the most common dental anomaly. The lower 2nd premolar is most often affected in Europe (4.2 % excluding the wisdom teeth). In case of agenesis the dimension of the alveolar process could already be reduced before the deciduous tooth is lost, which might complicate later implant therapy. The aim of this study was to investigate the dimension of the alveolar process of patients with agenesis of the lower 2nd premolar with the deciduous tooth in situ. A comparison was made with a control group with regularly erupted and occluding lower 2nd premolars, and additionally, the region of the lower 2nd premolar was evaluated as a potential implant site.

Material and Methods: Mandibular CT scans of 100 patients were evaluated retrospectively (50 patients with agenesis of the 2nd premolar with the deciduous tooth in situ and 50 patients with regularly erupted 2nd premolars). The dental reconstructions slices in the centre of the 1st molar and 1st and 2nd premolar of each participant were used to assess the following parameters: area (mm2) and height (mm) of the mandibular bone, and width (mm) of the mandibular bone over the entire height in 1mm-steps (average width of the entire height and of the upper, middle and lower third) Results: In the agenesis group the area and the average width of the middle (11-20 mm) and the lower third (>20 mm) were significantly reduced in the region of the 1st and 2nd premolar. There was no significant difference between the 2 groups in the region of the 1st molar in regards to area and width. Height of the mandibular bone did not present any significant difference either. In the agenesis group the placement of an implant (implant: 4.3 mm diameter, 10 mm length) in the region of the 2nd premolar would have been possible in 42 out of 50 cases (84%). For the control group the implantation would have been possible in all cases (100%).

Conclusion: Patients with agenesis of the lower 2nd premolar with the deciduous tooth in situ showed a reduced bone volume (width and area).

However, the width was only significantly reduced below the first 10 mm.

Therefore, it would have not affected the placement of a standard implant in a very high percentage of the cases. In a future study, the level of atrophy after extraction of the deciduous teeth will be evaluated.