Titelaufnahme

Titel
Ergebnisse nach der operativen Versorgung von Orbitabodenfrakturen / eingereicht von Ferenc Fabian
Verfasser / VerfasserinFabian, Ferenc
Begutachter / BegutachterinBaumann, Arnulf ; Pöschl, Paul Wolfgang
Erschienen2009
Umfang108 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Orbita / Orbitaboden / Orbitabodenfraktur / Fraktur / Orbitawand / Orbitawandfraktur / blow-out / Motilität / Diplopie / Enophthalmus
Schlagwörter (EN)orbit / orbitfloor / orbitwall / orbitfracture / fracture / blow-out / motility / diplopia / enophthalmos
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2137 Persistent Identifier (URN)
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Ergebnisse nach der operativen Versorgung von Orbitabodenfrakturen [2.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Orbitabodenfrakturen können sowohl zu funktionellen, wie auch ästhetischen Beeinträchtigungen führen. Die funktionellen Störungen können zur Diplopie und Motilitätseinschränkung führen. Ästhetische Beineinträchtigung sind z.B. ein Enophthalmus, vertikale Bulbusfehlstellung und äußerlich sichtbare Narben. Aus diesem Grund sind Verlaufskontrollen von versorgten Orbitabodenfrakturen von großer Bedeutung.

Ziel dieser retrospektiven Untersuchung war, die Ergebnisse nach der operativen Versorgung von dislozierten isolierten Orbitabodenfrakturen, welche in einem Zeitraum von 5 Jahren (zwischen Mai 2001 und Mai 2006) an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Medizinischen Universität Wien operiert wurden, auszuwerten.

Im Rahmen dieser Studie wurden die Daten von insgesamt 60 Patienten erhoben. Die Informationen wurden aus den Operationsberichten, Operationsprotokollen, stationären Krankenakten sowie Ambulanzkarten gewonnen. Weiters wurden die Sehschulbefunde der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der Medizinischen Universität Wien ausgewertet. Im Anschluss wurden die Patienten nach versorgter Orbitafraktur zu einer Kontrolluntersuchung wiedereinbestellt.

48 (80%) der 60 Patienten zeigten bei der letzten postoperativen Kontrolluntersuchung keine Bulbusmotilitätsstörung. 3 Patienten (5%) zeigten eine leichte, 5 (8,3%) eine mittlere und 2 (3,3%) eine deutliche Störung der Bulbusmotilität postoperativ. 41 Patienten (68,3%) gaben bei der letzten postoperativen Kontrolle keine Doppelbilder an. 7 Patienten (11,7%) berichteten über gelegentliche Doppelbilder bzw. Doppelbilder in extremen Blickrichtungen. Bei 9 Patienten (15%) waren Doppelbilder in einer Blickrichtung festzustellen, die jedoch die Patienten nicht störten. Eine Schieloperation war bei keinem der Patienten notwendig.

Bei 4 von diesen 9 Patienten wurden die Befunde innerhalb von 6 Wochen nach der Operation erhoben. Eine Besserung dieser Symptome lässt sich vermuten, auch aus dem Grund, weil diese Patienten nicht zu den Kontrolluntersuchungen erschienen sind. Diplopie in mehreren Blickrichtungen kam im Rahmen der letzten postoperativen Kontrolle nicht vor. 23 Patienten (37,7%) wiesen keine Seitendifferenz im Hertel-Wert auf. Eine Seitendifferenz bis 1 mm konnte bei 17 Patienten (28,3%) registriert werden. 3 Patienten (5%) hatten eine Seitendifferenz zwischen 1-2 mm. 1 Patient hatte einen Enophthalmus von 2,5 mm. Das Zeitintervall zwischen der Operation und der letzten Befunderhebung variiert von 1 Woche bis zu 7 Jahren und 3 Monaten. Das mittlere Zeitintervall beträgt 11,2 Monate.

Der Zeitpunkt der chirurgischen Intervention scheint einen Einfluss auf den Operationserfolg zu haben. Patienten, die erst nach 1 Woche operiert wurden, zeigten bessere Resultate hinsichtlich Bulbusmotilität und Diplopie als Patienten, die innerhalb 1 Woche operiert wurden.

Zusammenfassung (Englisch)

Orbital floor fractures can lead to serious long-term complications as diplopia, enophthalmos, orbita dystopia, motility disturbances of the bulbus oculi and visible scars. Therefore it is important to follow-up treated orbital floor fractures.

The aim of this retrospective study was to analyse the post-operative results of dislocated isolated fractures of the orbital floor, which have been operated at the Clinic of Oral and Maxillofacial Surgery at the Medical University of Vienna within five years (between May 2001 and May 2006).

The study contains data of 60 patients. For the purposes of this study, operation reports, protocols and patient's records have been analysed.

Additionally, sight training findings of the Department of Ophthalmology at the Medical University of Vienna have been evaluated. After the data has been examined, all patients who had surgical treatment of the orbital fracture were invited to an additional check-up.

At the last post-operative check-up, 48 patients (80%) had no motility disturbances of the bulbus. Mild motility disturbances occurred in 3 patients (5%), while 5 other patients (8.3%) had moderate disturbances.

Severe motility disturbances of the bulbus have been observed in 2 patients (3.3%). Diplopia was not found in 41 patients (68.3%) at the last post-operative check-up. Occasionally occurring diplopia or diplopia within extreme directions has been reported in 7 patients (11.7%). Diplopia has been observed in 9 patients (15%). A strabismus surgery was not necessary in any of the cases. 4 of these 9 patients with diplopia were followed up only up to 6 weeks after surgery, an improvement in these cases can be assumed. Diplopia in several directions was not found in any of the patients. No Hertel difference occurred in 23 patients (37.7%). Hertel difference up to 1 mm has been observed in 17 patients (28.3%). Hertel difference between 1-2 mm occurred in 3 patients (5%). In 1 patient 2.5 mm enophthalmos has been diagnosed. The mean follow-up time was 11.2 months, with a range of 0.25 to 87 months.

Positive postoperative results seem to be dependent on the timing of the surgical intervention. Patients operated after one week showed better results with regard to bulbus motility and diplopia than patients operated within 7 days after trauma.