Titelaufnahme

Titel
Evaluierung der hygienischen Anforderungen bei oralchirurgischen Eingriffen / eingereicht von Jasmin Tavakolian
VerfasserTavakolian, Jasmin
Begutachter / BegutachterinStauffer, Fritz
Erschienen2008
Umfang81 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Hygiene / Oralchirurgie / Asepsis / Antisepsis / Zahnchirurgie / Desinfektion / Operation / hygienische Maßnahmen / Eingriffsraum / Mundspülung
Schlagwörter (EN)hygiene / oral surgery / asepsis / antisepsis / dental surgery / hygienic demands / disinfection / operating area / procedure room / mouth rinse
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2324 Persistent Identifier (URN)
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Evaluierung der hygienischen Anforderungen bei oralchirurgischen Eingriffen [4.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Bereich der operativen Zahnmedizin gibt es, im Gegensatz zu anderen medizinischen Teilgebieten, keine exakte Hygiene-Richtlinie, auf die sich der Operateur berufen kann. Das bedeutet, dass jeder operierende Zahnarzt im Grunde genommen selbst einschätzen muss, wie er bei dem jeweiligen Eingriff, den er durchführen will, vorzugehen hat.

Es ist Ziel dieser Arbeit eine Evaluierung der hygienischen Anforderungen bei zahnmedizinischen Eingriffen durchzuführen, um festzustellen, wie die Zahnärzte selbst das Risiko bei den jeweiligen Operationen einschätzen.

Es wurden 77 Operationen in den Operationssälen und im Eingriffsraum der Chirurgie und in den OPs der chirurgischen Ambulanz der "Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik" und anschließend in den Ordinationen zweier praktizierender Zahnärzte dokumentiert. Bei 100 Prozent aller Operationen erfolgte eine Hautdesinfektion, eine Antisepsis in Form einer antimikrobiellen Mundspülung und eine sterile Abdeckung des Kopfes und des Körpers des Patienten. Die Verwendung von sterilem NaCl 0,9% und einer mobilen Absaugung sowie rotierenden Instrumenten, die an einen externen (außerhalb der Dentaleinheit) Motor angeschlossen wurden, konnte bei allen Eingriffen dokumentiert werden.

Jedem niedergelassenen Zahnarzt, der chirurgische tätig ist, wird empfohlen, sich einen Eingriffsraum ohne Dentaleinheit einzurichten, da diese bei oralchirurgischen Eingriffen nicht verwendet wird und deshalb nur die Bewegungsfreiheit des Arztes einschränkt.

Außerdem wäre die Verwendung eines Nasenschutzes für den Patienten bei zahnmedizinischen Operationen sinnvoll, um die Asepsis zu erhöhen, indem man verhindert, dass Keime der Nasenschleimhaut in die Operationswunde gelangen können. Auch der Gebrauch zweier unterschiedlicher Sauger (einen für den Mund und einen für den Wundbereich) wäre eine empfehlenswerte Maßnahme zur Erhöhung der Asepsis.

Zusammenfassung (Englisch)

Objectives: The aim is to evaluate the hygienic demand in dental operations to figure out how dentists estimate the risk of the particular intervention. Methods: 77 operations were observed in the operating rooms and the procedure room of the oral surgery of the Bernhard-Gottlieb-Universitätszahnklinik in Vienna, also in the procedure rooms of the surgical ambulance and afterwards in practising rooms of two dentists.

Results: Skin disinfection, antisepsis in form of an antimicrobial mouth rinse and sterile covering of the patient body and head was accomplished in 100 percent of all surgeries. The use of sterile sodium chloride, mobile suction as well as rotating instruments, which do not belong to the dental treatment unit, but are attached to an external drive motor was documented in all interventions.

Conclusions: It is recommended to every practising dentist, who operates, to establish a procedure room without a dental treatment unit, because it is not used in dental surgeries and on account of this it just constrains the dental surgeon during the intervention.

The use of a meshed nose guard to prevent contact of the surgical wound with germs of the highly contaminated nasal skin during the surgery would be reasonable to elevate asepsis as well as the use of two suction tips (one for the mouth and one only for the wound).