Titelaufnahme

Titel
Zahnstatus der 6- bis 7-Jährigen an privaten Volksschulen der Erzdiözese Wien - ist die Erfüllung der WHO-Kriterien für 2020 möglich? / eingereicht von Wolfgang Krenmayr
Verfasser / VerfasserinKrenmayr, Wolfgang
Begutachter / BegutachterinEder, Andreas
Erschienen2009
Umfang101 Bl. : Ill., graph Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Karies / Karieshäufigkeit / 6-Jährige / dmft / dmfs / WHO-Ziele 2020 / private Volksschulen / Zahnstatus
Schlagwörter (EN)dental caries / 6-year-olds / dmft / dmfs / WHO-goals by 2020 / private elementary schools / dental record
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6536 Persistent Identifier (URN)
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Zahnstatus der 6- bis 7-Jährigen an privaten Volksschulen der Erzdiözese Wien - ist die Erfüllung der WHO-Kriterien für 2020 möglich? [1.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Studie beschreibt die Ergebnisse einer Zahnstatuserhebung, die vom September 2005 bis April 2006 an den privaten Volksschulen der Wiener Erzdiözese durchgeführt wurde. Die Erfassung der Kariesprävalenz unter den 6-7-Jährigen stand dabei im Mittelpunkt der Untersuchungen, ebenso wurden potentielle Risikofaktoren der Karies wie Ernährung, sozioökonomischer Status und Zahnpflegegewohnheiten mit Hilfe eines Fragebogens ermittelt. Die Ergebnisse der Studie geben darüber Aufschluss, inwieweit die WHO-Ziele für die Altersgruppe der 6-7-Jährigen für das Jahr 2020 (80-prozentige Kariesfreiheit) in Österreich erfüllt werden können.

Es wurden insgesamt 699 Kinder aus 32 zufällig ausgewählten Klassen aus 19 verschiedenen Schulen untersucht. Die Kariesbefundung erfolgte unter Verwendung der DMFT/dmft - und DMFS/dmfs- Indices. Zusätzlich wurden eine orientierende kieferorthopädische Untersuchung und eine Beurteilung der Mundhygiene mit Hilfe des Visible Plaque Index nach Ainamo (VPI) durchgeführt. Die statistische Auswertung ergab eine 56-prozentige Kariesfreiheit der Sechs- bis Siebenjährigen zum Untersuchungszeitpunkt. Davon wiesen 41,3 % ein naturgesundes Gebiss auf, 14,7 % zeigten hingegen bereits Kariesvorstufen (d1, d2). Bei den Kindern wurden im Durchschnitt 3,9 kariöse, gefüllte oder wegen Karies fehlende Milchzahnflächen gefunden (d3mfs). Die Kariesprävalenz auf Zahnebene betrug durchschnittlich 1,9 (d3mft). Schlussfolgernd ist zu sagen, dass das WHO-Ziel für 2020 in den Jahren 2005 und 2006 in den privaten Volksschulen der Wiener Erzdiözese doch noch deutlich verfehlt wurde. Im Vergleich zur Zahnstatuserhebung der ÖBIG 2001 zeigte sich zwar ein Anstieg der Kariesfreiheit von 49 % auf 56 %, der aber aufgrund des ausgewählten Samples nicht für das gesamte Bundesland repräsentativ ist. Daraus folgt, dass die Kariesprophylaxeprojekte in Österreich weiter verbessert werden respektive einer Evaluation unterzogen werden müssen.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim of the Study: This study conducted an empirical analysis of the dental records of 6 and 7 year old children at the private elementary schools of the Viennese Archdiocese from September 2005 until April 2006. Besides gathering precise data on the prevalence rate of caries the study using a comprehensive questionnaire also aimed at identifying potential risk factors of caries related to malnutrition, socio-economic status as well as dental care habits. The study results give an indication if compliance with WHO criteria (80 percent free of caries) for the age group under investigation is feasible in Austria by 2020. Material and Methods: Overall 699 children affiliated to 32 randomized classes across 19 different schools have been selected. 85.87 percent of all children have hereby been tested. The remaining part could not be captured due to children's absence or parents' unwillingness. Diagnostic findings of caries were carried out applying the DMFT/dmft and DMFS/dmfs indices. Additionally, an orthodontical examination as well as an assessment of oral hygiene using Ainamo's Visible Plaque Index (VPI) was conducted. Results: 56.1 percent of the age group under investigation was free of caries at the time of assessment. Precisely, 41.3 percent had a healthy dentition whereas 14.7 percent already showed precursor to caries (d1, d2). Among all children 3.9 carious, filled or missing deciduous tooth areas due to caries were found on average (d3mfs). The prevalence rate of caries on tooth area amounted to 1.9 on average (d3mft). Conclusion: The compliance with WHO criteria as envisaged for 2020 was clearly missed in Austria in 2005 and 2006. Yet, in comparison to a previous study on dental records of the respective age group (ÖBIG, 2001) a reduction of the prevalence rate of caries from 51 to 44 percent was detected. The results, however, cannot be considered as representative for the whole state due to this study's smaller sample size. Overall, these findings provide evidence that projects of caries prophylaxis should be improved and should continuously be subject to reevaluations.