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Title
Die Temperaturentwicklung während laserunterstützter Endodontie mit einem Diodenlaser 980nm unter Verwendung einer innovativen Pulsform / eingereicht von Josip Kopic
AuthorKopic, Josip
CensorMoritz, Andreas
Published2013
Description81 Bl. : Ill., graph. Darst.
Institutional NoteWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2013
Annotation
Zusammenfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Temperatur / Diodenlaser / Mikropuls-Modus / Puls-Modus / Endodontie
Keywords (EN)temperature / diode laser / micropulse mode / puls mode / endodontic treatment
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1601 Persistent Identifier (URN)
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Die Temperaturentwicklung während laserunterstützter Endodontie mit einem Diodenlaser 980nm unter Verwendung einer innovativen Pulsform [1.62 mb]
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Abstract (German)

Zusammenfassung Einleitung: Ziel der In-Vitro-Studie war es, bei Anwendung eines Diodenlasers mit einer Wellenlänge von 980nm zur Wurzelkanalbehandlung zu untersuchen, ob der Temperatur-threshold von 7C im Wurzelkanal bzw.

in der Wurzelkanalumgebung während der Anwendung des Mikropuls-Modus überschritten wird.

Material und Methoden: Für die Durchführung der Studie wurden zehn extrahierte, menschliche, einwurzelige, nicht endodontisch vorbehandelte obere Frontzähne auf radiologisch verifizierte Arbeitslänge bis F4 mit ProTaper-Feilen aufbereitet und mit NaOCl, EDTA und Wasserstoffperoxid gespült. Die Zähne wurden in einer Haltevorrichtung montiert und mittels Diodenlaser (GENTLEray 980 Classic Plus, KaVo, Biberach, Deutschland) mit einer 300 m-Faser in vier unterschiedlichen Einstellungen/Gruppen bestrahlt. In Gruppe 1 (Kontrollgruppe) erfolgte die Bestrahlung im Puls-Modus mit 2,5 W. In Gruppe 2 bis 4 fand die Laserbestrahlung im Mikropuls-Modus statt (Gruppe 2 - 1,6 W, Gruppe 3 - 2,0 W und Gruppe 4 - 2,5 W). In allen Gruppen erfolgte die Bestrahlung in 6 Zyklen à 5 Sekunden mit je 20 Sekunden Pause. Die Temperaturentwicklung wurde mit einer Wärmebildkamera (EC 060; TROTEC, Heinsberg, Deutschland) über die gesamte Bestrahlungszeit gemessen und ausgewertet.

Resultate: Der höchste Temperaturanstieg wurde in Gruppe 2 mit 1,941,07C gemessen, gefolgt von Gruppe 4 (1,741,22C) und Gruppe 3 (1,581,18C). Die niedrigste Erhöhung war mit 1,061,20C in Gruppe 1 zu finden. Die Statistische Auswertung mittels ANOVA für repeated measurements ergab einen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen von p=0,041. Alle Gruppen wurden danach mittels t-Test paarweise miteinander verglichen und es zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen 1&2 (p=0,007) und 1&3 (p=0,035), während der Vergleich der Gruppen 1&4 mit p=0,052 knapp zu einem nicht signifikanten Ergebnis führte. Zwischen den Gruppen 2 bis 4, das heißt zwischen Gruppen im Mikropuls-Modus, bestand kein signifikanter Unterschied. Schlussfolgerung: Die Studie zeigt auf, dass es zwar einen signifikanten Unterschied in der Temperaturerhöhung zwischen dem in der Endodontologie etablierten Pulsmodus und den Mikropuls-Modi zugunsten des Pulsmodus gibt, aber sie gibt uns auch einen eindeutigen Hinweis, dass die Bestrahlung mit den gewählten Parametern im Mikropuls-Modus für den Wurzelkanal und seine Umgebung bezüglich der Temperaturentwicklung unbedenklich ist, da der Temperatur-treshold kein einziges Mal überschritten wurde. Es bedarf jedoch weiterer Studien um den bakteriziden Effekt im Mikropuls-Modus zu untersuchen.

Abstract (English)

Abstract Objective: The aim of the in vitro study was to investigate whether the temperature threshold of 7C temperature increase in the root canal and its surrounding area is exceeded by using a diode laser with a wavelength of 980nm in the micropulse mode during endodontic treatment.

Material and Methods: Ten freshly extracted human, single-rooted, not endodontically treated maxillary incisors were used. On a radiologically verified length the canals were enlarged up to an apical size of F4 with ProTaper files and irrigated with sodium hypochlorite, EDTA and hydrogen peroxide. Teeth were mounted to a holder and irradiated with a diode laser (GENTLEray 980 Classic Plus, KaVo, Biberach, Germany) with a 300 m fiber in four different settings. Group 1 (control group) was irradiated in 6 cycles of 5s irradiation / 20s pause with 2.5W in pulse mode. Groups 2 to 4 were irradiated accordingly in micropulse mode (group 2-1.6W; group 3-2.0W and group 4-2.5W). The temperature changes were continuously measured from start to end using a thermal imaging camera (EC 060; TROTEC, Heinberg, Germany).

Results: The maximum temperature rise was measured in Group 2 with 1.941.07C, followed by group 4 (1.741.22C) and group 3 (1.581.18C). The lowest increase occurred in Group 1 with 1.061.20C.

The statistical analysis via ANOVA for repeated measurements showed a significant difference (p=0.041) between the groups. All groups were then compared in pairs using t-test. Significant differences were found between groups 1&2 (p=0.007) and 1&3 (p=0.035). On the other hand a close non-significant difference between groups 1&4 (p=0.052) was noticed. Finally there was no significant difference when comparing groups 2, 3 and 4, which were all irradiated in micropulse mode.

Conclusion: The study demonstrated a significant difference in temperature rise between the endodontically established pulse mode and the micropulse modes. But it also indicates a harmless temperature development for the root canal and its surrounding area with chosen settings, because the temperature-threshold was never exceeded. However, further studies are required to investigate the bactericidal effect of the micropulse mode.