Titelaufnahme

Titel
Metabolisches Syndrom und assoziierte Risikofaktoren bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen : Implikationen für präventive Programme
Verfasser / VerfasserinVeit, Tina
Begutachter / BegutachterinChristian Barnas
Erschienen2009
Umfang114 Bl.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss.
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Lifestyle / psychiatrische Erkrankung / metabolisches Syndrom / präventive Programme
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3809 Persistent Identifier (URN)
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Metabolisches Syndrom und assoziierte Risikofaktoren bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen [1.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das metabolische Syndrom, das Adipositas, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie und gestörte Glukosetoleranz bzw. Insulinresistenz umfasst, stellt eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit dar. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ist das Risiko für ein metabolisches Syndrom bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen deutlich erhöht. Die Entwicklung eines metabolischen Syndroms wird durch einen Lebensstil begünstigt, der durch unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und Nikotinabusus gekennzeichnet ist und gerade bei psychiatrischen Patienten häufig zu finden ist. Ebenfalls eine Rolle kann die Psychopharmakotherapie spielen.

Im Zeitraum von einem halben Jahr wurden insgesamt 100 Patientinnen und Patienten mit schizophrenen und affektiven Störungen an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, AKH Wien im Hinblick auf das Vorliegen gesundheitlicher Risikofaktoren und in Bezug auf ihr Gesundheitsverhalten untersucht. In der untersuchten Patientengruppe zeigten sich gesundheitsgefährdende Symptome, wie Übergewicht, erhöhte Blutfette, Bluthochdruck und erhöhte Nüchternblutzuckerspiegel. In Bezug auf das Gesundheitsverhalten stellten sich signifikante Geschlechtsunterschiede dar: Frauen berichten gesündere Ernährungsgewohnheiten, zeigten jedoch Bewegungsmangel. Männer betrieben häufiger Sport, gaben aber an, sich ungesünder zu ernähren und mehr Alkohol zu trinken als Frauen.

Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine Integration gesundheitsfördernder Maßnahmen in die psychiatrische Langzeitbetreuung ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The metabolic syndrome stands for a cluster of metabolic abnormalities and includes obesity, hypertension, dyslipidemia and insulin resistance. It involves serious risks of health such as cardiovascular disease.

Compared with the general population the prevalence of the metabolic syndrome is significantly increased in people with mental disorders.

Different factors have to be considered: disease-specific factors, e.g.

genetics, side-effects of the medication and behavioural factors such as diet and physical activity. Many patients with mental disorders are not able to keep a healthy lifestyle containing well-balanced diet and sufficient physical exercise.

The sample included 100 patients with schizophrenic or affective disorders, which were treated in the Department of Psychiatry and Psychotherapy, General Hospital of Vienna. The study took health risk factors and health behaviour into account.

In the study population serious symptoms of the metabolic syndrome, such as overweight, hypertension, increased blood lipids and fasting blood glucose levels could be found. Concerning health behaviour significant gender differences could be shown: Women reported healthier diet, but less physical exercise, whereas men reported more physical exercise, but unhealthier diet and more alcohol intake. The results indicate the importance of adopting health-promoting measures in psychiatric care.