Titelaufnahme

Titel
Outcome Measurements beim Her2/neu positiven Mammakarzinom / eingereicht von Anna Sophie Berghoff
VerfasserBerghoff, Anna
Begutachter / BegutachterinBartsch, Rupert
Erschienen2011
Umfang77 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Mammakarzinom / Gesamtüberleben / Überleben / Trastuzumab / Lapatinib / metastasiertes Mammakarzinom / cerebrale Metastasierung
Schlagwörter (EN)breast cancer / metastatic breast cancer / overall survival / Trastuzumab / Lapatinib / brain metastases
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4317 Persistent Identifier (URN)
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Outcome Measurements beim Her2/neu positiven Mammakarzinom [3.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund Eine medikamentöse Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab (T) verlängert das Überleben (OS) von Patientinnen mit Her2 positvem Mammakarzinom. Therapeutische Möglichkeiten bei Progression sind ein Therapiewechel auf den Tyrosinkinase Inhibitor Lapatinib (L) oder die Weiterführung einer T basierten Therapie. Methoden Im Rahmen einer retrospektiven Datenerhebung wurden 173 Patientinnen mit metastasiertem Her2-positiven Mammakarzinom identifiziert, welche zwischen 1999 und 2009 an der Universitätsklinik für Innere Medizin I der Medizinischen Universität Wien behandelt wurden. 115 Patientinnen erhielten mindestens 2 T, 58 Patientinnen nur einen T enthaltenden Therapiezyklus. Eine Kontrollgruppe von 28 Patientinnen war nie mit einer T basierten Therapie behandelt worden, da die Behandlung vor 1999 und damit vor der Zulassung von T lag. Studienendpunkt war das Gesamtüberleben nach Diagnose der Metastastierung, welches mittels Kaplan-Meier Methode ermittelt wurde. Ein Cox proportional Harzard Model wurde angewendet um mit dem Gesamtüberleben assoziierte Faktoren zu analysieren. Ergebnisse T verlängert das OS von Patientinnen mit einem Her2 positiven Mammakarzinom signifikant (41 vs. 13 Monate; p<0.005). Behandlung mit multiplen Linien einer T basierten Therapie verlängert darüber hinaus das OS numerisch (47 vs. 28 Monate; p=0.069), jedoch ohne statistische Signifikanz. Eine cerebrale Metastastasierung konnte in einem Cox Regression Modell als signifikanter Prediktor eines verkürzten OS ermittelt werden (Hazard Ratio 0,67; 0,47-0,96). Ein positiver Hormonrezeptorstatus hingegen war mit einem besseren OS assoziiert (Hazard Ratio 1,6; 95% CI 1,13-2,27). Eine zusätzliche L basierte Therapie führte bei Patientinnen, die mit mehreren T basierten Therapielinien behandelt worden waren, nicht zu einer weiteren signifikanten Verlängerung des OS (62 vs. 47 Monate; p=n.s.). Hingegen zeigte eine L basierte Therapie nach Diagnose einer cerebralen Metastasierung (CM) eine positive Auswirkung auf das Gesamtüberleben (6 Patientinnen; 22 vs. 5 Monate; p=0.022). Die Inzidenz einer CM lag im Gesamtkollektiv bei 39% und zeigte keinen Zusammenhang mit dem Hormonrezeptorstatus (44% vs. 37%; p=n.s.). Numerisch weniger Patientinnen entwickelten nach oder unter einer L basierten Therapie CM.

(30,8% vs. 39,6%; p=n.s.).

Zusammenfassung (Englisch)

Background Trastuzumab (T) prolongs OS in Her2+ metastatic breast cancer (MBC).

Upon disease progression, patients may switch to Lapatinib (L) or continue on T.

We aimed at assessing the impact of both strategies on OS in all pts treated for Her2+ MBC from 1999-2009.

Methods 58 (28.9%) pts received a single line of T-based palliative therapy whereas 115 (57.2%) pts received T in multiple lines. A control group of 28 pts (13.9%) had never received T as they were treated before 1999. OS from diagnosis of metastases was defined as endpoint. A Cox proportional hazards model was applied to correct for other factors associated with OS. Results T prolonged OS in Her2+ MBC (41 vs. 13 months; p<0.001). T (multiple lines) further numerically improved OS (47 vs. 28 months; p=0.069). In the Cox regression model, negative ER-status and brain metastases (BM) predicted for shorter OS . L based therapy after T in multiple lines did not further improve OS (62 vs. 47 months; n.s.); still, in pts with BM, L prolonged OS (p=0.022). Numerically less patients receiving L developed BM (30.8% vs. 39.6%; n.s.). Conclusion Introduction of T improved OS in Her2+ MBC, with a further numerical improvement when administered in multiple lines. ER-negative disease was associated with worse outcome. In this homogenous sample of pts treated with T in multiple lines, L did not further improve OS. Our data suggests that L reduces the incidence of BM and improves OS in pts with BM.