Titelaufnahme

Titel
Therapiemöglichkeiten transmigrierter mandibulärer Eckzähne - eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Reinhard Moser
VerfasserMoser, Reinhard
Begutachter / BegutachterinSinko, Klaus
Erschienen2014
Umfang85 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Transmigration / Eckzahn / Mandibula / Unterkiefer / Therapie
Schlagwörter (EN)transmigration / canine / cuspid / mandibula / lower jaw / therapy
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-5935 Persistent Identifier (URN)
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Therapiemöglichkeiten transmigrierter mandibulärer Eckzähne - eine retrospektive Datenanalyse [3.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Wanderung eines verlagerten, impaktierten Zahnes über die skelettale Mittellinie des Kiefers ist ein seltenes Phänomen, welches Transmigration genannt wird. Die am häufigsten gewählten Therapieoptionen sind die chirurgische Entfernung oder das Belassen des verlagerten Zahnes in seinem impaktierten Zustand. Nur wenige Publikationen berichten von erfolgreichen alternativen Therapien, wie kieferorthopädischer Einreihung und Autotransplantation. Zwar gibt es Schemata, die sich der Durchführbarkeit dieser alternativen Therapiewege widmen, jedoch ist der Verzicht auf die Integration des Eckzahnes in den Zahnbogen nach wie vor die meistgewählte Option. Schmerzhafte Zähne, die mit pathologischen Veränderungen einhergehen, müssen entfernt werden, jedoch ist eine derartige Symptomatik selten bei Vorliegen einer Transmigration. Um die Faktoren zu evaluieren, welche eine erfolgreiche Integration des ektopischen Zahnes an seiner korrekten Position in den Zahnbogen ermöglichen, wurden die Krankenakten von 14 Patienten, welche an der Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des AKH Wien behandelt wurden, ausgewertet. Drei von ihnen konnten erfolgreich kieferorthopädisch behandelt werden, darunter erstmals ein Fall eines lingual transmigrierten Zahnes. Darüber hinaus wurde die themenbezogene Literatur der letzten 60 Jahre ausgewertet, um die Publikationen untereinander und mit den neu gewonnenen Daten zu vergleichen und zu evaluieren, ob sich bestehende Therapiefindungsschemata bestätigen lassen. Es konnte gezeigt werden, dass dies nur teilweise der Fall ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The migration of an ectopic, impacted tooth over the skeletal midline of the jaw is a rare phenomenon called transmigration. The most frequently performed therapeutic options are surgical removal or leaving the ectopic tooth impacted in the jaw bone. Just a few papers report successful alternative therapies like orthodontic treatment and autotransplantation. There are schemes that make the feasibility of these alternatives a subject of discussion. However, waiver of integration of the ectopic tooth into the dental arch is the most common option. Painful teeth with associated pathology must be removed, but these symptoms are very rarely accompanied by transmigrant teeth.

To learn more about the factors that enable the successful integration of the ectopic tooth into the dental arch in its correct position, the patient records of 14 patients, who were treated at the Department of Cranio-, Maxillofacial and Oral Surgery of the Vienna General Hospital, were evaluated. Three of them were treated successfully with orthodontic therapy, among them for the first time a patient with a lingually positioned transmigrant tooth. Beyond that, a review of the literature of the past 60 years was made in order to compare the papers with each other and with the newly acquired data to find out, if existing therapy-schemes are confirmable. It is shown, that previous assumptions are only partially confirmable.