Titelaufnahme

Titel
Histologische Auswertung der Gaumenschleimhaut im Bereich des ersten Prämolaren und des zweiten Molaren - eine Untersuchung von Nekropsien von humanen Kadavern / eingereicht von Markus Pifl
VerfasserPifl, Markus
Begutachter / BegutachterinPlenk, Hanns ; Bertl, Kristina
Erschienen2014
Umfang70 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Bindegewebstransplantat / Histomorphometrie / Gaumenschleimhautdicke / Nekropsie / Gaumenschleimhautzusammensetzung / gingivale Rezession
Schlagwörter (EN)connective tissue graft / histomorphometry / thickness of palatal mucosa / necropsy / tissue composition / gingival tissue recession
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2852 Persistent Identifier (URN)
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Histologische Auswertung der Gaumenschleimhaut im Bereich des ersten Prämolaren und des zweiten Molaren - eine Untersuchung von Nekropsien von humanen Kadavern [20.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Ziel dieser Studie war eine Untersuchung des feingeweblichen Aufbaus der gesamten Gaumenschleimhaut in der Prämolaren- und der distalen Molarenregion. Des Weiteren erfolgte ein Vergleich der Zusammensetzung von Bindegewebstransplantaten, deren Entnahme mittels zweier unterschiedlicher Techniken (Entepithelialisierung und Lappentechnik) digital imitiert wurde. Im Speziellen lag der Fokus auf den Anteilen an Bindegewebe und Fett- und Drüsengewebe.

Material und Methoden: Von 10 humanen Kadavern wurden standardisiert Nekropsien aus dem Prämolaren- und distalen Molarenbereich entnommen. Diese wurden histologisch aufgearbeitet, gefärbt (Masson-Trichrom-Goldner Färbung) und anschließend digital vermessen. Es erfolgte die Berechnung der Anteile an Epithel-, Binde-, Fett- und Drüsen- und Gefäßgewebe in der gesamten Dicke des Gaumens, sowie in den digital eingezeichneten Transplantatbereichen. Sämtliche Vergleiche wurden sowohl in einem zahnnahen als auch zahnfernen Areal vermessen.

Resultate: Generell zeigte sich eine hohe interindividuelle Variabilität in der Gewebszusammensetzung. Es konnte kein signifikanter Unterschied (p >0.145) zwischen den unterschiedlichen Regionen (Prämolaren versus Molaren und je zahnnah versus zahnfern) in den Hauptparametern Höhe, Bindegewebs- sowie Fett- und Drüsengewebsanteil festgestellt werden. Der Bindegewebsanteil der Transplantate, die aus dem Prämolarenbereich per Lappentechnik entnommenen wurden, stellte sich mit 56.48% signifikant (p =0.041) niedriger dar, als von den Transplantaten, die im Molarenbereich entepithelialisiert wurden. Diese wiesen rund 73.32% Bindegewebsanteil auf.

Konklusion: Die Studie bestätigt histologisch eine hohe interindividuelle Variabilität in der Gewebszusammensetzung und den bislang nur klinisch beschriebenen höheren Anteil an Bindegewebe bei entepithelialisierten Transplantaten. Aufgabe zukünftiger klinischer Studien bleibt es zu untersuchen, inwieweit ein erhöhter oder verringerter Anteil an Bindegewebe bei Transplantaten das Ergebnis von beispielsweise Rezessionsdeckungen beeinflusst.

Zusammenfassung (Englisch)

Purpose: The aim of the present study was a histological examination of the whole palatal mucosa in the premolar and distal molar region. Further, a comparison of the composition of connective tissue grafts, whose removal was digitally imitated applying two different techniques (de-epithelialization and flap technique), was performed. The focus was set on the ratio between connective tissue and fatty/glandular-tissue.

Material and Methods: The tissue samples from the premolar and molar region were harvested in a standardized manner from a total of 10 human cadaver heads. The tissue was histologically prepared, stained (Masson-Trichrome-Goldner staining protocol), and measured digitally. The ratio of epithelium, connective tissue, fatty/glandular tissue, and vascular tissue in the entire thickness of the palatal mucosa as well as in the digitally marked grafts was calculated. All comparisons were taken in an area close to the teeth as well as more distant from the teeth.

Results: In general, a high interindividual variability in the tissue ratio was confirmed.

There was no significant difference (p >0.145) within the different regions (premolar versus molar and each close versus distant from the teeth) for the main parameters height, and percentage of connective tissue and of fatty/glandular tissue. The fraction of connective tissue of the grafts, which were harvested by flap-technique from the premolar region, was with 56.48% significantly (p =0.041) lower than the fraction of connective tissue grafts gained by de-epithelialization from the molar region (73.32%).

Conclusion: The study confirmed histologically a high interindividual variability in the tissue composition and confirmed the so far only clinically described higher amount of connective tissue in grafts harvested by de-epithelialization technique.

Task of future clinical trials will be to determine to which extent a higher or lower fraction of connective tissue in a graft is affecting the outcome of for example recession coverage.