Titelaufnahme

Titel
Welchen Stellenwert hat die Erstellung von Behandlungsstandards für die postoperative Schmerztherapie in Bezug auf die Ergebnisqualität? : eine vergleichende Untersuchung von Patientenbefragungen in Vorbereitung auf die Zertifizierung der Akutschmerztherapie in einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung / vorgelegt von Udo Arnold
Verfasser / VerfasserinArnold, Udo
Erschienen2015
Umfang65 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftWien, Med. Univ., Lehrgang Interdisziplinäre Schmerzmedizin, Master-Thesis, 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-7222 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Welchen Stellenwert hat die Erstellung von Behandlungsstandards für die postoperative Schmerztherapie in Bezug auf die Ergebnisqualität? [7.37 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zertifizierungsprozess der Akutschmerztherapie an einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in Deutschland. Im Rahmen der geplanten Zertifizierung wurden zur Evaluierung der Ergebnisqualität 2 Patientenbefragungen (September 2013 und September 2014) durchgeführt. Ergebnis in beiden Befragungen ist, dass ein zentrales Kriterium der Ergebnisqualität (Effektivität der Schmerzkontrolle) in der Gesamtheit der operativen Fächer nicht erfüllt wurde, da in beiden Fällen der Cut-Off Wert nicht erreicht wurde. In den konservativen Fächern hingegen wurden die Kriterien der Ergebnisqualität bereits bei der ersten Befragung erfüllt. Aus diesem Grund wurde die zweite Befragung nur in den operativen Fächern durchgeführt.

Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, welches die Gründe für das Nichterreichen des Kriteriums der Schmerzkontrolle waren, während alle anderen Kriterien der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sicher erfüllt wurden.

Die Grundlage der Auswertung waren die Patientenfragebögen aus beiden Befragungen. In die Auswertung konnten 607 Patienten (305 aus der ersten und 302 aus der zweiten Befragung) eingeschlossen werden.

Es gibt keinen Unterschied bezüglich des Alters und der Schmerzanamnese (vorbestehender chronischer Schmerz) zwischen operativen und konservativen Patienten, aber sehr wohl zwischen den unterschiedlichen Abteilungen. Das gleiche Ergebnis gibt es auch bei der Vormedikation (Analgetika).

Bei der Effektivität der Schmerzkontrolle gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Abteilungen bezüglich des Ruhe-, Belastungs- und Maximalschmerzes. Der überwiegende Anteil der operativen Fachrichtungen erfüllt zum jetzigen Zeitpunkt bereits die Anforderungen an die Ergebnisqualität und würde somit die Zertifizierungskriterien erfüllen. Die beiden Abteilungen mit dem meisten Verbesserungspotential sind demnach die Orthopädie und die Unfallchirurgie.

Äußere Einflussfaktoren, wie zum Beispiel die Bildung von Großraumstationen und ein Wechsel des Krankenhausträgers, wirken sich deutlich auf diesen Prozess aus.

Die Einführung von Behandlungsstandards verbessert die Qualität in der postoperativen Schmerztherapie bei konsequenter Umsetzung der vereinbarten Regeln und Verfahrensanweisungen und bei einer guten interprofessionellen Zusammenarbeit. Außerdem verbessert sich die Patientensicherheit und zufriedenheit.