Titelaufnahme

Titel
Haben Personen mit Osteoporose ein erhöhtes Risiko für Implantatverlust? / eingereicht von Aida Suljevic
VerfasserSuljevic, Aida
Begutachter / BegutachterinGruber, Reinhard ; Dvorak, Gabriella
Erschienen2010
Umfang48 Bl. : Ill., graph. Darst
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl./dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Osteoporose / Zahnimplantat / Bisphosphonate / Hormon Ersatz Therapie (HRT) / Osseointegration / Metaanalyse / Implantatverlust
Schlagwörter (EN)osteoporosis / dental implant / bisphosphonate / hormon replacement therapy (HRT) / osseointegration / metaanalyse / implantloss
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2763 Persistent Identifier (URN)
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Haben Personen mit Osteoporose ein erhöhtes Risiko für Implantatverlust? [1.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Die Osteoporose ist die häufigste systemische Knochenerkrankung, die mit einem zunehmenden Risiko für Frakturen assoziiert ist. Es ist allerdings nicht klar, ob Osteoporose als Risikofaktor für die Osseointegration dentaler Implantate angesehen werden kann. Ziel der Studie war es, die Auswirkungen der Osteoporose auf die Osseointegration von Zahnimplantaten, basierend auf einer systematischen Übersichtarbeit, zu analysieren. Material und Methode: Die letzte elektronische Suche in der Datenbank MEDLINE wurde am 1. November 2009 durchgeführt. Schlüsselwörter waren "Osteoporose und Zahnimplantate''. Eine Handsuche komplettierte die Referenzen. Die Suche wurde auf klinische Studien in englischer Sprache beschränkt. Als Endpunkt wurden die Anzahl der funktionellen und die verlorenen Implantate bewertet, und zwar bei Patienten mit und ohne Osteoporose. Ergebnisse: Dreiunddreißig klinische Studien wurden identifiziert. Davon wurden neun Studien mit over 1511 Patienten in die Analyse eingeschlossen. In drei Studien wurden Patienten mit diagnostizierter Osteoporose mit Patienten ohne Osteoporose verglichen. Vier Studien unterschieden Patienten mit Hormonersatztherapie (HRT) von unbehandelten Patienten. Zwei Studien verglichen Patienten mit und ohne Bisphosphonattherapie. In der Meta-Analyse wurde Osteoporose als ein schwacher prädiktiver Faktor für den Verlust von Implantaten angesehen [Odds Ratio (OR): 1,8; 95% Konfidenzintervall (CI): 1.4-2.4]. Fazit: Diese Daten deuten darauf hin, dass die Osteoporose als ein möglicher Risikofaktor in der Implantologie betrachtet werden kann. Um diese Aussage auf ein höheres Evidenzniveau zu stellen sind jedoch kontrollierte klinische Studien erforderlich. Darüber hinaus verdient die Auswirkungen der pharmakologischen Osteoporosetherapie mehr Aufmerksamkeit.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective: Osteoporosis is the most common systemic bone disease that is associated with an increased risk for fractures. If osteoporosis can be considered a risk factor for compromised osseointegration is not clear. The aim of the study was to evaluate the impact of osteoporosis on the success rates of dental implants based on a systematic review.

Material and Method: The last electronic search in the database MEDLINE was conducted on 1. November 2009 based on the key words "osteoporosis and dental implants". Hand searching included journals which were cross-referenced. The search was limited to clinical studies in English.

Endpoints were the number of osseointegrated and lost implants in controlled studies with osteoporosis and non-osteoporosis patients.

Results: Thirty-three clinical trials were identified. Nine trials including over 1511 patients were included. Three trials enrolled patients with osteoporosis versus patients without osteoporosis. Four trials compared patients undergoing hormone replacement therapy versus patients without this therapy. Two trials compared patients receiving bisphosphonates versus untreated patients. In the overall meta-analysis, osteoporosis was a weak predictive factor of implant loss [odds ratio (OR): 1.8; 95% confidence interval (CI): 1.4-2.4].

Conclusion: These data suggest that osteoporosis should be considered as a possible risk factor in implant dentistry; however more clinical studies with a higher level of evidence are necessary. Moreover, the impact of the pharmacologic osteoporosis therapy may require more attention.