Titelaufnahme

Titel
Wiederherstellung der verlorenen vertikalen Dimension im unteren Gesichtsdrittel bei massiven Attritions-/Abrasionsdefekten im Oberkiefer und Unterkiefer - Fallbericht / eingereicht von Jelena Simatovic
VerfasserSimatovic, Jelena
Begutachter / BegutachterinMoritz, Andreas ; Laky, Markus ; Skolka, Astrid ; Tavakolian, Jasmin
Erschienen2016
Umfang66 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)klinische Fallstudie / Bruxismus / Attrition und Abrasion / Wiener Behandlungskonzept / Lithium-Disilikat-Keramik
Schlagwörter (EN)clinical casestudy / bruxism / attrition and abrasion / the Viennese treatment concept / lithium disilicate ceramic
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6451 Persistent Identifier (URN)
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Wiederherstellung der verlorenen vertikalen Dimension im unteren Gesichtsdrittel bei massiven Attritions-/Abrasionsdefekten im Oberkiefer und Unterkiefer - Fallbericht [18.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Unter Bruxismus versteht man die unwillkürlichen Knirsch- und Pressbewegungen der Zähne des Ober- und Unterkiefers gegeneinander. Als Folgen des Bruxismus treten Zahnhartsubstanzverlust sowie Verspannungen im Bereich der Kaumuskulatur auf. Die Ätiologie des Bruxismus ist multifaktoriell. Stress wird zunehmend als wichtigster ätiologischer Faktor diskutiert. Durch mechanische Ursachen (Attrition und Abrasion) entstandene Veränderungen der Zahnhartsubstanz führen bei den betroffenen Patienten vermehrt zu Schäden. Bei diesen Patienten ist es notwendig, eine adäquate Therapie und ein Behandlungskonzept zur funktionellen und ästhetischen Rekonstruktion massiv geschädigter Gebisse anzubieten. Häufig steht hier eine Gesamtsanierung des Ober- und Unterkiefers an. Von entscheidender Bedeutung sind eine genaue klinische und radiologische Untersuchung, ein diagnostisches Wax-up und eine Bestimmung der vertikalen Dimension. Die gemeinsame Fallplanung unter Einbeziehung des Patienten und ein systemisches Vorgehen sind die zentralen Elemente zur planmäßigen Umsetzung von Patientenwünschen.

Die vorliegende Fallstudie stellt die Behandlung einer jungen, an Bruxismus leidenden Patientin (30 Jahre) mit guter allgemeiner Gesundheit vor. Die Ausgangssituation zeigt ein abradiertes Gebiss, welches mit Komposit-Veneers in der Oberkieferfront und Kompositfüllungen im Seitzahnbereich versorgt worden ist. Die Wiederherstellung der Bisshöhe mittels einer Vertikalisierungsschiene und direkten adhäsiven okklusobukkalen Kompositaufbauten wird als alternative provisorische Form der Versorgung gezeigt.

Die Behandlungsziele - Wiederherstellung der verlorenen vertikalen Untergesichtshöhe, maximal schonende Präparation und somit minimales Risiko für die Pulpa, Erhalt der Zahnhartsubstanz und ein gutes ästhetisches Ergebnis - werden durch den Einsatz von Lithiumdisilikat - Keramik (IPS e.max) erreicht. Durch Bemalen der Restaurationen wird ein einwandfreies ästhetische Ergebnis erzielt. Eine gleichwertige Optimierung der Ästhetik gelingt durch die Etablierung eines Behandlungsprotokolls sowie die optimale Kommunikation zwischen Behandler und Zahntechniker. Die Materialeigenschaften geben dem Behandler auch bei Patienten mit Parafunktionen die Sicherheit, dass es zu einer Reduzierung von Brüchen oder Chipping der Keramik kommt. Abschließend bekommt die Patientin eine neue Bruxierschiene und wird in ein vierteljährliches Recallprogramm aufgenommen.

Zusammenfassung (Englisch)

Bruxism is defined as the spontaneous grinding and pressing teeth- movements of the upper and lower jaw, against one another. As consequences, bruxism usually leads to loss of tooth structure as well as tension in the area of the muscles of mastication. The etiology of bruxism is multifactorial. Stress is increasingly discussed as the most important etiologic factor. Changes in tooth structure caused by mechanical causes (attrition and abrasion) lead, in case of affected patients, to increased damage. In these circumstances, it is necessary to provide adequate treatment and a specific concept for the functional and aesthetic reconstruction of massively damaged dentures. Complete restoration of the upper and lower jaw is often desired. Of crucial importance are a precise clinical and radiological examination, a diagnostic wax-up and a determination of the vertical dimension. The mutual planning of the case, including the patient and a systemic approach are the key elements for well-planned implementation of patients' wishes. This case study presents the treatment of a young patient (30 years) suffering from bruxism, with good general health. The starting point is a worn dentition, which has been supplied with composite veneers in the anterior maxilla and composite fillings in the lateral teeth area. The restoration of the vertical dimension of occlusion by an occlusal splint and direct adhesive occlusal-buccal composite structure is shown as an alternative form of a provisional restoration. The treatment goals - restoring the lost vertical lower face height, maximum mild preparation and therefore minimal risk to the pulp, preservation of tooth structure and a good aesthetic result - are to be achieved through the use of lithium disilicate ceramic (IPS e.max). By colouring the restoration, the flawless, aesthetic result is accomplished. The homogeneous optimization of aesthetics is reached through the establishment of the treatment protocol and optimal communication between dentist and dental technician. The characteristic of the material used, give the dentist the security also in patients with parafunctions, that there will be less fractures and chipping. Finally, the patient gets a new mouth guard and will be included in a quarterly recall program.