Titelaufnahme

Titel
Einfluss verschiedener Temperaturen auf den Restmonomergehalt von dualhärtenden Post and Core Materialien / eingereicht von Simone Brunnbauer
VerfasserBrunnbauer, Simone
Begutachter / BegutachterinAndreas Schedle ; Alexander Franz
Erschienen2015
Umfang90 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Post and Core / Restmonomergehalt / Polymerisationsgrad / Core X flow / Luxacore dual / Flow White / Temperatur / Photopolymerisation / Autoplymerisation
Schlagwörter (EN)Post and Core / residual monomers / conversion rate / Core X flow / Luxacore dual / Flow White / temperature / photopolymerization / autopolymerization
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1931 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss verschiedener Temperaturen auf den Restmonomergehalt von dualhärtenden Post and Core Materialien [1.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung: Bei den meisten in vitro Tests bezüglich des Restmonomergehaltes von Kompositen werden die Prüfkörper bei Raumtemperatur hergestellt. Die Temperatur in der Mundhöhle liegt aber annähernd bei 37C. Diese unterschiedlichen Umgebungstemperaturen während der Aushärtung der Prüfkörper könnten sich auf die Umwandlungsrate der Komposite auswirken.

Zielsetzung: Das Ziel dieser Diplomarbeit war es, den Einfluss der Umgebungstemperatur während der Aushärtung auf den Restmonomergehalt von dualhärtenden Materialien zu untersuchen. Zusätzlich wurde getestet, ob eine Photopolymerisation direkt nach der Applikation des Kunststoffes einen ausreichend hohen Polymerisationsgrad erreichte, ohne die entsprechende Abbindezeit für die chemische Härtung abzuwarten.

Methodik: Im Rahmen der Diplomarbeit wurden Prüfkörper von drei "Post and Core" Kompositen: Core X flow (Dentsply, Konstanz, Germany), Flow White (Cumdente, Tübingen, Germany) und Luxacore dual (DMG, Hamburg, Germany) in einer Wärmekammer bei zwei verschiedenen Temperaturen hergestellt. Pro Substanz, Aushärtemodus (licht vs. chemisch) und Temperatur (23C vs. 37C) waren 15 Messungen notwendig. Insgesamt wurden 180 Prüfkörper hergestellt. Die Prüfkörper wurden auf die Scanplatte eines FTIR-Spektrometers (Spectrum One, Perkin Elmer, Massachusetts, USA) aufgebracht. Dieses ermittelte den Aushärtegrad, indem es den Prozentsatz an freien C=C Doppelbindungen vor und nach der Aushärtung bestimmte. Die Datenauswertung erfolgte mittels One-Way-ANOVA und Post hoc Tukey-Test bzw. mit einem T-Test für unabhängige Gruppen.

(Signifikanzniveau [alpha]=0,05).

Resultate: Die höchsten Polymerisationsgrade, sowohl bei 23C als auch bei 37C, nach sofortiger Photopolymerisation erreichte Luxacore dual, gefolgt von Core X Flow und Flow White. Nach chemischer Härtung konnte kein signifikanter Unterschied in Bezug auf den Polymerisationsgrad zwischen den einzelnen Kompositen festgestellt werden. Die Umgebungstemperatur verursachte nur bei Luxacore dual nach chemischer Härtung einen signifikant unterschiedlichen Polymerisationsgrad: Unter 37C konnten höhere Polymerisationsgrade ermittelt werden. Beim Vergleich der Härtemodi wurde festgestellt, dass lediglich Flow White sowohl unter 23C als auch unter 37C einen signifikanten Unterschied in Bezug auf den Konversionsgrad aufwies: Nach Photopolymerisation, ohne die adäquate Abbindezeit für die chemische Härtung abzuwarten, wurden geringere Polymerisationsgrade festgestellt als nach alleiniger chemischer Härtung. Bei Luxacore dual und Core X Flow konnte kein Einfluss des angewandten Polymerisationsmodus auf die Umwandlungsrate ermittelt werden.

Schlussfolgerung: Die meisten untersuchten Materialien zeigten eine hohe Umwandlungsrate, bei Cumdente Flow White wird jedoch empfohlen, aufgrund des niedrigen Polymerisationsgrades bei Lichthärtung, die entsprechende Abbindezeit, die das Komposit zur chemischen Aushärtung benötigt, vollständig abzuwarten oder die Dauer der Lichtexposition zu erhöhen, um das Material bearbeiten zu können. Die Messung des Konversionsgrades bei unterschiedlichen Temperaturen zeigte bei Luxacore dual signifikante Unterschiede, daher sollte bei weiteren in vitro Studien die Umgebungstemperatur während der Prüfkörperherstellung berücksichtigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Problem statement: In most studies dealing with residual monomers in composites the specimen are prepared at room temperature.

However the temperature in the oral cavity lies approximately at 37C.

Different temperatures during specimen production could have an effect on the degree of conversion of the investigated composites.

Objective: The aim of this study was to investigate the influence of ambient temperature on the conversion rate of dual-cured post and core composite materials. Furthermore it was tested if photopolymerization directly after application of the composites could achieve a high enough polymerization rate, without awaiting the appropriate setting time.

Methods: In this study specimens of three "Post and Core" composites:

Core X flow (Dentsply, Konstanz, Germany), Flow White (Cumdente, Tübingen, Germany) and Luxacore dual (DMG, Hamburg, Germany) were prepared in a heat chamber at two different temperatures. Per substance, curing mode (light-cured vs. chemical-cured) and temperature (23C vs.

37C) 15 measurements were required. A total of 180 specimens were produced. The samples were placed onto a FTIR spectrometer (Spectrum One, Perkin Elmer, Massachusetts, USA), which calculated the degree of conversion by determining the percentage of free C=C double bonds before and after curing. The data analysis was performed using one-way ANOVA, post hoc Tukey-Test and T-Test for independent groups (significance level [alpha]=0,05).

Results: The highest degree of conversion was achieved by Luxacore dual after photopolymerization at 23 C and 37C, followed by Core X flow and Flow White. After chemical setting no significant difference between the composites was observed. An ambient temperature of 37C resulted only for Luxacore dual in a significantly higher polymerization rate after chemical curing. The curing mode showed only for Flow White at 23 C and 37C a significant difference in terms of the degree of conversion.

Conclusion: Most materials showed a high degree of conversion. When using Cumdente Flow White the recommended setting time of 4 minutes should be awaited or light exposition time should be increased before working with the composite, as an immediate photopolymerization leads to a low degree of conversion. The measurement of the degree of conversion at different temperatures led only for Luxacore dual to significant differences. Therefore temperature conditions during specimen production should be considered in further studies.