Titelaufnahme

Titel
Prävalenz von Kiefergelenksschmerzen bei Wiener Rückenschmerzpatienten / eingereicht von Sandra Handlbauer
Verfasser / VerfasserinHandlbauer, Sandra
Begutachter / BegutachterinCrevenna, Richard
Erschienen2008
Umfang58 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kiefergelenksbeschwerden / Kiefergelenksdysfunktion / Rückenschmerzen / Halswirbelsäulenbeschwerden / Kaumuskelbeschwerden / Kiefergelenk / Geschlecht / Lendenwirbelsäulenbeschwerden
Schlagwörter (EN)temporomandibular disorders / temporomandibular joint dysfunction / back pain / cervical spine syndrom / masticatory dysfunction / temporomandibular joint / gender / low back pain
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4635 Persistent Identifier (URN)
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Prävalenz von Kiefergelenksschmerzen bei Wiener Rückenschmerzpatienten [4.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung Fragestellung: Die Fragestellung der vorliegenden Studie war es, 1) die Häufigkeit von Kiefergelenksbeschwerden bei einem Kollektiv von Wiener Patienten mit Rückenschmerzen zu untersuchen und 2) herauszufinden, ob bei diesen Patienten Alter, Körpergröße, Gewicht, Body-Maß-Index, Bildungsniveau und Sport mit Kiefergelenksbeschwerden korrelieren.

Material und Methoden: 229 Rückenschmerz-Patienten der Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation wurden telefonisch interviewt.

Dabei wurden sie gefragt, ob sie Kiefergelenksbeschwerden haben (Ja/Nein-Antwort). Bei bestehenden Beschwerden wurde die Häufigkeit eruiert (häufig, manchmal, selten).

Zusätzlich wurden demographische Daten wie Alter, Größe, Gewicht und Bildungsniveau erhoben. Weiters wurden sie telefonisch befragt, ob sie Sport (nie, gelegentlich, regelmäßig) betreiben. Die Kiefergelenksbeschwerden wurden mit den demographischen Daten einschließlich des Bildungsniveaus der Patienten verglichen. Weiters erfolgte eine Korrelation der Kiefergelenksbeschwerden mit der Sportausübung der Patienten. Die Korrelationen wurden mit der Methode nach Pearson angenommen (Korrelationskoeffizient r), wobei das Signifikanzniveau mit p < 0.05 festgelegt wurde.

Resultate: Von den eingeschlossenen 229 Patienten mit Rückenschmerzen gaben 47 (21%) Kiefergelenksbeschwerden an. Davon waren 38% Männer und 62% Frauen (Verhältnis 1:1,6), (Durchschnittsalter 4811, Altersverteilung von 20 - 72 Jahre).

Der Body-Mass-Index (kg/m) betrug im Durchschnitt 25,94,7 resultierend aus Gewicht (Durchschnittsgewicht 7516 kg) und Körpergröße in cm (Durchschnittsgröße 1799). Es konnten keine signifikanten Korrelationen zwischen Alter (r=0.04, p= 0.93), BMI (r= -0.03, p= 0.65), Bildungsniveau (r= -0.04, p= 0.63), Sportausübung (r= -0.02, p=0.93) und den Kiefergelenksbeschwerden gefunden werden.

Schlussfolgerung: Bei dieser untersuchten Population von Wiener Patienten mit Rückenschmerzen konnten relativ häufig Kiefergelenksbeschwerden (21%) im Rahmen der telefonischen Befragung eruiert werden. Es war kein Zusammenhang zwischen den Kiefergelenksbeschwerden der Patienten und den erhobenen demographischen Daten sowie der Sportausübung feststellbar. Die vorliegenden Resultate implizieren für die klinische Routine, dass Patienten mit Rückenschmerzen immer auch im Bereich des Kiefergelenkes untersucht werden sollten, um etwaige gleichzeitig bestehende Kiefergelenksbeschwerden aufdecken und eine entsprechenden Therapie durch führen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract Purpose: The aim of this study was to investigate the frequency of temporomandibular pain in a Viennese population of patients with back pain. Furthermore, correlations between temporomandibular complaints of these patients and age, height, weight, body mass index, level of education and sports were examined.

Materials and Methods: 229 patients with back pain were included in the study. They were interviewed by telephone and asked whether they had temporomandibular pain (yes/no). If they answered yes they were asked how often they had pain (frequent/sometime/rare). Also demographic data as age, height, weight, education level and frequency of sports of these patients were collected. Additionally correlations (Pearson correlation coefficient) between temporomandibular pain and demographic data and activities of sport were performed.

Significance level was set to p < 0.05. Statistica ® Software (Version 6.0, StatSoft Inc., Tulsa, OK, USA) was used for statistical calculations.

Results: 47 (21%) of 229 patients had temporomandibular pain. 38% were men and 62% women (1:1,6). Body mass index (kg/sqm) amounted to an average 26 4.7 (range 18-41) resulting from weight (mean: 75 16 kg, range 50-117) and body size in cm (mean: 179 9 cm, range 155-190).

There were no significant correlations between tempormandibuar pain and age (r =0.04, p = 0.93), BMI (r = -0.03, p = 0.65), educational level (r=-0.04, p=0.63) and sports (r=-0.02, p=0.93).

Conclusion: The findings of the presented study dealing with Viennese patients suffering from back pain showed that these patients had frequently temporomandibular pain, female had more frequent temporomandibular pain than males. No correlations between temporomandibular pain and demographic data and between temporomandibular pain and sports were found. From the results of the present study it can be concluded that patients suffering from back pain should be routinely examined for temporomandibular joint dysfunction.