Titelaufnahme

Titel
Leistungsabbildung der Abteilung für Spezielle Gynäkologie : Istzustand und Optimierung der Leistungsabbildung-mit besonderem Augenmerk auf die operativen Leistungen / eingereicht von Birgit Christine Anker
VerfasserAnker, Birgit Christine
Begutachter / BegutachterinSinger, Christian
Erschienen2010
Umfang126 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)LKF-Modelle/MEL-Codes / Operationsberichte / Operationsprotokolle / Operationsbuch/Codierung/Berechnung / Analyse / Optimierung / Fallpauschalensysteme
Schlagwörter (EN)LKF-Models / MEL-Codes / operation-reports / operation-protocolls / operation-book / coding / calculation / analysis / improvement / diagnosis-related-group-systems
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3654 Persistent Identifier (URN)
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Leistungsabbildung der Abteilung für Spezielle Gynäkologie [6.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die, im Jahr 2008, von der Abteilung für Spezielle Gynäkologie, dem Controlling gemeldeten Leistungen, welche sich aus den Operationsprotokollen, die im OP einzugeben sind, ergeben, wurden mit den tatsächlich erbrachten Leistungen, welche sich aus Operationsprotokollen, Operations-Buch-Eintragungen, sowie diktierten OP-Berichten zusammenstellen, verglichen. Dabei fiel auf, dass ein erstaunlich hoher Satz von Operationen nicht dem Controlling übermittelt wurde, es außerdem verhältnismäßig häufig zu Unter- aber auch Übercodierung, oder zur Eingabe von nicht der erbrachten Leistung entsprechenden, Codes, kam.

Zielsetzung:

a) Es galt nun, zu erarbeiten, woran das lag. Folgende Faktoren wurden erkannt:

1. Bei den nicht eingegebenen Operationen handelte es sich oft um eine Serie von solchen, die an einem Tag durchgeführt wurden. Dies legt die Vermutung nahe, dass der Operateur beziehungsweise die 1. Assistenz vergaß, die durchgeführten Operationen einzugeben.

2. Viele Operationen wurden nicht adäquat abgebildet. Hier einige Beispiele: * Code für Operationen an Mediastinum und am Thorax wurde für Brustoperationen verwendet. * Code für Operationen benigner Läsionen wurde für Operationen von malignen Erkrankungen gebraucht, und umgekehrt wurden Patientinnen mit einer benignen Diagnose mit dem Code für die Operation eines bösartigen Mammatumors versehen. * Auch kam es vor, dass Ablationes als brusterhaltende Operationen codiert wurden, und umgekehrt ebenfalls. * Zusätzliche Eingriffe, wie zum Beispiel Curettagen wurden vergessen zu codieren.

* Ein weiteres Problem ergab sich aus der Tatsache, daß der Code 2176 - Brusterhaltende Operation/(Teil)Exzision eines bösartigen Tumors der Mamma - bereits eine axilläre Lymphknotenausräumung miteinschließt, weshalb dieser Code nicht mit 2661 - radikale axilläre Lymphknotenausräumung - kombiniert werden darf; was in der Praxis jedoch fast durchwegs geschah. Da einerseits den Operateuren nicht bekannt war, dass die gemeinsame Eingabe der genannten Codes nicht möglich ist (führt zu einer "Error-Meldung"), und andererseits nicht bei jeder Patientin eine axilläre Lymphknotenentfernung durchgeführt wurde/wird, so dass diese Kombination im Falle einer, während der Operation zusätzlich stattgefundenen Lymphknotenexstirpation, der erbrachten Leistung entsprechend, erschien.

b) Entwicklung von Verbesserungsstrategien: Z.B. wurde ein Barcodesystem etabliert, mit dessen Hilfe direkt im OP der jeweilige MEL-Code eingegeben werden kann.

Methoden: Es wurde eine komplette Übersicht der durchgeführten Operationen abgebildet. Dies geschah durch simultane Auswertungen von OP-Buch, Operationsberichten und Operationsprotokollen. Die angegebenen Leistungen wurden anschließend mit den zu erreichenden Leistungen laut Leistungscode MEL-Code 2008 verglichen. Zur Berechnung der LKF-Punkte der einzelnen Leistungen wurde der sogenannte Tree viewer, vom Bundesministerium für Gesundheit zur Verfügung gestellt, als Hilfsinstrumentarium benutzt.

Conclusio: Die korrekte Codierung ist dringend erforderlich, weshalb sie retrospektiv zu überprüfen ist, da sonst Fehler nicht erkannt und behoben werden können!

Zusammenfassung (Englisch)

Background: In the year 2008 every operative procedure, which has been reported, based on the operative protocols, to the Department of Controlling by the Division of Special Gynaecology, Department of Obstetrics and Gynaecology, Medical University of Vienna, was compared to the operation-reports dictated by the surgeon and the hand written notes in the operation-book. This comparison showed that an amount of performed operations have not been transferred to the Department of Controlling. As another result many procedures have not been coded correctly. Upcoding was found as well as downcoding, some codes were not appropiate.

Aim:

a) It was important to investigate, how this could happen. These factors have been detected: 1. Procedures, which were not coded, have been performed by the same person, so it seems as if the surgeon or the first assistant just forgot to code this operation.

2. Many operations have not been coded adequate.

Here some examples:

* Code for mediastinal or thoracal surgery was used for breast-conservation surgery.

* Code for benign lesion was used for malignant lesion and the other way around.

* Code for breast-conservation surgery was used for total mastectomy, and the other way around.

* Additionally performed Curettages have been forgotten to be coded.

* Another problem has been, the detailed definition of some codes was not known. It was not allowed to combine the Codes 2176 and 2661, because 2176 includes already 2661. So, it made no difference, if there was an exstirpation of axillary lympathic nodes, or not, it is always just 2176 by Mel-code definition 2008. The combination of the codes 2176 and 2661 caused error signals in the system.

b) Development of improvement-strategies: For example: A Barcode-System was established, which facilitates coding directly in the surgery.

Methods: A complete report of all operations was constructed, based on operation-protocols, operation-reports and hand-written notes in the operation-book. These procedures were then compared with the performances, which could have been reached. Afterward every performance was calculated with help by the tree viewer, a program provided by the Bundesministerium für Gesundheit.

Conclusio: It is necessary to code adequately, and to control the codes retrospectively for finding and correcting the mistakes.