Titelaufnahme

Titel
Prüfung von Materialien zur Optimierung von Drainage Implantaten für die Glaukomtherapie / Helmut Wallner
VerfasserWallner, Helmut
Begutachter / BegutachterinMayr, Winfried
Erschienen2009
Umfang177 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2009
Anmerkung
Zsfassung, abstract
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Glaukom / Drainageimplante / HET-CAM-Test / Durchflussapparatur / Proteinanlagerungen / Elektrophorese
Schlagwörter (EN)Glaucoma / Drainageimplants / HET-CAM-Test / Circulatory equipment / Proteindeposits / Electrophoresis
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4837 Persistent Identifier (URN)
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Prüfung von Materialien zur Optimierung von Drainage Implantaten für die Glaukomtherapie [10.16 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Anatomie und Physiologie des menschlichen Auges im Hinblick auf die Kammerwasserproduktion und das Abflusssystem werden beschrieben.

Die wichtigsten Störungen, die zu verschiedenen Glaukomformen führen, werden erläutert. Vorgestellt werden die jetzt am Markt erhältlichen Glaukom Drainage Implantate. Einige zum Patent angemeldete Implantate, besonders die von Vass & Mayr bzw. Mayr, Vass & Unger werden vorgestellt.

Die Biokompatibilität der vorhandenen Schläuche (Silikon 300 m Innendurchmesser, PTFE 200 m, PTFE 15 m, PEEK 100 m und Kynar 55 m) wurde mit dem HET-CAM-Test überprüft.

Alle getesteten Materialien können als biokomptibel eingestuft werden.

Für die Durchflussversuche wurde eine Apparatur entwickelt, die mit Hilfe eines Schrittmotors die Probelösungen durch die Probeschläuche ansaugt und wieder zurückdrückt. Um die Umkehrung der Fließrichtung zu vermeiden, wurden weitere Versuche in einer einfachen Glasapparatur durchgeführt.

In allen Schläuchen wurden Proteine abgelagert. Diese wurden herausgelöst und mit Hilfe der Gelelektrophorese in Gelplatten fixiert und mit der Silberfärbung nach Senada sichtbar gemacht. Die Auswertung erfolgte mit der "Quantity One Bio-Rad Analysen Software" bzw. auf optischem Weg durch die Schwächung der Beleuchtungsstärke durch die Banden auf den Gelplatten. Es zeigte sich, dass in engen Schläuchen gleich viel wie in weiten Schläuchen abgelagert wird.

Auf den elektroenmikroskopischen Bildern ist zu sehen, dass in den Schläuchen aus PTFE und PEEK mehr Rückstände, trotz gleicher Behandlung, zurück blieben als in denen aus Silikon oder Kynar. Ein Glaukom Drainage Implantat sollte daher einen möglichst großen Innendurchmesser aufweisen, um eine längere Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Der Außendurchmesser der Implantate, die in den Schlemm-Kanal ausleiten sollen, wird durch diesen limitiert. Um eine sichere Materialauswahl treffen zu können, müssten noch weitere Versuche mit Schläuchen gleichen Innendurchmessers durchgeführt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The anatomy and physiology of the human eye concerning the production of aqueous humour and the outflow mechanisms are described.

The most important troubles, that cause various glaucoma diseases are characterized. The glaucoma drainage devices, which are available now, are described. The success, the life table success rate and complications of the different types of devices are compared. Some of the devices, which are applied for a patent, especially the patents of Vass & Mayr resp. Mayr, Vass & Unger, are presented.

The biocompatibility of the available tubes (Silicon 300m, PTFE 200 m, PTFE 150 m, PEEK 100 m and Kynar 55 m) is tested with HET-CAM-Test. All tested materials are biocompatible.

An apparatus was developed for the tests of the flow in tubes. The dissolved human albumin, the aqueous humour of eyes of pigs and oxen is sucked in and pressed back again with the help of a stepping motor.

Further tests in a simple instrument made of glass are made to avoid the change of the flow.

Proteins were deposited in all tubes. These proteins were dissolved and fixed with the aid of electrophoresis in gel-plates and were marked with the Senada silver stain. The analysis was made with the "Quantity One Bio-Rad analysis software" resp. on the optic way by reducing of the intensity of illumination by the lanes. The same amount of proteins was found in the tubes with the small inner diameter as in the wide ones. The electron-microscopical images show that in tubes made of PTFE or PEEK more residues are left, in spite of the same treatment, than in the tubes from Silicon and Kynar. Therefore a glaucoma drainage device should have a large as possible inner diameter in order to guarantee a longer function. On the other hand the outer diameter of the device which lead out into the Schlemm-canal is limited by it. To make a good choice of the materials further tests with tubes of the same inner diameter must be made.