Titelaufnahme

Titel
Implantaterfolg und Notwendigkeit der Nachaugmentation von Hart-und Weichgewebe bei Socket Preservation mit versus ohne Schleimhautpunch - eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Olga San Nicolò
Weitere Titel
Outcome of socket preservation with and without soft tissue punch regarding implant success and necessity of further bone and soft tissue augmentation - a retrospective data analysis
Verfasser / VerfasserinSan Nicolò, Olga
Begutachter / BegutachterinPommer, Bernhard
ErschienenWien, 2016
Umfang70 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)socket preservation / Schleimhauttransplantat / Bindegewebstransplantat / Membran / Augmentation / Knochen / Weichgewebe / Implantation / Knochenresorption / Zahnverlust
Schlagwörter (EN)socket preservation / soft tissue graft / connective tissue graft / membrane / augmentation / bone / soft tissue / implantation / bone resorption / tooth loss
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-9232 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Implantaterfolg und Notwendigkeit der Nachaugmentation von Hart-und Weichgewebe bei Socket Preservation mit versus ohne Schleimhautpunch - eine retrospektive Datenanalyse [11.51 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser retrospektiven Studie war es das Outcome nach Socket preservation mit versus ohne Schleimhautdeckung zu vergleichen.

Wir untersuchten die Daten von insgesamt 190 Fällen. Davon wurde in 73 Fällen die Socket preservation mit Schleimhautdeckung (Testgruppe) und in 117 Fällen ohne Schleimhautdeckung (Kontrollgruppe) durchgeführt. Es wurde das Outcome der beiden Gruppen verglichen.

Als Zielparameter beobachteten wir Implantatverluste und die Notwendigkeit weiterer Knochen-bzw. Weichteilaugmentationen. Hierbei wurden mögliche Einflüsse wie Alter der Patienten, Geschlecht, Zahnposition, Zeitspanne zwischen Socket preservation und Implantation sowie Implantateigenschaften analysiert.

Es gab in beiden Gruppen je zwei Implantatverluste. Der Unterschied der Implantat-Überlebenswahrscheinlichkeit war zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant. In der Testgruppe war in 11 von 73 Fällen noch eine weitere Knochenaugmentation und in 9 von 73 Fällen eine weitere Weichgewebsaugmentation notwendig. Von den 117 Fällen der Kontrollgruppe war nur in einem Fall eine weitere Knochen- und in drei Fällen eine weitere Weichgewebsaugmentation notwendig. Die Komplikationsrate war sowohl für Knochen (p=0,014), als auch für Weichgewebe (p=0,012) in der Kontrollgruppe signifikant geringer. Die Zeitspanne zwischen Socket preservation und Implantation war in der Testgruppe signifikant länger (p=0,007). Im Frontzahnbereich kam es in 9,4% der Fälle zu einer weiteren Weichgewebsaugmentation.

Das waren deutlich mehr Fälle als im Seitzahnbereich (1,4%), der Unterschied war jedoch nicht signifikant (p=0,059).

Unsere Daten deuten darauf hin, dass die Schleimhautdeckung, abgesehen von ästhetischen Aspekten, keine Vorteile gegenüber der Alveolendeckung mit einer Membran hat. Die höhere Belastung für den Patienten bei Anwendung eines Schleimhauttransplantats ist demzufolge nur dann in Kauf zu nehmen, wenn ästhetisch bessere Ergebnisse im sichtbaren Bereich zu erwarten sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this retrospective study was to compare the success of socket preservation with and without soft tissue graft.

We examined data of 190 cases in which socket preservation had been performed. For wound closure, a palatal soft tissue graft was harvested in 73 cases (test group), suture or membrane was used in 117 cases (control group). We then compared the outcomes of the two groups. Implant loss and the necessity of further bone and soft tissue augmentations were used as outcome parameters. The potential impact of different factors, such as patient age, gender, tooth position, time span between socket preservation and implant insertion, as well as implant characteristics were taken into consideration.

Two implant failures were found in each group. The difference in implant survival rates was not significant. In the test group, 11 of 73 cases had to undergo further bone augmentation, in 9 of 73 cases further soft tissue augmentation was necessary. In the control group with a total of 117 cases only one further bone augmentation and three soft tissue augmentations were found. For both bone (p=0,014) and soft tissue (p=0,012), the rate of complications was significantly lower in the control group. The time span between socket preservation and implant insertion was significantly longer in the test group (p=0,007). In the anterior region, further soft tissue augmentation was performed far more frequently than in the posterior jaw areas (9,2% vs. 1,4%). The difference was not significant (p=0,059).

Our analyses suggest that, apart from the esthetic benefit, wound closure with soft tissue grafts does not offer advantage over the use of membranes. Keeping in mind that soft tissue grafting is associated with additional discomfort for the patient, this method should not be used as standard when performing socket preservation, but rather in the visible jaw area when esthetic benefits can be expected.