Titelaufnahme

Titel
Einjahresnachkontrolle von endodontisch therapierten Zähnen an der Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik Wien / eingereicht von Julia Berger
VerfasserBerger, Julia
Begutachter / BegutachterinMoritz, Andreas ; Holly, Matthias
Erschienen2010
Umfang88 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Endodontie / Crown-Down-Technik / Nickel-Titan-Feilen / Wurzelbehandlung / Wurzelkanal / Pulpitits / Pulpanekrose / apikale Parodontitis
Schlagwörter (EN)endodontia / Crown-down Technique / nickel-titanium instruments / endodontic therapy / root canal / pulpitis / pulp necrosis / apical infection
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2052 Persistent Identifier (URN)
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Einjahresnachkontrolle von endodontisch therapierten Zähnen an der Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik Wien [3.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

2008 wurde an der BGZMK (Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik), Abteilung für Zahnerhaltung, eine neue Behandlungsmethode der modernen Endodontie und neues dafür zu verwendendes zahnmedizinisches Instrumentarium eingeführt. Es stellte sich die Frage, ob diese neue endodontische Therapie weiterhin zur gewünschten Überlebensrate der Zähne führt und ob die Überlebensrate der Zähne tatsächlich erhöht werden konnte.

Ziel der Diplomarbeit war es, zu evaluieren, welche Überlebensrate bei wurzelbehandelten Zähnen, die nach einer neuen endodontischen Therapie und mit neuem zahnmedizinischen Instrumentarium behandelt wurden, nach einem Jahr gegeben war. Es handelt sich bei dieser Diplomarbeit um eine klinische und eine röntgenologische Folgeuntersuchung von wurzelbehandelten Zähnen, die auf der Abteilung für Zahnerhaltung der Bernhard-Gottlieb-Universitätszahnklinik Wien vor über einem Jahr mit der neuen und verbesserten Behandlungsmethode der Endodontie therapiert wurden. Diese Methode umfasste:

* die "Crown-Down"-Technik, * die durchgehende Verwendung von Kofferdam während jeder endodontischen Behandlungssitzung, um den Zahn von der Mundhöhle zu isolieren, * die Anwendung von hochflexiblen Nickel-Titan-Wurzelkanalinstrumenten und * die Desinfektion des Wurzelkanals mit Spüllösungen, welche spezifisch nach der Ausgangsdiagnose ausgewählt wurden.

Patienten der oben genannten Studie wurden nach Terminvereinbarung an der Abteilung für Zahnerhaltung einer Kontrolle der vor einem Jahr erhaltenen Wurzelbehandlungen unterzogen. Hierbei wurden einheitliche Diagnoseblätter für die klinische und radiologische Untersuchung verwendet. Die betroffenen Zähne wurden klinisch auf Extraktion, Versorgung, Verfärbung, parodontologische Pathologie, Karies, Mobilität, Fraktur und Schmerz beurteilt. Zusätzlich wurde ein Röntgenbild des betroffenen Zahns angefertigt und eine radiologische Diagnose der apikalen Pathologie basierend auf der Abweichung vom physiologischen apikalen Zustand erstellt. Die Röntgenbilder wurden in Bezug auf Füllung, Wurzelfüllung (Länge, Dichtheit), Wurzelspitze (Periapikal-Index nach Orstavik), Parodontalspaltbeschaffenheit und Wurzelspitzenresektion beurteilt. In der Studie von 2008 wurden 326 Zähne von 291 Patienten evaluiert. 176 Patienten mit 195 zu kontrollierenden Zähnen befanden sich nach der Wurzelbehandlung in Behandlung an der BGZMK. 11 Zähne von 195 Zähnen wurden nach der endodontischen Behandlung extrahiert. Von 165 kontaktierten Patienten konnten 60 Patienten mit 68 zu kontrollierenden Zähnen im Zuge eines Recalls untersucht werden. Es konnte ermittelt werden, dass kein signifikanter Unterschied zwischen devitalen und vitalen Zähnen im Bezug auf den Therapieerfolg besteht. Weiters konnte gezeigt werden, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Qualität der Wurzelfüllung und dem Erfolg der endodontischen Therapie besteht. Die Überlebensrate der Zähne, welche mit der neuen endodontischen Therapie behandelt wurden, liegt bei 94 %. Es besteht kein signifikanter Unterschied der Überlebensrate von Zähnen mit der neuen Art der Endodontie gegenüber der früher angewandten Methode.

Zusammenfassung (Englisch)

In 2008 new treatment procedures of modern endodontic therapy and the specifically needed instruments were introduced in the teaching process at the Restorative Dentistry Department of BGZMK (Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik). The question came up, if the desired survival rate of the teeth can be assured by the new endodontic therapy and if in fact the success rate could be increased.

The aim of this study was to evaluate the survival rate of teeth which underwent an improved endodontic treatment with specific endodontic instruments after one year. In this study a clinical and radiological inspection after one year was used to evaluate the endodontically treated teeth on the BGZMK. The newly designed and improved treatment method included:

* Crown-down Technique * use of Rubber-dam in every treatment session to isolate the tooth from the oral cavity * use of highly flexible nickel-titanium instruments and * use of specific root canal rinse solutions, which were chosen according to the primary diagnosis Patients in this study were asked to undergo an inspection of the teeth that were treated with endodontic therapy one year ago. Here for standardized diagnostic forms for clinical and radiological examination were used. The affected teeth were clinically examined for extraction, restoration type, discolorations, periodontal pathology, caries, mobility, fracture and pain. Additionally an x-ray was made of each tooth and the apical pathology was diagnosed according to the differences to a standard physiological situation. The radiographs were also evaluated in reference with the restoration, root canal filling (length, tightness), apex (periapical index according to Orstavik), periodontal space and apicoectomy.

In the original study in 2008, 326 teeth from 291 patients were evaluated. After endodontic treatment 176 patients with 195 teeth were getting additional therapy at the BGZMK. After endodontic treatment 11 teeth out of 195 had to be extracted. After contacting 165 patients, 60 patients with all in all 68 teeth could be reevaluated in line with this study.

No significant difference related to the therapy success between vital and non-vital teeth could be found. Additionally a significant correlation between the quality of the root canal filling and the success of the endodontic therapy could be shown. The survival rate of the teeth treated with the improved endodontic therapy was 94%. No significant difference regarding the survival rate of endodontically treated teeth was found between the "earlier" and the improved method.