Titelaufnahme

Titel
Messung der Nasalanz mittels NasalView® bei gesunden Wiener Volksschulkindern / eingereicht von Silvio Valdec
Verfasser / VerfasserinValdec, Silvio
Begutachter / BegutachterinSinko, Klaus
Erschienen2012
Umfang67 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Nasalanz / NasalView / Nasalität / Hypernasalität / Rhinophonie / Velopharyngeale Insuffizienz
Schlagwörter (EN)nasalance / NasalView / nasality / hypernasality / rhinophonia / velopharyngeal insufficiency
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3770 Persistent Identifier (URN)
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Messung der Nasalanz mittels NasalView® bei gesunden Wiener Volksschulkindern [2.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bei der Bewertung des Therapieerfolges nach sprachverbessernden Operationen ist die Messung der Nasalanz eine Möglichkeit um die Nasalität zu objektivieren. Die Nasalanz beschreibt das Verhältnis zwischen nasaler und gesamter Schallenergie (nasaler und oraler Anteil).

Sie ist bei einem insuffizienten velopharyngealen Abschluss erhöht und kann mit dem NasalView®-System gemessen werden.

Derzeit gibt es im österreichischen Sprachraum keine Nasalanz-Normwerte und vergleichbare Studien.

Die Zielsetzung dieser Studie war die Erhebung von Normwerten für den Wiener Sprachraum anhand von gesunden österreichischen Volksschulkindern und der Vergleich der Resultate mit der vorhandenen Literatur, insbesondere mit den Studien die im deutschsprachigen Raum durchgeführt wurden. Weiters wurde der Einfluss von Geschlecht und Lautstärke überprüft, sowie der Test-Retest-Fehler gemessen.

Alle Messungen der vorliegenden Studie wurden mit dem NasalView® und der dazugehörigen Software Dr.Speech (Fa. Tiger Electronics, Seattle, USA) erhoben. Die untersuchten Kinder besuchten alle eine Wiener Volksschule und waren zwischen 8 und 11 Jahre alt. Sie beherrschten die deutsche Sprache fließend und wiesen zum Zeitpunkt der Aufnahmen keine Erkrankungen der lautbildenden Organe auf. Bei allen Untersuchungen war eine HNO-Fachärztin und eine ausgebildete Gesangspädagogin bzw.

Logopädin anwesend. Die Aufnahmen erfolgten anhand eines modifizierten Heidelberger Rhinophoniebogens und dauerten pro Kind ungefähr 20-30 Minuten. Insgesamt konnten 61 Kinder untersucht werden, davon 24 Mädchen (34,34%) und 37 Buben (60,66%).

Die erhobenen Werte waren tendenziell mit den Messungen von Studien an Gesunden aus anderen deutschsprachigen Regionen vergleichbar. Bei bestimmten Sprachstimuli wurde ein signfikanter Einfluss von Geschlecht und Lautstärke auf die Nasalanz festgestellt. Der Test-Retest-Fehler betrug unter 1% und spricht für eine hohe Reliabilität des NasalView®.

Zusammenfassung (Englisch)

When evaluating the success of speech-improving surgery, measuring nasalance offers an opportunity to objectify rhinophonia.

Nasalance describes the relationship between the nasal to the total accoustic energy (nasal versus oral amount). Nasalance can be measured with the NasalView®-system and is higher if the velopharyngeal closure is insufficient.

There are currently no standard values for nasalance and no comparable studies for the Austrian language area.

The goal of this study was to generate standard values for nasalance in the Viennese language area on the basis of healthy Austrian schoolchildren as well as the comparison of the results with existing literature, particularly with studies from the German-speaking area.

Furthermore, the influence of gender and volume on nasalance was evaluated and the test-retest reliability was measured.

The measurements were made using the NasalView® and the accompanying software Dr. Speech (Tiger Electronics, Seattle, USA). The examined children all were Viennese schoolchildren between eight and eleven years. They were healthy during the recordings and spoke german fluently. Each examination was accompanied by a speech-therapist and an ENT-specialist. The recordings were carried out using a modified version of the "Heidelberg Rhinophoniasheet" and lasted approximately 20-30 minutes for each child. Altogether 61 children were examined, of which 24 were girls (34,34%) and 37 boys (60,66%).

The results generally were similar to the values recorded by healthy individuals in other studies carried out in the German-speaking area.

For certain speech stimuli, the influence of gender and volume on nasalance was statistically significant. The test-retest-error was lower than 1%, which shows a high reliability of NasalView®.