Titelaufnahme

Titel
Untersuchung der Sprachqualität auf Basis der Vermessung des Pharynx im seitlichen Fernröntgen mittels einer neuen Weichteilanalyse nach Haberler/Hollmann bei Lippen-, Kiefer-, Gaumenspaltpatienten / eingereicht von Carina Griebler
Verfasser / VerfasserinGriebler, Carina
Begutachter / BegutachterinSinko, Klaus
Erschienen2008
Umfang97 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Sprachqualität / Pharynx / Weichteilanalyse / Gaumenspaltpatienten / Fernröntgen
Schlagwörter (EN)speech quality / pharynx / soft-tissue analysis / cleft palate patients / cephalogram
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6173 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchung der Sprachqualität auf Basis der Vermessung des Pharynx im seitlichen Fernröntgen mittels einer neuen Weichteilanalyse nach Haberler/Hollmann bei Lippen-, Kiefer-, Gaumenspaltpatienten [9.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Zusammenhang zwischen der Sprachqualität und dem velopharyngealen Abschluss bei Lippen-, Kiefer-, Gaumenspaltpatienten ist sehr komplex.

Die bisherigen Studien erlauben keinen eindeutigen Rückschluss von den kephalometrischen Vermessungen des velopharyngealen Abschlusses auf die Sprachqualität von Lippen-, Kiefer-, Gaumenspaltpatienten.

Ziel dieser Diplomarbeit war, den weichen Gaumen sowie die Pharynxhinterwand zu vermessen und die Ergebnisse im Zusammenhang mit der Sprachqualität zu beurteilen.

Hierfür wurde die neue Weichteilanalyse nach Haberler/Hollmann angewandt, die sich dafür eignet, die Weichteile, insbesondere den weichen Gaumen sowie die Pharynxhinterwand zu vermessen und deren Größe und Einlagerung im Gesichtsskelett zu beurteilen.

Das Patientenkollektiv bestand aus 20 Personen mit guter Sprachverständlichkeit und 20 Personen mit schlechter Sprachverständlichkeit (klassifiziert nach der fünfstufigen Likertskala), von denen je zwei laterale Fernröntgen angefertigt wurden:

eines in zentrischer Okklusion und eines in i-Phonation mit Bariumbrei als Kontrastmittel.

Ausgehend von skelettalen Referenzpunkten und neu definierten Schnittpunkten (insgesamt wurden 41 Punkte markiert) wurden Strecken (insgesamt 26) und Flächen (insgesamt sieben) vermessen, sowie ein Winkel und ein Streckenverhältnis berechnet.

Ein deutlicher Unterschied zwischen gut und schlecht Sprechenden zeigt sich vor allem bei den vermessenen Strecken in i-Phonation.

Der Abstand der Pharynxhinterwand zum weichen Gaumen ist bei schlecht Sprechenden in i-Phonation signifikant größer als bei gut Sprechenden.

Auffallend ist weiters eine beträchtliche Abnahme der Uvuladicke von superior nach inferior Richtung Uvulaspitze bei schlecht Sprechenden in i-Phonation.

Die in dieser Arbeit durchgeführte statistische Analyse hat ergeben, dass eine fehlerfreie Trennung in die Gruppen gut und schlecht Sprechende in i-Phonation mittels Diskriminanzanalyse auf Basis der erhobenen Parameter möglich ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The relation between speech quality and the velopharyngeal closure in cleft lip and palate patients is very complex. The existing studies do not allow an unambiguous inference of the cephalometric measurements of the velopharygneal closure to the speech quality of patients with cleft lip and palate. This thesis aimed at the precise measurement of the soft palate and of the posterior pharyngeal wall, followed by an investigation of the consequences for the speech quality. For this purpose the soft-tissue analysis developed by Haberler/Hollmann has been utilized, which allows for measurements especially of the shape of the soft palate and the posterior pharyngeal wall. This method also provides a quantitative judgment of the soft tissue geometry relatively to the facial skeleton.

20 patients presenting with good speech quality and 20 patients with bad speech quality (classified according to the 5-grade Likert-scale) were included in the study. For each patient two lateral cephalograms were acquired: one in centric occlusion, the other one in i-phonation using barium sulfate as contrast medium.

Based on skeletal reference points and newly defined intersection points (a total of 41 points has been marked) a total of 26 distances and 7 areas were measured. An angle and a quotient of distances were also calculated.

The measured lines in i-phonation do show a significant difference between patients with good and bad speech quality. Patients with bad speech quality have a significant larger gap between the lateral pharyngeal wall and the soft palate.

Noticeably, patients with bad speech quality show a significant diminishment of the uvula thickness from superior to inferior in i-phonation. The statistical analyses presented in this work proofed that a reliable discrimination between the groups of patients with good respectively bad speech quality in i-phonation can be accomplished by means of discriminant analysis based on the defined parameters.