Titelaufnahme

Titel
Neuronale Korrelate der Wahrnehmung von Gesichtern vor und nach kieferchirurgischen Eingriffen - eine retrospektive explorative Studie. Frühe Komponenten der Gesichtswahrnehmung / eingereicht von Csenge Szepesi
VerfasserSzepesi, Csenge
Begutachter / BegutachterinSinko, Klaus
Erschienen2013
Umfang68 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)EEG / neuronale Korrelate / Gesichterwahrnehmung / N170 / P300 / a / b / orthognathe Chirurgie / frühe EEG-Komponenten
Schlagwörter (EN)EEG / neuronal correlates / face perception / N170 / P300 / a / b / orthognathic surgery / early EEG-components
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4098 Persistent Identifier (URN)
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Neuronale Korrelate der Wahrnehmung von Gesichtern vor und nach kieferchirurgischen Eingriffen - eine retrospektive explorative Studie. Frühe Komponenten der Gesichtswahrnehmung [1.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit war, Unterschiede anhand der neuronalen Verarbeitung beim Betrachten von Gesichtern, vor und nach kieferkorrigierenden Operationen zu untersuchen.

Die frühen EEG-Komponenten N170 und P300 werden in der Literatur als gesichts- und aufmerksamkeitsspezifische neuronale Korrelate der Wahrnehmung beschrieben. Die Hypothese der Diplomarbeit war eine obligatorische Evokation der neuronalen Korrelate der Wahrnehmung von Gesichtern in N170 und P300. Es wurde die Existenz von N170 für alle Bedingungen, unabhängig vom Formkreis, erwartet. Abweichungen anhand wurden von P3a bzw. P3b (Subkomponenten der P300) speziell für postoperative Bedingungen angenommen, mit dem Ziel, dem Benefit chirurgischer Interventionen einen weiteren Aspekt hinzuzufügen. Die Diagnostik erfolgte während der Betrachtung von prä- und postoperativen Bildern bzw. Kontrollbildern (skelettale Klasse I) von Patienten mit Gebissanomalien (skelettale Klasse II, III) mittels Elektroenzephalogramm (EEG). Die Visualisierung der Daten erfolgte anhand eines dafür geeignetem Computerprogramms (EEG-Lab).

Die doppelamplitudige positive Welle P300 wurde in die Subkomponenten P3a sowie P3b geteilt bzw. voneinander getrennt untersucht und bewertet.

Besonders auffallende Ergebnisse wurden für den progenen Formkreis (skelettale Klasse III) gefunden. Dieser lieferte sowohl in der Gesichterwahrnehmung, als auch in der Aufmerksamkeit der Probanden, stark von der Norm abweichende Resultate. Signifikanzen wurden für die Option "Progenie" der Komponente N170 ermittelt, wobei sich das klinisch als neuronale Aktivitätserhöhung des fusiformen Gyrus widerspiegelte.

Die Komponente der Aufmerksamkeit "P3a" ergab eine wesentlich niedrigeres Ergebnis für die Bedingung "Progenie" als für alle anderen Optionen.

Dies könnte bedeuten, dass ungewöhnliche (Kl III) Gesichter anfänglich eine erhöhte Aktivität beim Betrachter hervorrufen, anschließend jedoch durch das "fight or flight"-System unbewusst unterdrückt werden, was zu einer Minderung der Aufmerksamkeit (P3a), und somit des Interesses, führen würde.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of the study was to prove differences by analysing the neural processing of faces.

The components N170 and P300 are characterized as face- and attention-specific neuronal correlates of perception.

The hypotheses of the study was the evocation of the neuronal correlates of face-perception on the basis of the N170 and P300. The existence of the N170 was expected for all terms, regardless the origin of dysganthia or eugnathia. Deviations by means of the P3a and P3b were expected for postoperative terms, whereby a further appreciation for surgical treatments could be proven.

Diagnostic occurred during the observation of pre-and postoperative pictures and controls (skeletal Class I) of patients with dysgnathia (skeletal Class II, III) with the use of the electroencephalogram (EEG).

The visualisation of the data was effected by the software "EEG-Lab".

The double-peak positive wave P300 was segmented into its subcomponents P3a and P3b, and separately analysed and rated.

Specifically noticeable results were found for the pictures of Class III profiles. It delivered significant high deviations from the common conditions, both for the perception of faces as well as for the awareness of the subjects.

Statistic significance was determined for the option Class III of the component N170, which can be clinically reflected as an increase of neuronal activity, located in the fusiform gyrus.

The component of attention "P3a" produced essentially lower results for the condition Class III, than for every other.

In the study, a highly increase of activity of face-perception (N170) was shown for Class III-patients. This heightened automatic process leads to a decrease of conscious attention and cognition, which could be demonstrated as a significant lower peak of the P3a.

All together, unusual faces (Class III) primary evoke a higher activation of the spectator, but lose this activation caused by the "flight-and fight"-system, which in this situation means an automatic retreat of the observing person (lower awareness-parameters) by watching a face different to the average.