Titelaufnahme

Titel
Möglichkeiten und Grenzen der Beeinflussung des Ernährungswissens und Ernährungsverhaltens durch spezielle Interventionen zur Förderung und Erhaltung der Gedächtnisleistung / eingereicht von Birgit Dieminger
VerfasserDieminger, Birgit
Begutachter / BegutachterinKundi, Michael
Erschienen2011
UmfangXIII, 217 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Ernährung / Ernährungswissen / Ernährungsverhalten / Gedächtnis
Schlagwörter (EN)nutrition / nutrition knowledge / dietary behaviour / memory
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3876 Persistent Identifier (URN)
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Möglichkeiten und Grenzen der Beeinflussung des Ernährungswissens und Ernährungsverhaltens durch spezielle Interventionen zur Förderung und Erhaltung der Gedächtnisleistung [6.81 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

HINTERGRUND: Der Einfluss des Ernährungswissens auf das tatsächliche Ernährungsverhalten wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Des Weiteren liefern Untersuchungen widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich des positiven Effekts diverser Lebensmittel zur Förderung der Gedächtnisleistung. Das wirft die Frage nach der Wichtigkeit der Ernährungsinformation zur Verbesserung des Wissens und Verhalten sowie nach dem tatsächlichen Einfluss der Ernährung zur Förderung und Erhaltung der Gedächtnisleistung auf.

ZIEL: Zielsetzung dieser Arbeit war die Evaluierung des Ernährungswissens, Ernährungsverhaltens und der Gedächtnisleistung der Studienteilnehmer sowie die Ermittlung des Einflusses des Ernährungswissens auf das tatsächliche Verhalten, insbesondere in Bezug auf die Förderung und Erhaltung der Gedächtnisleistung. METHODIK: In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin der medizinischen Universität Wien wurde ein Interventionsprogramm zur Förderung und Erhaltung der Gedächtnisleistung durch Optimierung des Ernährungswissens und Ernährungsverhaltens konzipiert. Es wurde eine Querschnittsstudie mit 217 Männern und 788 Frauen im Alter von 58,4 14,0 Jahren in fünf Bundesländern Österreichs durchgeführt. Mithilfe eines Fragebogens wurde das Ernährungswissen und Ernährungsverhalten sowie die Gedächtnisleistung der Teilnehmer erhoben. ERGEBNISSE: Frauen haben generell ein höheres Interesse an Ernährungsthemen als Männer und informieren sich regelmäßiger, was sich des Weiteren in einem signifikant besserem Wissen widerspiegelt.

Insgesamt betrachtet hat der Großteil der weiblichen Teilnehmer ein befriedigendes und die Mehrheit der männlichen ein genügendes Ernährungswissen. Bei Teilnehmern, die sich häufiger informieren, konnte ein besseres Wissen über das Themengebiet Ernährung festgestellt werden.

Die Schulbildung hat, im Gegensatz zum BMI und Alter, ebenfalls einen signifikanten Einfluss auf das Ernährungswissen. Bei der Nahrungsmittelauswahl wird am häufigsten auf die Gesundheit geachtet.

Frauen ernähren sich gesünder als Männer, unter anderem mit einem höheren Anteil an Obst, Getreide- und Milchprodukten. Männer konsumieren unter anderem signifikant häufiger Wurstwaren und trinken häufiger Alkohol als Frauen. Das Ernährungswissen hat einen positiven Einfluss auf das Verhalten. Teilnehmer mit höherem Wissen konsumieren häufiger Käse und Getreideprodukte sowie seltener Fette tierischen Ursprungs und Fleisch als jene mit geringerem Ernährungswissen. Des Weiteren wurde ein häufigerer Konsum von Obst, Gemüse, Kartoffeln, Ölen, Milch und Fischen sowie ein geringerer Verzehr von Weißbrot bei Teilnehmern mit sehr gutem oder gutem Ernährungswissen festgestellt. Es konnten keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Alter, Ernährungswissen oder Ernährungsverhalten und der Gedächtnisleistung beobachtet werden. SCHLUSSFOLGERUNG: Ernährungsinformation und Ernährungswissen können die Nahrungsmittelauswahl positiv beeinflussen. Es besteht jedoch Bedarf an weiteren Studien, vor allem Längsschnittstudien, mit differenzierterer Stichprobe, um den tatsächlichen Einfluss der Ernährung auf die Förderung und Erhaltung der Gedächtnisleistung zu ermitteln.

Zusammenfassung (Englisch)

BACKGROUND: Recent studies showed contradicting findings regarding to the association of nutrition knowledge and dietary behaviour. Furthermore the impact of food on cognitive functions is contradictory. This raises the question of the relevance of information on improving nutritional knowledge and further more on diet related behaviour. The importance of nutrition on the promotion and maintenance of cognitive functions is also under investigation. OBJECTIVES: The purpose of the thesis was to evaluate nutritional knowledge, dietary behaviour and memory performance of study participants. In addition, research was carried out on the impact of nutritional knowledge on dietary behaviour with a special focus on the promotion and maintenance of cognitive functions. METHODS: Together with the Institute for Social Medicine at the Medical University Vienna a program was designed to improve and maintain cognitive functions. The aim was to achieve this through optimizing nutrition knowledge and behaviour. The cross-sectional study was carried out in five provinces in Austria with a study population of 217 men and 788 women aged 58,4 14,0 years. To investigate nutrition knowledge, dietary behaviour and cognitive functions, questionnaires were distributed and data was collected. RESULTS: Women are generally more interested in information on nutrition than men and tend to acquire information more regularly. As a result, women showed significantly better nutritional knowledge. Women had mainly satisfactory and men mostly had sufficient knowledge about nutrition related topics. Participants who gathered information more frequently showed better knowledge than others did. Furthermore, the level of education was - on the contrary to BMI and age - significantly associated with nutritional knowledge. For most of the participants, making a healthy choice was their main concern in their food selection.

Women in general had healthier eating patterns then men. They had chosen to eat fruit, cereals and milk products more frequently, whereas men reported a higher consumption of sausages and alcohol. Results suggest that there is an influence of nutritional knowledge on food choice.

Participants with better knowledge showed a higher intake of cheese and cereals and a lower consumption of animal fats and meat products compared to those with lower nutritional knowledge. Additionally participants with very good or good nutritional knowledge showed a higher consumption of fruit, vegetables, potatoes, oils, milk and fish.

Age, nutritional knowledge and dietary behaviour were not associated with cognition and memory function. Acquiring information on nutrition and its subsequent increase on nutritional knowledge can have a positive impact on food choice. CONCLUSION: Further research is needed in particular longitudinal study designs with a more differentiated sample to examine the effect of nutrition on the promotion and maintenance of cognitive function and memory.