Titelaufnahme

Titel
Die Anatomie der pharyngealen Weichteile im lateralen Fernröntgen nach Oberkieferdistraktion bei LKG Patienten / eingereicht von Daniela Rathpoller
Verfasser / VerfasserinRathpoller, Daniela
Begutachter / BegutachterinSinko, Klaus
Erschienen2010
Umfang70 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Distraktionsosteogenese / Distraktion der Maxilla / LKG Patient / Distraktor / pharyngeale Veränderungen / Weichgewebsveränderungen / Fernröntgenanalyse / Haberler / Hollmann
Schlagwörter (EN)distractionosteogenesis / distraction of the maxilla / cleft patient / distractor / pharyngeal changes / changes of the soft tissue / x-ray analysis / Haberler / Hollmann
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1361 Persistent Identifier (URN)
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Die Anatomie der pharyngealen Weichteile im lateralen Fernröntgen nach Oberkieferdistraktion bei LKG Patienten [3.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung Eine nicht unbeträchtliche Anzahl an LKG-Patienten (10 - 30 %) benötigt nach Abschluss des Wachstums einen orthognath-chirurgischen Eingriff zur Behandlung einer Pseudoprogenie. Als operativen Eingriff bieten sich hierzu die Le-Fort-I-Osteotomie bzw. die bimaxilläre Osteotomie an.

Die Distraktion des Oberkiefers bei LKG-Spaltpatienten hat sich in den letzten Jahren als Alternative zur bimaxillären Osteotomie etabliert.

Während über die Veränderung der Hartgewebe durch Distraktion oder Osteotomie einiges in der Literatur berichtet wird, gibt es über die Veränderung der pharyngealen Weichteile und des Velums nur wenige Arbeiten. Bis heute gibt es zusätzlich noch kein einheitliches Analyseverfahren für die Vermessung der Weichteile des Pharynx und des weichen Gaumens.

Ziel dieser Studie war es die Langzeitveränderungen der Weichteile des Pharynx durch die Distraktion bei Patienten, die nach dem Wiener Konzept nach Hollmann primär behandelt wurden, zu analysieren.

Die Studienpopulation umfasste 11 Patienten, 5 Frauen und 6 Männer, im Alter von 15 - 40 Jahren. 7 Patienten hatten eine einseitige Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, 1 Patient eine beidseitige Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, 2 weitere eine isolierte Gaumenspalte und 1 Patient litt am Apert-Syndrom mit einer Gaumenspalte. Alle Patienten wurden im Zeitraum zwischen 2000 und 2005 wegen einer Pseudoprogenie mittels enoraler Oberkieferdistraktion therapiert.

Laterale Fernröntgen wurden präoperativ, nach vollständiger Distraktion, nach Distraktorentfernung, 1 Jahr sowie 2-3 Jahre nach Distraktorentfernung angefertigt. Die kieferorthopädisch relevanten Punkte wurden mittels Digitizer in die GAMMA Dental-Software eingegeben.

Dann wurden sie mittels klassischer kieferorthopädischer Analysen sowie einer neuen Methode zur Analyse der Pharynxstrukturen nach Haberler/Hollmann ausgewertet.

Es konnte eine konstante Vorverlagerung der Maxilla sowie eine permanente Ausdehnung der Pharynxgröße zwischen der Maxillarebene und der Okklusionsebene festgestellt werden. Beim pharyngealen Weichgewebe, welches sich unterhalb der Okklusionsebene befand, zeigten sich jedoch keine signifikanten Veränderungen. Auch die Schädelbasis wurde durch die Distraktion der Maxilla nicht beeinflusst. Jedoch konnten bei der Kieferrelation und den Winkeln, die in Beziehung mit der Maxilla stehen, wieder signifikante Veränderungen beobachtet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract Quite an amount of cleft patients (10-30%) need an orthognatic-surgical intervention when they are mature to treat the maxillary retrusion.

Therefore the LeFort-I-osteotomie or the bimaxillary osteotmie are performed to correct the retruded maxilla. The distraction of the upper jaw of patients with a repaired cleft has been established as an alternative treatement method during the last years as well. There are some publications in recent literature which report about the effect of distraction or osteotomie on hard tissue but there is view information about the effect on pharyngeal soft tissue or the soft palate. Furthermore until today there is still no unified analysis system for the measurement of the pharyngeal soft tissue or the soft palate.

The aim of this study was to analyse the long term alteration of the pharyngeal soft tissue through distraction of patients treated based on the Vienna concept by Hollmann.

The examined population included 11 patients consisting 5 women and 6 men aged 15 to 40 years. 7 patients showed a unilateral cleft lip and palate, one patient presented a bilateral cleft lip and palate, 2 patients had an isolated cleft of the palate and 1 patient suffering from the Apert syndrome also had a cleft of the palate. These patients were treated over a period from 2000 to 2005 by enoral distraction of the maxilla because of a retruded maxilla.

Lateral x-rays were made before surgery, after complete distraction, after removal of the distractor as well as one year and two to three years after distractor removal.

Orthodontic relevant measuring points were entered through Digitizer into GAMMA dental software. Afterwards the data were evaluated by classical orthodontic analysis as well as by a new method by Haberler/Hollmann to analyse the structures of the pharynx.

As a result a constant anterior movement of the maxilla and a permanent widening of the pharyngeal depth between maxillary plane and occlusion plane were found. Considering the pharyngeal tissue below the occlusion plane no significant changes were found. The base of the skull haven't been influenced by the distraction of the maxilla too. But at the relation of the jaw and the angles which are in relation with the maxilla, significant changes have been observed.