Titelaufnahme

Titel
Reinigende Wirkung unterschiedlicher Lasersysteme im apikalen Wurzeldrittel mit oder ohne Anwendung von Spülflussigkeiten - eine rasterelektronische Pilot-Studie / eingereicht von Barbora Hlavajova
VerfasserHlavajova, Barbora
Begutachter / BegutachterinMoritz, Andres ; Goharkhay, Kawe
Erschienen2010
Umfang75 Bl. : Ill.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Laser / Spüllösung / Wurzelkanal / Smearlayer / Endodontologie / TiO / NaOCl / Dentintubuli
Schlagwörter (EN)laser / rinsing solution / root canal / smear layer / endodontology / tio / naocl / dentinal tubules
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4911 Persistent Identifier (URN)
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Reinigende Wirkung unterschiedlicher Lasersysteme im apikalen Wurzeldrittel mit oder ohne Anwendung von Spülflussigkeiten - eine rasterelektronische Pilot-Studie [3.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Reinigende Wirkung unterschiedlicher Lasersysteme im apikalen Wurzeldrittel mit oder ohne Anwendung von Spülflüssigkeiten - eine rasterelektronische Pilot-Studie ZIEL:

In dieser Pilotstudie wurde die reinigende Wirkung unterschiedlicher Lasersysteme im apikalen Wurzeldrittel mit und ohne Verwendung von Spülflüssigkeiten untersucht. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entfernung des Smear-Layers gelegt. Der Langzeiterfolg einer Wurzelbehandlung hängt von der Entfernung der Keime im Wurzelkanal und dem Wurzeldentin und des Smear-Layers ab. Material und Methode: 90 extrahierte menschliche Zähne (Prämolaren und Molaren) wurden nach endodontischer Aufbereitung auf ISO-Größe 70 mit 17% EDTA gespült und anschließend mit Papierspitzen getrocknet. Die Bestrahlung erfolgte mittels Nd:YAG-Laser (1064nm), Er,Cr:YSGG-Laser (2780nm) oder KTP-Laser (532nm). Es wurden 3 Testgruppen zu jeweils 30 Zähnen gebildet. Jede Testgruppe wurde in drei weitere Untergruppen zu jeweils 10 Zähnen aufgeteilt. Vor jeder Bestrahlung wurde entweder in die Wurzelkanäle eine Spülflüssigkeit (destilliertes Wasser, Titanoxidgel oder 1% NaOCl) appliziert oder es wurde trocken gearbeitet (jeweils eine Untergruppe pro Laser). Zur Behandlung wurde die optische Faser (200 m) in den Wurzelkanal bis zum Apex eingeführt. Nach Aktivierung des Lasers wurden die Wurzelkanäle mit langsamen, spiralförmigen Bewegungen von apikal nach koronal bestrahlt. Jede Wurzel erhielt 5 Bestrahlungszyklen aus jeweils 5 Sekunden Bestrahlung und 10 Sekunden Pause, in der neuerlich destilliertes Wasser, Titanoxidgel oder 1% NaOCl appliziert wurde.

Anschließend wurden die Zähne längs der Zahnachse geschnitten und mittels eines Rasterelektronenmikroskops bei 100 facher und 2000 facher Vergrößerung ausgewertet.

Ergebnisse: Proben, die mit NaOCl und Nd:YAG-Laser oder Er,Cr:YSGG-Laser behandelt wurden, zeigten Rissbildungen, ungereinigte Dentintubuli und vorhandenen Smear-Layer. Ein ähnliches Ergebnis konnte auch bei trockener Nd:YAG-Laserbestrahlung beobachtet werden. Bei Er,Cr:YSGG-Laser sowohl trocken als auch mit destilliertem Wasser wurden die Proben nicht optimal gereinigt.

Am Gründlichsten wurden die Dentintubuli vom Smear-Layer bei KTP-Laser mit Titanoxidgel und bei Nd:YAG-laser mit destilliertem Wasser befreit.

Schlussfolgerung: In dieser Pilotstudie konnte festgestellt werden, dass bei Verwendung von KTP-Laser mit Titanoxidgel sowie bei Nd:YAG-Laser mit destilliertem Wasser, eine effiziente Entfernung des Smearlayers und frei liegenden Dentintubuli ohne Schäden an der Wurzelkanaloberfläche zu erzielen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

Cleansing effect of different laser systems in the apical third of the root canal with and without application of rinsing solutions - an environmental scanning electron microscopic pilot study Objective:

The aim of this pilot study was to investigate the cleansing effect (removal of smear layer) of three laser systems in the apical third of the root canal with and without application of a rinsing solution. The long-term success of endodontic therapy often fails due to remaining bacteria in the root canal or dentinal tubules and a sufficient elimination of the smear layer. Material and Methods:

In total 90 human teeth were prepared. The roots were instrumented up to ISO 70 by K-Files, irrigated with 17% EDTA and dried by paper points.

Samples were irradiated by 3 laser systems: Nd:YAG-Laser (1064nm), Er,Cr:YSGG-Laser ( 2780nm) and KTP-Laser (532nm). The teeth were divided into three groups of 30 samples, every group was again divided into three subgroups of 10 samples. Each laser system irradiated one group without any solution (dry) and two groups were rinsed with one solution (distilled Water, TiO-gel or 1% Sodium hypochlorite) and irradiated with a 200 m fiber tips.

The teeth were irradiated with 1.5 W under a constant apical-coronal movement for 5 seconds with 5 recurrences and with breaks of 10 seconds in between. Again rinsing solution was applied during the breaks into the root canal. Every tooth was split longitudinally and examined under an environmental scanning electron microscop.

Results:

Teeth treated with NaOCl and Nd:YAG-Laser or Er,Cr:YSGG-Laser showed cracks on the root canal walls, smear layer was not eliminated and dentin tubules were not open. Similar results gave the Nd:YAG-Laser without a solution (dry). Optimal cleansing was not achieved by the Er,Cr:YSGG-Laser. Dentin tubules were only free from smear layer by the use of KTP-Laser in combination with TiO-gel and by Nd:YAG-Laser with distilled water.

Conclusion:

The use of KTP-Laser with TiO-Gel and Nd:YAG-Laser with distilled water did not destroy the root canal surface, eliminated smear layer and opened dentinal tubules.