Titelaufnahme

Titel
Überprüfung und Aufrechterhaltung des theoretischen notfallmedizinischen Wissens von Zahnmedizinstudenten / eingereicht von Stefanie Haiden
VerfasserHaiden, Stefanie
Begutachter / BegutachterinHolzer, Michael
Erschienen2010
Umfang101 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Notfallmedizin / Wissen / Retention / Zahnmedizin / Student
Schlagwörter (EN)emergency medicine / knowledge / retention / dentistry / student
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6106 Persistent Identifier (URN)
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Überprüfung und Aufrechterhaltung des theoretischen notfallmedizinischen Wissens von Zahnmedizinstudenten [0.85 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung:

Da allgemeinmedizinische Notfälle in zahnärztlichen Ordinationen keine Seltenheit darstellen, sollte ein Zahnarzt mit sowohl theoretischen als auch praktischen notfallmedizinischen Grundfertigkeiten vertraut sein.

Im Zuge ihrer Ausbildung werden Zahnmedizinstudenten an der Medizinischen Universität Wien im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungen über theoretisches notfallmedizinisches Wissen unterrichtet und praktische Fertigkeiten trainiert. Das Ziel der Arbeit war, den Wissensgewinn durch eine solche notfallmedizinische Lehrveranstaltung und die Wissensretention über vier Wochen zu untersuchen.

Methoden:

Im Rahmen von zwei notfallmedizinischen Lehrveranstaltungen wurden 18 Zahnmedizinstudenten zur theoretischen Wissensüberprüfung jeweils vor und vier Wochen nach Besuch des Kurses herangezogen. Die beiden online-Fragebögen im Multiple choice-Format enthielten 20 Fragen zum theoretischen notfallmedizinischen Wissen über die häufigsten Notfälle in zahnärztlichen Ordinationen. Die Ergebnisse der beiden Fragebögen wurden mit Hilfe des McNemar-Tests verglichen und weiter nach den Kriterien Geschlecht, Art der Lehrveranstaltung und Besuch zusätzlicher Kurse aufgeteilt und mittels Fisher's Exact-Tests untersucht.

Ergebnisse:

Es wurden durchschnittlich 64,2% der Aufgaben des ersten Fragebogens richtig beantwortet, und im Mittel 60,6% des zweiten Fragebogens. In den Teilgebieten gab es signifikante Verbesserungen in den Bereichen "Verhältnis von Herzdruckmassage zu Beatmung" (p=0,0455), "Anaphylaxie" (p=0,0159) und "Myokardinfarkt/Angina pectoris" (p=0,0026), während sich die Ergebnisse der Fragen zu Epilepsie (p=0,0002) und Basic Life Support (p=0,0162) verschlechterten.

Unterschiede bei einem Vergleich der Geschlechter, der Art der Lehrveranstaltung und zwischen den Gruppen, die nach Besuch zusätzlicher Kurse aufgeteilt wurden, konnten nicht aufgezeigt werden Diskussion:

Neben der offensichtlichen Notwendigkeit, die notfallmedizinische Ausbildung der Studenten während des Studiums zu verbessern, lässt sich daraus jedoch auch ableiten, dass das notfallmedizinische Wissen von praktizierenden Zahnärzten wahrscheinlich ebenfalls nicht ausreichend ist. Aus diesem Grund sollten regelmäßige Notfallkurse für niedergelassene Zahnärzte verpflichtend eingeführt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction:

Emergencies are not rare events in dentists' surgeries. So, dentists should be familiar with resuscitation knowledge and skills. Students of dentistry at the Medical University Vienna are educated theoretically and practically in emergency medicine. The aim of this paper is to analyse the improvement of knowledge after attending a course about medical emergencies and its retention after four weeks. Methods:

Attending one of two courses about medical emergencies 18 dentistry students were tested about their theoretical resuscitation knowledge via online multiple choice-tests before and four weeks after attending the particular course. Both questionnaires consisted of twenty questions concerning the knowledge about the most common emergencies in dental offices. The results were compared by means of the McNemar-test and Fisher's exact-Test considering the factors sex, kind of course and attendance of additional courses.

Results:

On average 64.2% of the tasks of the first questionnaire and 60.6% of the second test were answered correctly. Significant improvements in the fields "Ratio of chest compressions to ventilation" (p=0,046), "Anaphylaxis" (p=0,016) and "Myocardial infarction/angina pectoris" (p=0,003) could be achieved, while the results in "Epilepsy" (p=0,0002)and "Basic life support" (p=0,016) decreased. Differences between the groups "male/female", "refresher/basic course" and "no additional courses attended/additional courses attended" could not be confirmed.

Conclusion:

In addition to a necessary improvement of the students' training in medical emergencies, it may be concluded that the knowledge of dentists on emergencies might not be sufficient. Therefore it could be argued that compulsive repetitive refreshing courses for dentists on medical emergencies after graduation should be established.