Titelaufnahme

Titel
Der Raucherstatus von Zahnärzten in Wien / eingereicht von Veronika Matejka
VerfasserMatejka, Veronika
Begutachter / BegutachterinNeuberger, Manfred
Erschienen2014
Umfang61 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Rauchen / Prävalenz / Ex-Raucher / Nie-Raucher / Zahnärzte / Raucherstatus
Schlagwörter (EN)smoking / prevalence / former smoker / dentists / cessation / never smoker
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1271 Persistent Identifier (URN)
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Der Raucherstatus von Zahnärzten in Wien [2.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit war es erstmals, den Raucherstatus der Wiener Zahnärzte zu erfassen und selbigen in Hinblick auf Alter und Geschlecht mit der Wiener Allgemeinbevölkerung und Ärzten anderer Fachrichtungen zu vergleichen. Einleitung: Rauchen verursacht neben Erkrankungen des Herzkreislaufsystems und der Lunge auch eine große Zahl oraler Krankheiten. Parodontitis und Wundheilungsstörungen nach chirurgischen Eingriffen zählen zu den am meisten verbreiteten. Rauchen ist auch maßgeblich an kanzerösen Geschehnissen im Mund- und Rachenraum beteiligt. Zahnärzte sollten nicht nur orale Erkrankungen erkennen und behandeln, sondern auch versuchen deren Entstehung zu verhindern. Sie haben durch ihr nahes Verhältnis und den regelmäßigen Kontakt zu ihren Patienten eine gute Position um Rauchern zu empfehlen aufzuhören. Methoden: Es wurde eine Zufallsstichprobe von 18% aller in Wien zugelassen Zahnärzte (220 Personen), sowohl selbständig als auch angestellt, befragt. Diese sollten ausschließlich angeben, ob sie aktuell rauchen, das Rauchen aufgegeben haben, oder nie Zigaretten konsumiert haben. Da das Alter ein wesentlicher Faktor und für die Justierung beim Altersgruppenvergleich erforderlich ist, wurden die Befragten auch ersucht über ihr Alter Auskunft zu geben. Es wurde eine Liste aller in Wien tätigen Zahnärzte erstellt. Die Zahnärzte wurden mit einer Zufallszahl versehen und danach sortiert. Die ersten 240 wurden für die Studie herangezogen. Die Daten zum Raucherstatus der Allgemeinbevölkerung wurden von der letzten Befragung der Statistik Austria übernommen.

Ergebnisse: Die Antwortrate betrug 100%. Unter den Zahnärzten sind 19,5% Raucher, 39,1% Ex-Raucher und 41,4% Nie-Raucher. Bei den Zahnärztinnen sind es 17,4% Raucher, 23,9% Ex-Raucher und 58,7% Nie-Raucher. Männliche Zahnärzte rauchen signifikant weniger (p<0,01). Zwischen Zahnärztinnen und Wienerinnen ließ sich kein signifikanter Unterschied feststellen.

Zahnärztinnen rauchen häufiger als andere Wiener Ärztinnen und zeigen keinen Anstieg der Ex-Raucherquote ab 50 Jahren wie ihre männlichen Kollegen. Besorgniserregend hoch ist auch der Raucheranteil unter angestellten männlichen Zahnärzten und unter Studenten und Studentinnen der Universitätszahnklinik.

Conclusio: In mehreren Studien wurde gezeigt, dass Zahnärzte zwar das Rauchverhalten ihrer Patienten dokumentieren, aktuell aber wenige Interventionen unternehmen, um ihre Patienten davon zu entwöhnen. Sie raten durchaus, dass man aufhören sollte zu rauchen, Therapien und Verlaufskontrollen zählen Zahnärzte aber nicht zu ihren Aufgaben. Um das zu verbessern wäre ein gezieltes Training und bessere Bezahlung von Therapiesitzungen sinnvoll. Studenten der Universitätszahnklinik sollten kostenlose Entwöhnungskurse angeboten werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The main goal of this study was to survey the smoking prevalence of Viennese dentists for the first time and compare it with the smoking prevalence of Vienna's population with respect to gender and age. The comparison with Viennese physicians' smoking prevalence was also part of the study.

Background: Apart from cardiovascular and pulmonary diseases smoking causes many oral diseases. Periodontitis and wound healing problems after oral surgery are quite common. Smoking is also a major cause for oral cancer.

Dentist should not only diagnose and treat diseases but also try to prevent their occurrence. Because of their close relationship and frequent patients' contact dentists are in a strong position to advise cessation. Methods: A random sample of 18% of Vienna's dentists was interviewed.

Employed and self-employed persons were both part of the study. They were asked if they were current smokers, former smokers or never-smokers. The dentists were also asked to give information about their age, to enable age-adjusted comparisons with other groups.The comparative figures of the general population were taken from the last survey of Statistik Austria.

Results: The response rate was 100%. 19,5% of all male dentists were smokers, 31,1% former smokers and 41,4% have never smoked. In the female group 17,4% smoked currently, 23,9% earlier and 58,7% never. Among male dentists there were significantly fever smokers (p<0,01) compared with the general population of Vienna, while there was no significant difference between female dentists and Viennese women in. Female dentists smoke more frequently than Viennese physicians and do not show an increase of smoking cessation after an age of 50 years like male dentists. Worrying is also the high smoking rate of male dentists employed and of male and female students at the Vienna University Clinic of Dentistry. Conclusion: It has been shown in many studies, that dentists document the smoking behaviour of their patients but rarely intervene. They advise sometimes to stop smoking but don't account cessation therapy as part of their work. Dentists need better training in smoking cessation and remuneration for smoking interventions. Students should be offered free smoking cessation courses in dental clinics.