Titelaufnahme

Titel
Implantate im parodontalgeschädigten Gebiss / eingereicht von Alexandra Maschek
Verfasser / VerfasserinMaschek, Alexandra
Begutachter / BegutachterinUlm, Christian
Erschienen2010
Umfang98 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Implantate / Parodontitis / Halbwinkeltechnik / Rechtwinkeltechnik / Röntgen / Patienten
Schlagwörter (EN)implants / periodontitis / right angle technique / bisecting angle technique / x- ray / patients
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3036 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Implantate im parodontalgeschädigten Gebiss [5.06 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

I Zusammenfassung In der vorliegenden Arbeit wurde die Aussagekraft der Halbwinkeltechnik zur Beobachtung des periimplantären Knochenabbaues bei Parodontitis-Patienten untersucht. Dies wurde anhand von in großen Zeitabständen angefertigten Kontrollröntgenbildern in Halbwinkeltechnik aus Ordinationen niedergelassener Zahnärzte angefertigt. In dem praktischen Teil der Arbeit wurden die Kleinbilder in Halbwinkeltechnik angefertigten Kleinbilder von elf Patienten mit insgesamt dreiundzwanzig Implantaten analysiert, die an einer chronischen Parodontitis litten.

Aussagen zur Befundbarkeit des periimplantären Knochenabbaus sollte dokumentiert werden. Anhand von statistischen Auswertungen wurde der an den Halbwinkelröntgen zu beobachtende Rückgang des periimplantären Knochens beschrieben. Zur Bestimmung des Knochenrückgangs wurde bei den Kleinbildröntgen der Abstand zwischen der Implantatoberkante, die zum Abutment gerichtet ist und der Endteil des Implantates, der dem Apex eines nativen Zahnes entspricht bzw. der Knochenkante und des "Apex des Implantates" gemessen. Die beiden Abstände wurden in mm gemessen und anschließend in einen einheitslosen Prozentwert in Form einer Schlußrechnung in Relation gesetzt.

Zum besseren Verständnis werden die Ergebnisse in eine Hauptgruppe, sowie in 2 Untergruppen aufgelistet:

1. Die Differenzen des Knochenabbaues zwischen 1. und 2. Messung 2. Die Differenzen des Knochenabbaues zwischen 1. und 2. Messung mit Nachuntersuchungsdauer von über 4 Jahren 3. Die Differenzen des Knochenabbaues zwischen 1. und 2. Messung mit Nachuntersuchungsdauer von unter 4 Jahren Die zeitlichen Abstände der erfolgten Nachuntersuchungen und damit der Vermessungspunkte war bei den Probanden nicht homogen oder geordnet.

Eine statistische Auswertung über die Zeit hat ergeben, daß bei kurzen Abständen der Untersuchungszeiträume (unter 4 Jahren) vereinzelt ein Rückgang zu beobachten war, sich aber statistisch ein Knochenrückgang nicht nachweisen ließ. Bei längeren Untersuchungszeiträumen (über 4 Jahre) ließ sich der Knochenabbau signifikant nachweisen. Dies bedeutet, dass in einem Zeitraum von über 4 Jahren auch mit Halbwinkeltechnik ein Knochenrückgang verifiziert werden kann. Unter 4 Jahren ist diese Art der Projektion ungeeignet.

Folgende Fehlerbilder können bei der Halbwinkeltechnik beobachtet werden:

1. Vermessungsfehler aus dem Röntgenbild heraus 2. Projektionsfehler durch Verkippen des Tubus und damit verbunden keine Rechtwinkeligkeit sowie Parallelität der Röntgenstrahlen gegenüber der Bildebene durch die Krümmung des Bildes.

3. Geometrischer Fehler auf Grund der Zentralprojektion und den damit verbundenen Effekten Aus den Ergebnissen der Studie ergeben sich folgende Empfehlungen:

Die am besten geeignete Röntgentechnik für die Begutachtung des periimplantären Knochenabbaus ist die Rechtwinkeltechnik, da die Halbwinkeltechnik zu ungenau für die Befundung von periimplantären Knochenrückgang ist.

Die Verwendung der Halbwinkeltechnik kann man erst größere periimplntäre Knochenverluste diagnostizieren, geringe Knochenverluste - wie in meiner Arbeit gezeigt - bleiben verborgen. Weiters empfiehlt es sich vor allem bei Patienten mit einer Parodontitis zumindest einmal im Jahr ein Kleinbildröntgenstatus zur Kontrolle in Rechtwinkeltechnik gemacht werden sollte.

Zusammenfassung (Englisch)

II Abstract This study examines the obversations made with the Bisecting angle technique when testing periimplant bone loss in patients suffering for periodontitis. The information was obtained from several dental practices where the control x-rays in Bisecting angle technique were studied of over a long period of time.

The practical part of the Study analyses the small film taken in Bisecting angle technique on eleven patients with a total of twenty-two implants, who suffer from chronic parodontitis. The peri implant bone density loss will be documented. From the statistical evaluation of the Bisecting angle x-ray the decline of peri implant bone loss will be described.

In order to evaluate the bone density decline the small film x-ray was focused to measure the distance between the implant upper edge in the direction of the abutment and the end part of the implant which compares to the apex of a natural tooth, respectively the bone edge and Apex of the implants". Both distances were measured in millimetres and then converted into a percentage.

This can be divided into one main group and two subgroups:

* Main group: the difference of bone loss between the first and the second measurement.

* Subgroup 1: the difference of bone loss between the first and the second measurement with follow-up examinations over a period of over 4 years * Subgroup 2: the difference of bone loss between the first and the second measurement with a follow-up examinations over a period of under 4 years.

The time factor between the control tests among the test persons was not homogenous or systematic. A statistical analysis over the period showed that where the control examinations were performed in shorter intervals (under 4 years) isolated decline was observed, but statistically the bone loss decline could not be proved. However, where longer control examination periods (over 4 years) were undertaken, the decline was clearly manifested. This means that where the control examinations are undertaken over more than a 4-year-period using the Bisecting angle technique a bone loss decline can be verified. Therefore using this type of survey is not suitable under 4 years.

Following errors can been seen by using bisecting angle technique:

Measurement faults taken from the x-ray picture.

Projection faults because of the non parallelism and the fact of no right angle technique and the curve of the pictures that are taken in the mouth of the patient. Geometrical faults caused by the phenomenon of central projection and the associated effects.

These suggestions can be noticed:

The best way to diagnose periimplant bone loss is right angle technique because bisecting angle is an imprecise method for this.

Only little bone loss is diagnosable with right angle technique. Large defects can be noticed by using bisecting angle technique. Therefore it is logical, that it could be too late for a periodontal treatment if the dentist does not see the beginning of periodontitis.

Patients, suffering on periodontal disease, should see the dentist once a year for taking small film x-rays in right angle technique.