Titelaufnahme

Titel
Molarendistalisierung mittels palatinal verankerter Minischrauben zur Korrektur von Klasse II Malokklusionen / eingereicht von Anne Wunderlich
Verfasser / VerfasserinWunderlich, Anne
Begutachter / BegutachterinFreudenthaler, Josef
Erschienen2012
Umfang56 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Molaren / Maxilla / Distalisierung / TopJet / skelettale Verankerung / Klasse II / Malokklusion
Schlagwörter (EN)molar / distalization / maxilla / TopJet / skeletal fixing / malocclusion / dental class II
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3881 Persistent Identifier (URN)
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Molarendistalisierung mittels palatinal verankerter Minischrauben zur Korrektur von Klasse II Malokklusionen [1.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Die TopJet-Apparatur ist eine intraoral skelettal verankerte kieferorthopädische Distalisierungsmechanik für Molaren im Oberkiefer zur Korrektur einer Klasse II Malokklusion.

Das Ziel der Studie war die Untersuchung der Wirkung der TopJet-Apparatur. Ein systematischer Literaturvergleich überprüfte die Effektivität der TopJet-Apparatur im Vergleich zu anderen intraoralen Distalisierungsmechaniken.

Methode: Oberkiefergipsmodelle von 15 behandelten Patienten (alle von Dr. Heinz Winsauer in seiner Praxis in Bregenz behandelt) standen für die Vermessung zur Verfügung. Die Modelle, die vor und nach der Distalisierungsphase angefertigt wurden, wurden zu jeweils 2 verschiedenen Zeitpunkten in einem Abstand von 2 Wochen in zufälliger Reihenfolge mit einer analogen Schiebelehre vermessen. Die statistische Analyse erfolgte mit dem Programm SPSS 19.

Ergebnis: Die Distalisierung der ersten Molaren der Maxilla war statistisch signifikant und betrug 4,0 2,2 mm in einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 6,1 Monaten. Pro Monat wurden durchschnittlich 0,8 0,6 mm distalisiert. Statistisch nicht signifikant waren die Unterschiede der Messergebnisse vor und direkt nach der Behandlung der Rotation der ersten Oberkiefermolaren, sie betrugen -1,4 6,7. Transversale Veränderungen der ersten Molaren waren statistisch signifikant und betrugen zwischen der Mediansagittallinie und dem mesiobukkalen Höcker 0,9 1,2 mm, bei der zentralen Fossae 1,1 1,1 mm und bei dem distobukkalen Höcker des ersten Molaren 0,9 0,9 mm.

Schlussfolgerung: Die Messergebnisse zeigen, dass die TopJet-Apparatur eine Alternative zu anderen sowohl intra- als auch extraoral verankerten Distalisierungsmechaniken ist. Die Distalisierung der ersten Oberkiefermolaren war statistisch signifikant und fand mit einer ausschließlichen Verbreiterung des oberen Zahnbogens ohne signifikante Rotation der ersten Molaren statt.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction: The TopJet-appliance is an intraoral skeletally anchored distalization mechanic to correct a class II malocclusion.

The purpose of this study was to investigate the efficiency oft the TopJet-appliance. A literature review demonstrates the efficiency compared to other intraoral distalization devices.

Methods: Dental maxillary casts of 15 patients (treated by Dr. Heinz Winsauer, Bregenz) were available for investigation. Pre- and posttreatment casts were measured randomly each at two different timepoints with a distance of two weeks. The measurements were made with a digital sliding caliper. The statistical analysis was performed with SPSS software.

Results: The study confirmed the effectiveness of the TopJet-appliance for translatory distalization of the first maxillary molars (4,0 2,2 mm). The mean treatment- time was 6,1 months; mean distalization per month was 0,8 0,6 mm. The difference of pre- and post measurements concerning rotation of the first maxillary molars were statistically not significant (-1,4 6,7). Transversal alterations of the first molars were statistically significant: 0,9 1,2 mm between the mediansaggittal line and the mesiobuccal cusp, 1,1 1,1 mm between the mediansaggittal line and the central fossae and 0,9 0,9 mm between the mediansaggittal line and the distobuccal cusp.

Conclusion: The results demonstrate, that the TopJet-appliance is a valid alternative to intra- and extraorally anchored distalization mechanics. The distalization of the first maxillary molars was statistically significant and came with slight expansion of the upper arch without significant rotation of the first molars.