Titelaufnahme

Titel
In vitro Vergleich der Genauigkeit der Arbeitslängenbestimmung bei der Wurzelkanalaufbereitung mit TRI Auto ZX® / eingereicht von Marlene Müller-Herancourt
Verfasser / VerfasserinMüller-Herancourt, Marlene
Begutachter / BegutachterinMoritz, Andreas
Erschienen2011
Umfang77 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Endodontie / TRI Auto ZX® / Wurzelkanalaufbereitung / Endomotor / Raypex 5® / Arbeitlängenbestimmung / Apexlocator
Schlagwörter (EN)endotontic therapy / TRI Auto ZX® / root canal treatment / Endomotor / Raypex 5® / working length determination / Apexlocator
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3110 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
In vitro Vergleich der Genauigkeit der Arbeitslängenbestimmung bei der Wurzelkanalaufbereitung mit TRI Auto ZX® [4.38 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einführung:

Die Messröntgenaufnahme zur Kanallängenbestimmung besitzt 2 fundamentale Kritikpunkte. Einerseits ist sie fragwürdig, weil sie ein ursprünglich dreidimensionales Geschehen in ein zweidimensionales Bild mit allen Ungenauigkeiten, wie z.B. Überlagerungen, Abweichungen des Zentralstrahls etc., umwandelt. Anderseits bietet sie nur eine unzureichende Darstellung der apikalen Konstriktion. Radiologischer und physiologischer Apex stimmen in der Regel nicht überein. Die exakte Bestimmung der Arbeitslänge ist jedoch in der endodontischen The-rapie von grosser Bedeutung. Dies hat zur Entwicklung von elektronischen Apexlocatoren bzw. in weiterer Folge zu Endomotoren mit integrierten Apexlocatoren geführt.

Ziel der Diplomarbeit: Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den Endomotor der neuesten Generation TRI Auto ZX® (J. Morita MFG Group CORP., Japan) mit der traditionellen Methode (Apexlocator und da-nach Endomotor) in Bezug auf die Genauigkeit der Arbeitslänge in vitro zu untersuchen und zu vergleichen.

Material und Methoden:

Für die Durchführung der Versuchsreihe wurden 80 Kanäle von extrahierten menschlichen Zähnen verwendet. Zähne mit Wurzelkaries, Frakturen oder undurchgängigen Kanälen wur-den vom Versuch ausgeschlossen. Nachdem eine Reinigung und Kariesentfernung der Zähne stattgefunden hatte, wurden die Kanäle nummeriert und randomisiert in 2 Gruppen zu je 40 Kanälen eingeteilt. Die Versuchsreihe bestand aus 3 Arbeitsschritten pro Gruppe.

Nach jedem Arbeitsschritt wurde ein digitales Röntgenbild mit einer in dem Kanal inserierten Feile ge-schossen.

Im ersten Arbeitsschritt wurde bei beiden Gruppen eine visuelle Arbeitslängenbestimmung durchgeführt.

In einem zweiten Arbeitsschritt wurde bei den Zähnen beider Gruppen eine endometrische Arbeitslängenbestimmung mittels Raypex 5® durchgeführt (Goldstandard). Die Genauigkeit des Raypex 5® wird in der Literatur zwischen 91,5% und 100% angegeben (1).

Im dritten Arbeitsschritt wurden die Kanäle der ersten Gruppe mit der traditionellen Methode aufbereitet (die durch den Raypex 5® erhaltenen Arbeitslängen wurden mittels Stopper auf der Feile eingestellt und mit einem handelsüblichen Endomotor und Nickel-Titan-Feilen (Pro Taper®) bis F3 aufbereitet. Die Kanäle der zweiten Gruppe wurden mittels TRI Auto ZX® und wiederum Nickel-Titan-Feilen (Pro Taper®) bis zur Größe F3 aufbereitet, wobei keine Stopper verwendet wurden. Alle Röntgenbilder wurden ausschließlich digital mit Hilfe der Rechtwinkeltechnik angefertigt. Die Messung erfolgte mit der Computersoftware Sidexis 2.2® am Monitor. Um statistisch vergleichbare Daten von allen Kanälen unter standardisierten Be-dingungen erheben zu können wurde am Bildschirm der Abstand der Stahlfeile zum radiolo-gischen Apex gemessen. Die erhobenen Daten wurden in Excel-Tabellen übertragen und sta-tistisch durch einen Kolmogorov-Smirnov-Test und einen Mann-Whitney-U-Test ausgewertet bzw.

durch verschiedene Diagramme graphisch dargestellt. Weiters wird die Methode nach Schneider (1971) angewendet um die Kanalkrümmung zu bemessen (2). Ausgewertet wird dies mit Hilfe eines Streudiagramms. Um physiologische Bedingungen rekonstruieren zu können erfolgte die elektronische Längenmessung (Apexlocator und TRI Auto ZX®) in einer speziell konstruierten Apparatur. Als Medium zur Übertragung der elektrischen Signale diente physiologische Kochsalzlösung, die sich in dieser Apparatur befand.

Ergebnisse:

Es gab keinen signifikanten Unterschiede (p=0.423) in Bezug auf die Arbeitslänge zwischen der Aufbereitung mit der herkömmlichen "traditionellen" Methode und der Aufbereitung mit dem Endomotor der neuesten Generation (TRI Auto ZX®). Nach Aufbereitung mit der traditionellen Methode lag die Feilenspitze im Durchschnitt 0,28mm +/- 0,24mm von der apikalen Konstriktion entfernt. Nach Aufbereitung mittels TRI Auto ZX® lag der durchschnittliche Abstand der Feilenspitze nach der Aufbereitung 0,13 mm +/- 0,14 von der der apikalen Konstriktion entfernt.

Während die Überinstrumentierung bei der traditionellen Aufbereitung 32,5 % betrug, lag sie bei der Aufbereitung mittels TRI Auto ZX® nur bei 2,5 %.

Schlussfolgerung: In Bezug auf die Arbeitslänge gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen der Aufbe-reitung mit TRI Auto ZX® und der Aufbereitung mit der traditionellen Methode. Zusätzlich erscheint subjektiv die Aufbereitung mittels TRI Auto ZX® leichter und schneller zu sein, da das Einstellen der Stopper nach jeder Instrumentengröße wegfällt und somit auch Behandler-fehler verringert werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

In vitro evaluation of the accuracy of working length determination during root canal treatment using TRI Auto ZX ® Aim of the study: The targeted objective of this study was an in vitro comparison of the pre-cision regarding the working length of the endomotor using TRI Auto ZX ® to the traditional method of root canal instrumentation (measurement with an apexlocator and then treatment with endomotor).

Material and methods: For the assembly of this study 80 root canals of extracted human teeth were used. Teeth with root caries, fractures or scleroted root canals werde excluded from the study. After all teeth were cleaned and gotten rid of caries the canals were numbered and divided into two groups each including 40 canals.

The test series consisted out of three separate working steps. A digital x-ray of the root canal was made after each step with an inserted root canal instrument.

Firstly the working length determination of both groups was determined.

In a second working step teeth of booth groups were conducted to an endometrical working length determination using Raypex 5 ® (gold standard).

The accuracy of Raypex 5 ® is denoted between 91,5% and 100% in specialist literature. (1) In the last step the canals of the first group were treated with the traditional method. The working length received through Raypex 5 ® was treated with a common endomotor and the ProTaper®- filesystem up to size F3.

The canals of the second group werde attended to with TRI Auto ZX ® and again with the ProTaper®- filesystem up to size F3.

All x-rays were measured and analyzed with the computer software Sidexis ®2.2. To achieve statistical data under standardized conditions the gap between the root canal instrument to the radiological apex was measured.

For the statistical evaluation the following test, Kolmogorov-Smirnov-Test and Mann-Whitney-U-Test, were applied.