Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Osteoporose auf die knöcherne Durchbauung von Knochenersatzmaterial im Rattenmodell / eingereicht von Cornelia Daneschits
VerfasserDaneschits, Cornelia
Begutachter / BegutachterinGruber, Reinhard
Erschienen2009
Umfang82 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Osteoporose / Augmentation / Knochenersatzmaterial / BioOss / Ratte / Calvaria / Methymethacrylathalbkugel / CT
Schlagwörter (EN)osteoporosis / augmentation / bone substitute / BioOss / rat / calvaria / methylmethacrylate-hemisphere / CT
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1974 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von Osteoporose auf die knöcherne Durchbauung von Knochenersatzmaterial im Rattenmodell [6.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zielsetzung: Aufgrund der immer höher werdenden Lebenserwartung und der zunehmenden Nachfrage nach Implantaten ist eine ständig steigende Anzahl osteoporotischer Patienten zu versorgen. Da für eine primär stabile Implantatinsertion und die erfolgreiche Osseointegration ein ausreichend dicker, ortsständiger Knochen erforderlich ist, wird vor der Implantation oftmals eine Knochenaugmentationen notwendig. Die knöcherne Integration von Knochenersatzmaterialien kann jedoch durch altersbedingte Veränderungen des Knochenumbaus, wie sie vor allem bei einer Osteoporose auftreten, beeinflusst sein. Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, ob bei osteoporotischen Ratten die Konsolidierung eines Knochenersatzmaterials beeinträchtigt ist.

Studiendesign: An der Schädeldecke von 10 ovariektomierten weiblichen Spraque-Dawley Ratten und 10 Kontrolltieren wurden knöcherne Defekte gesetzt und mit BioOss® gefüllte Methylmethacrylathalbkugeln fixiert.

Nach 4 und 8 Wochen wurden CT-Aufnahmen angefertigt. Die Knochenneubildung wurde an der Calvariaoberfläche und im Halbkugelhohlraum quantitiativ bestimmt und es wurde prozentual angegeben, bei wie vielen Präparaten es zu neu entstandenem Knochen gekommen war. Ergebnisse: Die Knochenneubildung an der Calvariaoberfläche war sowohl nach 4 als auch nach 8 Wochen bei den ovariektomierten Ratten im Vergleich zu den Kontrollen signifikant (p<0,05) höher. Im Halbkugelhohlraum war kein Unterschied feststellbar. Prozentuell bewertet war es nach 4 Wochen in der ovariektomierten Gruppe bei 67% der Präparate an der Calvariaoberfläche und bei 17% im Hohlraum zu Knochenbildung gekommen, bei den Kontrollen hingegen zu keiner. Nach 8 Wochen hatte sich bei den ovariektomierten Tieren in 83% der Präparate an der Calvaria und in 67% im Halbkugelhohlraum Knochen gebildet. In der Kontrollgruppe kam es in 20% an der Oberfläche und in 50% im Hohlraum zu Neubildung.

Conclusio: Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass durch die Verwendung von Halbkugeln aus Methylmethacrylat eine Anfertigung von CT-Aufnahmen zu verschiedenen Zeitpunkten möglich ist. Unerwarteter Weise war die Knochenneubildung bei den ovariektomierten Ratten deutlicher ausgeprägt als bei den Tieren der Kontrollgruppe. Es ist daher fraglich, ob das verwendete Modell dafür geeignet ist, mögliche Veränderungen im Bezug auf die Knochenregeneration postmenopausaler Frauen zu untersuchen.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective: Because of increasing life expectancy and popularity of dental implants, surgeons face a larger number of osteoporotic patients. For primary implant stability and successful osseointegration adequate thickness of the local bone is mandatory. Bone augmentation is often required to enlarge the alveolar ridge. Integration of bone substitutes can be altered because of age-related changes of the bone remodelling which is a hallmark of osteoporosis. Objective of this study was to determine whether consolidation of bone substitutes is influenced by osteoporosis in a rat model. Study design: Bony defects were created in the calvaria of 10 ovariectomized Spraque-Dawley rats and 10 control animals and methylmethacrylate-hemispheres filled with BioOss® were fixed. After 4 and 8 weeks CT-radiographs were carried out. The occurrence of newly formed bone on the calvaria and in the space covered by the hemispheres was evaluated. Data are expressed as the percentage of specimens where newly formed bone was present.

Results: After 4 and 8 weeks the rate of newly formed bone on the calvaria of the ovariectomized rats in comparison to the control group was statistically significant (p<0.05) higher. Under the hemispheres there was no difference certifiable. After 4 weeks the biopsies of the ovariectomized animals appeared in 67% at calvaria and in 17% under the hemisphere newly formed bone. In the control group was no new bone present. After 8 weeks bone formation was observable in the ovariectomized group in 83% of the preparations on the calvaria and in 67% under the hemispheres, in the control group in 20% on the calvaria and in 50% under the hemispheres.

Conclusions: The methylmethacrylate-hemisphere-model allows taking CT-radiographs at different time points. Unexpectedly the ovariectomized rats showed a higher osteogenic potential compared to the healthy controls. It is thus questionable whether the model represents the situation in postmenopausal women.