Titelaufnahme

Titel
Eine histomorphometrische Auswertung der Knochen-Neubildung in der Umgebung von Diclofenac-hältigen Polylactidstäben im Femur der Ratte / eingereicht von Julia Wöss
VerfasserWöss, Julia
Begutachter / BegutachterinWatzak, Georg ; Tangl, Stefan
Erschienen2009
Umfang52 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Knochenregeneration / Ratte / Diclofenac-Sodium / Polylactid / histomorphometrische Auswertung / entzündungshemmende Wirkung / resorbierbare Implantate
Schlagwörter (EN)bone regeneration / rat / Diclofenac-Sodium / Polylactide / histomorphometric evaluation / antiinflammatory effect / resorbable implants
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1834 Persistent Identifier (URN)
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Eine histomorphometrische Auswertung der Knochen-Neubildung in der Umgebung von Diclofenac-hältigen Polylactidstäben im Femur der Ratte [0.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ossäre Implantate werden in der modernen Medizin zur rigiden Fixation von komplizierten Brüchen eingesetzt. Resorbierbare Materialien stellen eine sinnvolle Weiterentwicklung dieser Technik dar, da ein Zweiteingriff zur Entfernung des Implantats nach abgeschlossener Knochenheilung nicht mehr notwendig ist. Ziel diese Studie war es, die Auswirkung eines entzündungshemmenden Zusatzes auf die Knochenneubildung um resorbierbare Implantate im Rattenmodell zu ermitteln. Die in der vorliegenden Studie verwendeten Implantate sind aus Polylactid-co-Glycolid (PLGA) gefertigt, wobei als entzündungshemmender Zusatz Diclofenac, ein nichtsteroidales Antiphlogistikum, beigemengt wurde. Insgesamt wurden 36 Ratten behandelt, die jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Einer Gruppe wurden mit Diclofenac kombinierte Stäbe, der anderen Gruppe unbehandelte Stäbe in den Femurschaft implantiert. Die Liegedauer betrug jeweils 3, 6 und 12 Wochen. Die nach der Opferung entnommenen Gewebepräparate wurden zur weiteren Beurteilung mittels der Trenn-Dünnschlifftechnik nach Donath(1988) [5] bearbeitet. Die Präparate wurden histomorphometrisch ausgewertet, um die neu gebildete Knochenmenge zu ermitten, und statistisch auswerten zu können. Es wurden vier Untersuchungsregionen definiert (Markraum dorsal/ventral, kortikalisnahe Region dorsal/ventral) und die Knochenneubildung nach 3, 6 und 12 Wochen miteinander verglichen. Es ergaben sich keine signifikanten Unterschiede in der Menge an neugebildetem Knochen zwischen den Gruppen mit und ohne Diclofenac während der ersten 12 Wochen. Ein signifikanter Unterschied zeigte sich allerdings im zeitlichen Heilungsverlauf. So kam es in der Gruppe ohne Diclofenac schon zwischen der 3. und 6. Woche zu einer Verringerung des neugebildeten Knochengewebes. In der Gruppe mit Diclofenac hingegen, kam es erst zwischen der 6. und 12. Woche zu einer signifikanten Verringerung des neugebildeten Knochengewebes. Diese Unterschiede waren jeweils auf den dorsalen Markraum begrenzt. Die Resultate im Rattenmodell zeigten, dass es keine signifikanten Unterschiede in der Knochenneubildung um resorbierbare Implantate mit und ohne Diclofenaczusatz gab. Es erscheint möglich, dass bei der Gruppe mit Diclofenac ein zeitlich verzögerter Umbau des regenerierten Knochengewebes vorliegt.

Zusammenfassung (Englisch)

Osseous implants are used for the rigid fixation of complex fractures in modern medicine. Resorbable materials represent a considerable improvement of this technology, since a second surgery to remove the implant after completed osseous healing is no longer necessary. The aim of this study was, to investigate the effect of an anti-inflammatory additive on bone regeneration around the resorbable implants in an animal experiment. The implants which were used in this study are made of polylactide-co-Glycolid(PLGA). Diclofenac, a nonsteroidal antiphlogistic, was added to the implants. Therefore, 36 rats were divided into two groups. In one group, rods containing Diclofenac were implanted in the shaft of the femur, in the other group, untreated rods were used. The animals of both groups were sacrificed after a treatment duration of three, six and twelve weeks.

After that, ground thin sections were made according to the method of Donath (1988)[5]. Finally, a histomorphometric evaluation was conducted to asses the amount of newly formed bone and to analyze the result statistically. Four Regions of Interest were defined (marrow space dorsal/ventral, area near to cortical bone dorsal/ventral) and new bone formation after 3, 6 and 12 weeks were compared. There were no significant differences regarding the amount of newly formed bone between groups with and without Diclofenac treatment after the same treatment duration. But there was a significant difference in the time course of bone healing. A decline in the amount of bone was found in the group without Diclofenac between the third and sixth week whereas this decrease occurred in the group with Diclofenac between the 6. and 12. week. These differences were only seen in the dorsal marrow space. The results in this experiment conducted in rats showed that there were no significant differences in the amount of newly formed bone around resorbable implants with and without Diclofenac. It seems possible that in the group with Diclofenac, there could be a time-delayed transformation of the regenerated bone tissue.