Titelaufnahme

Titel
Assessment of occupational hygiene, dust an endotoxin levels in the cotton industry of Faisalabad, Pakistan, and health effects in cotton workers / submitted by Abdul Wali Khan
Verfasser / VerfasserinKhan, Abdul Wali
Begutachter / BegutachterinMoshammer, Hans
Erschienen2015
UmfangXIV, 125 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Baumwolle / Endotoxin / Lungenfunktion / Zytotoxizität
Schlagwörter (EN)Cotton / byssinosis / spirometry / cytotxicity / endotoxine
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-645 Persistent Identifier (URN)
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Assessment of occupational hygiene, dust an endotoxin levels in the cotton industry of Faisalabad, Pakistan, and health effects in cotton workers [7.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Baumwollindustrie von Pakistan ist der zweitgrößte Arbeitgeber nach der Landwirtschaft mit 15 Millionen Arbeitnehmern. Die meisten Betriebe beachten kaum Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen und die Arbeiter sind zahlreichen Gefahren am Arbeitsplatz ausgesetzt.

Die Ziele der Studie waren die Identifizierung der häufigsten arbeitsbedingten Gefahren, die Erfassung der Auswirkungen durch Ermittlung von Symptomen und Lungenfunktionstests, die Messung von Baumwollstaub und Endotoxinen und die Dokumentation zellulärer Effekte mittels Mikrokerntest (Buccal Cytom Assay) von Mundschleimhautzellen. 47 verschiedene Baumwollspinnereien wurden untersucht und arbeitsbedingte Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen wurden mittels Checkliste dokumentiert. An 800 zufällig ausgewählten Arbeitern wurde ein strukturierter Fragebogen verabreicht, der zuvor in einem Pilotverfahren getestet worden war. Spirometrie wurde an einer Teilstichprobe von 109 exponierten Arbeitern und 52 Kontrollpersonen durchgeführt. Luftgetragene Baumwollstäube und ultrafeine Partikel wurden an 54 Punkten in unterschiedlichen Typen von Baumwollfabriken gemessen. Luftproben wurden mittels Pumpe auf Glasfaserfilter gezogen und die Stäube darauffolgend auf Endotoxin (n = 75) und ausgewählte Pestizide (n = 10) untersucht. Proben von Mundschleimhautzellen wurden von 51 Webern und 51 nicht-exponierten Personen gesammelt; die Objektträger wurden gefärbt und fixiert und mikroskopisch im Hellfeld und unter Fluoreszenz untersucht. Die Arbeitsbedingungen in fast allen kleinen Webereien und in der überwiegende Mehrheit der großen und mittleren Fabriken in Faisalabad waren unter den internationalen Standards der Berufssicherheit und Hygiene und die Arbeitnehmer waren in der Regel verschiedenen beruflichen Belastungen und Verletzungsgefahren ausgesetzt. Die Staubbelastung war generell und insbesondere in den kleinen Webereien ("Power Looms") stark erhöht und überschritt mehrheitlich internationale Arbeitsplatzgrenzwerte. Der Endotoxingehalt war in Spinnereien und die Konzentration ultrafeiner Partikel war in großen kompakten Verarbeitungsfabriken am höchsten. Symptome der Baumwollstaublunge (Byssinosis) wurden häufiger von Arbeitnehmern in kleinen Spinnereien und Webereien berichtet. Arbeitnehmer in kleinen Webereien zeigten schlechtere Lungenfunktionstests im Vergleich zu ihren Kollegen aus Großbetrieben und der Kontrollgruppe. Signifikant erhöhte Mundschleimhautzellzahlen mit Anomalien, die Anzeichen von Zytotoxizität darstellen, wurden bei den Webern bereits nach einer Expositionsdauer von 2-9 Jahren gefunden, während Kernschäden, welche Indikatoren gentoxischer Schäden darstellen, erst nach 20 Jahren Berufsdauer in Webereien (auch nach Kontrolle des Alters) signifikant zugenommen hatten. Es besteht dringender Bedarf an Verbesserung der Arbeitsbedingung in der Baumwollindustrie von Pakistan. Dies verpflichtet sowohl die staatliche Kontrolle als auch die privaten Eigentümer. Ein Schwerpunkt sollte in Zukunft auf den kleinen Webereien liegen. Einfache vorbeugende Maßnahmen wie z.B. das Tragen von Masken müssen gewährleistet sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Cotton industry of Pakistan is the second major employing sector after agriculture drawing 15 million workers. Most of the mills are not practicing occupational safety and hygiene measures and the workers are exposed to numerous occupational hazards. The study aimed to identify occupational hazards, to assess adverse effects by investigating symptoms and obtaining spirometric data, to measure cotton dust and endotoxin levels and to evaluate cellular effects on buccal cells through buccal micronucleus cytome assay. Fourty-seven different cotton mills were surveyed and occupational hazards and safety measures were observed through a survey check list. Eight-hundred workers were randomly selected and a pilot-tested structured questionnaire was administered. Spirometry was performed on a sub-sample of 109 exposed workers and 52 control subjects. Airborne cotton dusts and ultra-fine particles were measured from 54 different sampling points inside different types of cotton mills. Active air cotton dusts were sampled for endotoxin (n=75) and selected pesticides (n=10). Samples of exfoliated buccal cells were collected from 51 weavers and 51 non- exposed subjects; the slides were stained and fixed and were evaluated microscopically under both bright field and fluorescence. Working conditions in almost all small scale weaving mills and in the vast majority of large and medium scale mills in Faisalabad were below international standards of occupational safety and hygiene and workers in general were exposed to different occupational hazards. All types of cotton dusts and particulate matters were vastly higher, particularly in power looms, than occupational guideline levels. Endotoxin levels were higher in spinning mills and ultra-fine particles were higher in large processing and large compact factories. Byssinotic symptoms were more frequently reported by workers in small weaving, medium weaving and in spinning mills. Workers in small weaving mills demonstrated poorer pulmonary function tests compared to their peers from large mills and the control group. Nuclear anomalies reflecting cytotoxicity were significantly elevated in weavers even in the lowest category of exposure duration of 2-9 years, while nuclear aberrations indicating genetic events were increased only after 20 years or more of work in the power looms. There is urgent need for improvement in the working condition of cotton industry at both government and private owner levels with particular focus in small weaving mills in Pakistan. Simple preventive measures e.g., wearing masks need to be ensured.