Titelaufnahme

Titel
Einfluss von festsitzender kieferorthopädischer Behandlung auf den parodontalen Status bei Parodontitispatienten - eine retrospektive Studie / eingereicht von Elisabeth Schöffl
VerfasserSchöffl, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinRausch-Fan, Xiaohui
Erschienen2015
Umfang90 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Parodontitis / festsitzende kieferorthopädische Behandlung / Sondierungstiefen / Attachmentlevel
Schlagwörter (EN)periodontitis / fixed orthodontic treatment / probing depths / attachment level
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1969 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von festsitzender kieferorthopädischer Behandlung auf den parodontalen Status bei Parodontitispatienten - eine retrospektive Studie [1.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, die Auswirkung von festsitzender kieferorthopädischer Behandlung auf die Sondierungstiefen und das klinische Attachmentlevel bei Patienten mit chronischer oder aggressiver Parodontitis zu überprüfen und den zusätzlichen Einfluss von schlechter Mundhygiene und Nikotinkonsum, welche als Risikofaktoren für Parodontitis gelten, zu ermitteln. Dazu wurden 46 Patienten in die Studie eingeschlossen, welche nach abgeschlossener Parodontitistherapie im Rahmen des Wiener Parodontologischen Konzeptes der Universitätszahnklinik Wien eine festsitzende kieferorthopädische Behandlung erhielten.

Zur Analyse und Auswertung wurden Daten aus parodontalen Staten, welche einmal jährlich im Rahmen der parodontalen Behandlung an der Universitätszahnklinik Wien erhoben wurden, herangezogen. Es wurden die Sondierungstiefen und das klinische Attachmentlevel vor, während des 1. und 2. Jahres der kieferorthopädischen Therapie und nach Abnahme der festsitzenden Apparatur verglichen. Weiters konnten durch die regelmäßig erhobenen Mundhygieneindices (API, PBI) und die Raucheranamnese Rückschlüsse auf den Einfluss der genannten Risikofaktoren auf die Sondierungstiefen und das klinische Attachmentlevel während festsitzender kieferorthopädischer Therapie gezogen und Vergleiche zwischen weiblichen und männlichen Personen vorgenommen werden. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass eine festsitzende kieferorthopädische Behandlung negativen Einfluss auf den parodontalen Status ausübt und dass dieser Effekt mit zunehmender Behandlungsdauer zunimmt. Bei Rauchern und bei männlichen Patienten zeigten sich darüber hinaus im Vergleich zu Nichtrauchern und Frauen erhöhte Sondierungstiefen und ein erhöhter Attachmentverlust. Der Faktor schlechte Mundhygiene sollte im Rahmen künftiger Studien einer genaueren Betrachtung unterzogen werden, wobei das Auswertungsverfahren bzw. die Darstellungsform des Zusammenhanges zwischen API und Sondierungstiefen bzw. Attachmentlevel Optimierungspotential enthalten.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this study was to verify the effect of fixed orthodontic therapy on the pocket depths and on the attachment level of 46 patients who suffer from aggressive or chronic periodontitis.

The data used for the analysis and evaluation was taken from index cards and periodontal examination results. The used data was continuously collected during the periodontal treatment of every patient at the Dental Clinic in Vienna.

All the included patients received a fixed orthodontic treatment after the periodontal therapy was completed in the context of the Viennese Periodontical Concept. The pocket depths and the attachment loss were compared before, while and after the orthodontic treatment when the brackets were finally taken off. Moreover conclusions on the influence of the individual risk factors for periodontitis, such as smoking and poor oral hygiene, were drawn from the gathered mouth hygiene indices (API, PBI) and the anamnesis. Furthermore the difference between male and female patients was clarified. The results of the study have shown that fixed orthodontic treatment may have a detrimental effect on the periodontal status. The longer the orthodontic treatment takes, the worse is the effect on the periodontium.

In the present study smokers and male patients showed higher attachment loss and higher probing depths than non-smokers and women. In future studies there should be a detailed examination of the mouth hygiene indices (API, PBI) in conjunction with the attachment loss and the probing depths. More precisely the statistical analysis and the description of the data have to be improved.