Titelaufnahme

Titel
Die Wirkung der Akupunktur auf die Schmerzsymptomatik bei Patienten mit myofascialem Schmerzsyndrom Die Entwicklung eines standardisierten Punkteprogrammes / eingereicht von Farnusch Kamali
VerfasserKamali, Farnusch
Begutachter / BegutachterinPiehslinger, Eva
Erschienen2008
Umfang65 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Zahnmedizin / Mundakupunktur / Akupunktur / TCM / TMD / myofasciales Schmerzsyndrom / Komplementärmedizin / Schmerztherapie
Schlagwörter (EN)dentistry / oral acupuncture / CAT / TMD / myofascial pain / pain treatment / acupuncture / TCM
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1624 Persistent Identifier (URN)
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Die Wirkung der Akupunktur auf die Schmerzsymptomatik bei Patienten mit myofascialem Schmerzsyndrom Die Entwicklung eines standardisierten Punkteprogrammes [0.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Eine repräsentative retrospektive Auswertung von Therapieverläufen von Mundakupunktur nach der Very-Point-Methode bei einer Probandenzahl von n=146 bzw.

Sitzungszahl von n=307. Untersuchung der Daten auf Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Alter und Zeitintervall zwischen den Sitzungen und dem Behandlungserfolg.

Material und Methode: 146 PatientInnen einer niedergelassenen Zahnärzin, die Mundakupunktur praktiziert und diplomierte Therapeutin für Akupunktur und Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde ist. Das Patientenkolletiv ist zwischen 14 und 85 Jahre alt (Durchschnittsalter ca. 47 Jahre) und umfasst 115 weibliche und 31 4 männliche Teilnehmer. Ausgewertet wurden die Werte sechs willkürlich gewählter Muskelpalpationspunkte, die unmittelbar vor und nach der Sitzung auf Druckdolenz untersucht wurden. Die Schmerzskala ist vierstellig (0=kein Schmerz, 1=wenig Schmerz oder seitenungleiches Empfinden, 2=mittlerer Schmerz, 3=starker Schmerz). Die ein bis vier Sitzungen fanden zwischen 2000 und 2005 statt. Es wurde im Rahmen der Mundakupunktur die Very-Point-Methode angewendet. Die Injektion von Carbostesin 0,25% wurde mit einer BD Micro-Fine + U-100 Insulinspritzen 1ml=0,33mm (29G) x 12,7 mm intraoral durchgeführt. Zusätzlich wurden Nadeln mit der Bezeichnung Seirin Akupunktur Nadel Nr.3 (0,20x 15mm) im extraoralen Punkt Dickdarm 4 gesetzt.

Die statistische Auswertung erfolgt im Programm Excel mittels einseitigem gepaarten TTest und SPSS mittels allgemeinem linearen Modell auf dem Signifikanzniveau 􀀁 = 0,05.

Ergebnisse: Der Behandlungserfolg ist bei jeder Sitzung hochsignifikant.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Geschlecht oder Alter mit dem Behandlungserfolg.

Der maximale Schmerz und der Durchschnittsschmerz aller Muskeln aller Patienten, die mindestens zwei Mal erschienen sind, sinkt signifikant mit der zweiten Sitzung, in Abhängigkeit von der Zeit, die zwischen erster und zweiter Sitzung liegt (maximaler Erfolg 15 bis 90 Tage nach der ersten Sitzung). Die Annahme des maximalen Effektivitäts- Intervalls kann als bestätigt angesehen werden. Conclusio: Die Mundakupunktur eignet sich sehr gut als analgetische Akuttherapie bei myofascialem Schmerzsyndrom bzw.

craniomandibulärer Dysfunktion. Sie eignet sich auch schmerzmodulierende Begleittherapie.

Zusammenfassung (Englisch)

Purpose: To assess the effect of oral acupuncture on myofascial pain in the head and neck using the "Very-Point-Method".

Method: The results of a standard questionnaire from patients undergoing oral acupuncture, reporting their subjective pain before and after the intervention, were analyzed. 146 patients of a certified dentist, with a diploma in acupuncture and CAT (complementary and alternative therapies) participated in this study.

The patients, 115 female and 31 male, were aged between 14 and 85 years (mean 47).

Responses about the 3 pain in six standard points of muscle-palpation were evaluated before and after each treatment. The pain score was a four-point numeric rating scale (0=no pain, 1=lateral difference or little pain, 2=tenderness/pain on pressure, 3=spontaneous excruciating pain).

Each patient had one to four therapy sessions between 2000 and 2005, for a total of 307 therapeutic sessions. Oral acupuncture was performed by the Very-Point-Method, using intra-oral injection of 1 mL carbostesin 0,25% with a BD Micro-Fine + U-100 insulin syringe. Additionally, a Seirin acupuncture needle Nr.3 was set in the extra-oral, distant point Large Intestine 4. The statistical analysis was done in Excel by paired t-test and in SPSS by a general linear model procedure on a statistical significance level of 0.05.

Results: Mean and maximum post-treatment pain scores were significantly lower the pretreatment values (p =x). There was no correlation between the therapeutic improvement in regard to age or gender. The maximum pain score and the average pain score of every muscle and every patient, who had at least two acupuncture sessions, decreased significantly as early as the second session. Shorter intervals had a greater impact on pain reduction. Maximum improvement in pain was within a period of 15 to 90 days between the first and second session.

Conclusion: Oral acupuncture may be useful as an acute analgesic therapy for myofascial pain syndrome of the head and neck. Improved results were seen with shorter intervals between treatment. Further studies may help to elucidate the optimal frequency and number of treatments.