Titelaufnahme

Titel
Analyse des velopharyngealen Abschlusses in der Magnetresonanztomographie und in der Pharyngo-Laryngoskopie bei Lippen-, Kiefer-, Gaumenspaltpatienten / eingereicht von Katharina Pilz
VerfasserPilz, Katharina
Begutachter / BegutachterinBaumann, Arnulf ; Sinko, Klaus
Erschienen2008
Umfang103 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte / MRT / Pharyngo-Laryngoskopie / Analyse / Sprache
Schlagwörter (EN)cleft palate / MRI / pharyngo-laryngoscopy / analysis / speech
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6618 Persistent Identifier (URN)
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Analyse des velopharyngealen Abschlusses in der Magnetresonanztomographie und in der Pharyngo-Laryngoskopie bei Lippen-, Kiefer-, Gaumenspaltpatienten [2.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Sprache von Patienten mit einer Gaumenspalte ist oft durch schlechte Verständlichkeit gekennzeichnet. Der Grund dafür liegt unter anderem im inkompletten velopharyngealen Abschluss.

Daher befasst sich diese Diplomarbeit mit der Analyse des velopharyngealen Abschlusses bei Lippen-, Kiefer-, Gaumenspaltpatienten (LKG-Patienten) in der Magnetresonanztomographie (MRT) und in der flexiblen transnasalen Pharyngo-Laryngoskopie (Nasopharyngoskopie).

Die Diplomarbeit stützt sich dabei auf die Daten der unter der Leitung von Dr. K. Sinko durchgeführten Studie "Evaluierung der Sprache und Vermessung der oberen Luftwege und des Mittelgesichtskomplexes bei LKG-Patienten operiert nach dem "Wiener Konzept" nach Hollmann". An der Studie haben fünfzig LKG-Patienten im Alter von acht bis fünfunddreißig Jahren teilgenommen, die anhand einer fünfstufigen Likertskala34) in drei Gruppen eingeteilt wurden (Versuchsgruppe 1, Versuchsgruppe 2, ausgeschlossene Patienten).

Analysiert wurden die Ruheposition, der velopharyngeale Abschluss, die Form des Velums, die Verschlussmechanismen und Hilfsmechanismen des velopharyngealen Abschlusses.

Bei der Analyse der Ruheposition ist kein signifikanter Mittelwertsunterschied zwischen Versuchsgruppe 1 und Versuchsgruppe 2 festgestellt worden. Sowohl in der MRT als auch in der Nasopharyngoskopie war ein inkompletter velopharyngealer Abschluss bei k/kikariki-ArtikulationD) fast ausschließlich in der Versuchsgruppe 1 zu finden. Ein Zusammenhang zwischen Sprache und Funktion des velopharyngealen Abschlusses wurde somit bestätigt.

Die Vermessung des weichen Gaumens ergab, dass lange Vela hauptsächlich in der Versuchsgruppe 2 zu finden waren, dicke Vela hingegen in der Versuchsgruppe 1. Ein "Knickphänomen" während Kontraktion wurde bei 66% der Studienteilnehmer beobachtet.

Eine Unterstützung durch Zunge oder Pharynxhinterwand bei der Bildung des velopharyngealen Abschlusses wurde bei 54% der Studienteilnehmer beobachtet.

Weder in der MRT noch in der Nasopharyngoskopie konnte ein signifikantes Verteilungsmuster der Verschlussmechanismen zwischen Versuchsgruppe 1 und Versuchsgruppe 2 festgestellt werden.

Hervorzuheben ist, dass die MRT eine noninvasive und vor allem nicht strahlenbelastende Untersuchung ist, die es ermöglicht, quantitative Messungen durchzuführen. Die Nasopharyngoskopie hingegen zeichnet sich vor allem durch einfache Durchführbarkeit und die Möglichkeit einer qualitativen Beurteilung aus. Eine Kombination dieser zwei Methoden ist zukünftig bei der Diagnosestellung des velopharyngealen Abschlusses bei LKG-Patienten empfehlenswert.

Zusammenfassung (Englisch)

Speech is marked by poor comprehensibility in patients with a cleft palate. The reason, among other factors, is incomplete velopharyngeal closure.

We present an analysis of velopharyngeal closure in patients with a cleft lip, jaw and palate on magnetic resonance tomography (MRI) and on flexible trans-nasal pharyngo-laryngoscopy (nasopharyngoscopy).

The thesis is based on data collected by Dr. K. Sinko during his study entitled "Evaluation of speech and measurement of the upper respiratory tract and the mid-facial complex in patients with a cleft lip, jaw and palate operated on according to Hollmann's Viennese concept." Fifty patients with a cleft lip, jaw and palate aged 8 to 35 years participated in the study. The patients were divided into three groups (test group 1, test group 2, excluded patients) on the basis of a five-point Likert scale30.

Resting position, velopharyngeal closure, the shape of the velum, closure mechanisms and auxiliary mechanisms of velopharyngeal closure were analyzed.

Analysis of resting position showed no significance difference in mean values between the test group 1 and the test group 2.

On MRI as well as nasopharyngoscopy, incomplete velopharyngeal closure in k/kikariki articulation was only observed in the test group 1. Thus, no association was found between speech and the function of velopharyngeal closure.

Measurement of the soft palate revealed long vela mainly in the test group 2 while thick vela were predominantly found in the test group. A "kinking phenomenon" during contraction was observed among 66% of the study participants.

Support of the tongue or the posterior wall of the pharynx during velopharyngeal closure was noted in 54% of the study participants.

A significant distribution pattern in closure mechanisms between the test group 1 and the test group 2 was observed neither on MRI nor in nasopharyngoscopy.

It should be noted that MRI is a non-invasive and irradiation-free investigation permitting quantitative measurement. Nasopharyngoscopy, on the other hand, is marked by its simple execution and the fact that it permits qualitative assessment. A combination of these two methods is recommended for the diagnosis of velopharyngeal closure in patients with a cleft lip, jaw and palate.