Titelaufnahme

Titel
Zahngesundheit bei Patienten mit Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms im oberen Aerodigestivtrakt zwischen 6 Monaten und 5 Jahren nach Therapie / eingereicht von Stefanie Loidl
VerfasserLoidl, Stefanie
Begutachter / BegutachterinSchneider-Stickler, Berit ; Bertl, Kristina
Erschienen2014
Umfang75 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kopf-Hals-Tumoren / Parodontitis / Karies / orale Komplikationen / Tumornachsorge / Entzündung / Risikofaktoren / TNM-Klassifikation
Schlagwörter (EN)head and neck cancer / periodontal disease / oral complication / tumor follow-up / inflammation / risc factor / tnm-classification
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6516 Persistent Identifier (URN)
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Zahngesundheit bei Patienten mit Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms im oberen Aerodigestivtrakt zwischen 6 Monaten und 5 Jahren nach Therapie [1.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates nach Tumortherapie beeinflussen die orale Funktion und somit die Nahrungsaufnahme sowie die allgemeine Gesundheit, und stellen einen chronischen Entzündungsherd dar. Das Ziel dieser Querschnittsstudie war es, einen Überblick über die dentale und parodontale Situation nach erfolgter Tumortherapie eines Plattenepithelkarzinoms im oberen Aerodigestivtrakt, sowie retrospektiv Daten über die dentale Versorgung vor Tumortherapie zu erheben.

Patienten und Methoden Auf der Univ. Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (Medizinische Universität Wien) willigten 38 Patienten zur Teilnahme an dieser Studie ein. Alle Probanden erhielten einen Fragebogen, in dem die zahnärztliche Versorgung vor und nach Tumortherapie, die tägliche Mundhygiene, Gewohnheiten, wie Rauchen und Alkoholkonsum, und soziale Fragen über Bildung, Einkommen und Familienstand abgefragt wurden. Des Weiteren wurden der DMF-T-Index, sowie klinische (CPITN, Schweregrad nach CDC / AAP Kriterien) und radiologische (alveoläre Knochenverlust) parodontale Parameter erhoben.

Resultate Einen zahnärztlichen behandlungsbedürftigen Zustand nach Tumortherapie wiesen 90 % der untersuchten Patienten auf. Mindestens ein kariöser Zahn wurde bei 75 % der Patienten diagnostiziert, wobei die durchschnittliche Anzahl der kariösen Zähne 4 betrug. Der durchschnittliche DMF-T-Index betrug 25,5. Einen CPITN von 3 oder 4 hatten 72 % der Patienten. Eine moderate Parodontitis wiesen 31 % der Patienten und eine schwere Parodontitis wiesen 47 % der Patienten auf.

Schlussfolgerung Die dentale und parodontale Situation nach Tumortherpie weist einen dringenden Behandlungsbedarf auf.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective Dental and periodontal diseases after tumor therapy affect oral function and in this term ingestion and general health. Additionally, they represent a chronic inflammatory situation. The aim of this cross-sectional study was to determine the dental and periodontal situation of patients after cancer treatment for squamous cell carcinoma in the upper aero-digestive tract. It was evaluated, whether the patient consulted a dentist prior to tumor therapy and, whether dental treatment was maintained after tumor therapy.

Patients and Methods Thirty-eight patients of the Department of Otorhinolaryngology (Medical University of Vienna) gave their written consent to participate in the present trial. All of the participants were asked on dental treatment before and after cancer treatment, daily oral hygiene, habits, such as smoking and alcohol consumption, education, income, and family status.

Furthermore, the DMF-T index, clinical (CPITN, disease severity by CDC / AAP criteria) and radiological (alveolar bone loss) periodontal parameters were determined.

Results Ninety percent of the examined patients presented necessity of dental treatment, 75 % had at least one decayed tooth, with on average of 4 decayed teeth. The average DMF-T-index was 25.5. Seventy-two percent showed a CPITN of 3 or 4 and 31 % of the patients presented moderate and 47 % severe periodontitis.

Conclusion The dental and periodontal situation of patients after tumor therapy presents to a high degree the necessity of dental treatment.