Titelaufnahme

Titel
Perkrestale Sinusbodenaugmentation mit rh-BMP-2 - eine Pilotstudie / eingereicht von Claudia Mercedes Rudelstorfer
VerfasserRudelstorfer, Claudia Mercedes
Begutachter / BegutachterinTepper, Gabor ; Kuchler, Ulrike
Erschienen2015
Umfang53 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)perkrestal / Sinusbodenaugmentation / rh-BMP-2 / Gel-Druck-Technik / BMP / dentale Implantate
Schlagwörter (EN)percrestal / sinusfloor elevation / rh-BMP-2 / Gel-Pressure-Technique / BMP / dental implants
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4443 Persistent Identifier (URN)
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Perkrestale Sinusbodenaugmentation mit rh-BMP-2 - eine Pilotstudie [6.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung Hintergrund: Der Verlust von Zähnen im posterioren Bereich der Maxilla kann zu Knochenresorptionen führen, die vor der Implantation eine Augmentation erforderlich machen. Das rekombinante humane knochenmorphogenetische Protein-2 (rh-BMP-2) auf Kollagen als Trägermaterial wurde bereits erfolgreich für die Sinusbodenelevation mittels lateraler Fenster-Technik eingesetzt. Ziel der vorliegenden Studie war es, rh-BMP-2 als Augmentationsmaterial über einen minimalinvasiven Operationszugang (perkrestale Vorgehensweise) anzuwenden.

Material und Methoden: Bei sieben Patienten, die eine Restknochenhöhe von weniger als ca. 4mm (Spanne von 1,8 - 5,2mm) hatten, wurde der Sinusboden mittels der Gel-Druck-Technik und rh-BMP-2 augmentiert. Es wurden chirurgische Schablonen für die Messung der exakten Höhe und für die Festlegung der Punktionsstelle in den Sinusboden benutzt. Für die Erstellung der Schablonen dienten jeweils die CT Scans jedes Patienten.

Die CT Scans wurden zwei Wochen und sechs Monate postoperativ wiederholt, um die Veränderungen des Knochenvolumens zu untersuchen.

Nach der sechs monatigen Einheilung wurden Knochenbiopsien der augmentierten Region entnommen und an derselben Stelle Implantate inseriert. Die Implantate wurden nach vier Monaten Heilung prothetisch versorgt. Die individuelle Patientenmeinung ("patient centred outcomes") wurde im Rahmen der zwei Jahreskontrolle anhand der Visuellen Analog Skala (VAS) erhoben.

Ergebnisse: Die Veränderungen des Knochenvolumens zeigten einen medianen Gewinn von 558mm (Spanne von 128 - 1243mm). Bei zwei Patienten wurde keine signifikante Knochenzunahme beobachtet. Bei den Patienten ohne Zunahme des Volumens war eine Ruptur der Schneiderschen Membran wahrscheinlich. Beide Patienten klagten über postoperative Flüssigkeitsabgabe durch die Nase. Es zeigte sich weder im Sinus, oder in den benachbarten Regionen zusätzlicher Knochen. Anatomische Veränderung in der Schneiderschen Membran konnten auch nicht beobachtet werden. Nach sechs Monaten zeigten die Knochenbiopsien bei allen Patienten reifen Knochen. Die Studie zeigt, dass die Kombination von perkrestaler Sinusbodenelevation unter Verwendung der Gel-Druck-Technik und dem Gebrauch von rh-BMP-2 eine mögliche Behandlungsmethode ist.

Zusammenfassung (Englisch)

1 Abstract Purpose: The loss of teeth in the posterior maxilla can cause bone resorption which requires bone augmentation before implant placement.

Recombinant human bone morphogenetic protein-2 (rh-BMP-2) with a collagen carrier has been successfully used for sinusfloor elevation using the lateral window technique. Aim of the underlying study was to use rh-BMP-2 in a minimal invasive sinus floor elevation procedure (percrestal approach). Material and Methods: In eight patients with a residual bone height approximately less than 4mm (range from 1,8 to 5,2mm) the maxillary sinus floor was elevated using the gel pressure technique and rh-BMP-2 for the bone augmentation procedure. Surgical templates were used to measure the exact height in computed tomography (CT) scans and to define the accurate puncture of the sinus floor. The CT scans were repeated two weeks and six months postoperatively to document the changes of bone volume. After six months of healing, bone biopsies were taken and implants placed in the augmented area. Implants underwent prosthetic rehabilitation after additional four months of healing. Patient-centered outcomes were assessed in the two years follow up by means of a Visual Analog Scale (VAS).

Results: The changes in volume showed an average bone gain of 558mm (range from 128 to 1243mm). In two patients no bone gain was observed.

In those patients without bone gain a rupture of the Schneiderian membrane was likely, because patients reported loosing liquid through the nose postoperatively. Patients with a rupture of the membrane showed no bone in the sinus or adjacent regions, furthermore the Schneiderian membrane showed no anatomical changes. In all patients bone biopsies showed mature bone after six months of healing. Implants placed in the investigated region were restored after four months.

The study shows that the combination of percrestal sinus floor elevation using the gel pressure technique and the use of rh-BMP-2 is a possible treatment modality.