Titelaufnahme

Titel
Prospektive Untersuchung morphologischer Veränderungen im Kiefergelenk nach anteriorer Discusdislokation ohne Reposition / eingereicht von Georg Reichenberg
VerfasserReichenberg, Georg
Begutachter / BegutachterinPiehslinger, Eva
Erschienen2014
Umfang73 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Pseudodiscus / retrodiscale Fibrose / progressive Adaptation / Kiefergelenksschmerzevaluierung / klinische Funktionsanalyse / MRT-Auswertung
Schlagwörter (EN)Pseudodisc / retrodiscal fibrosis / progressiv adaptation / TMJ-pain evaluation / clinical funtional analysis / MRI-evaluation
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4776 Persistent Identifier (URN)
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Prospektive Untersuchung morphologischer Veränderungen im Kiefergelenk nach anteriorer Discusdislokation ohne Reposition [4.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die unter dem Begriff Funktionsstörungen oder craniomandibular disorders (CMD) zusammengefassten Erkrankungen sind mannigfaltig und multifaktorieller Genese. Eine der möglichen Ursachen ist eine akute anteriore Discusverlagerung ohne Reposition (ADD o. Rep.).

Kardinalsymptome dieser Erkrankung sind Kiefergelenksschmerz, in Ruhe und/oder bei Bewegung der Mandibula, sowie bei Palpation im lateralen und retrokondylären Gelenksbereich. Ein weiteres Symptom ist die Einschränkung der Translationsbewegung des Kondylus durch den vorgelagerten Discus und die Deflexionsbewegung zur kranken Seite.

Sowohl die Einschränkung der Mundöffnung als auch der Kiefergelenksschmerz nehmen im chronischen Zustand ab. (Mongini 1995).

Frühere Studien konnten zeigen, dass bei vorliegendem chronischem Zustand der ADD o.Rep. im retrodiskalen Anteil der bilaminären Zone morphologische Veränderungen im Sinne einer Fibrose und Gefäßneubildung stattfinden die in der Literatur als Pseudodiscus beschrieben werden (Katzberg 1986, Bumann 2000).

Die vorliegende Arbeit ist eine "follow up"- Studie bei 33 Patienten mit einer ADD o. Rep. in 40 Kiefergelenken. Sie wurden zwischen 2004 und 2008 klinisch und mit MRT erst untersucht, wobei eine ADD o. Rep. in einem oder beiden Kiefergelenken diagnostiziert wurde. Eine Zweituntersuchung fand im Jahr 2013 statt und wurde ebenfalls klinisch und mittels MRT erhoben. Beide Untersuchungen fanden ausschließlich im Kompetenzzentrum für Funktionsstörungen der prothetischen Abteilung der Bernhard Gottlieb Universität Wien bzw. im Diagnose Zentrum Urania statt. Es konnte so, ein bisher in der Literatur noch nicht beschriebener, genauer Untersuchungsablauf mit gleichen MRT-Geräten und Behandlern gewährleistet werden. Nach der zweiten klinische Untersuchung und Neuerhebung der Anamnese, wurde eine Schmerzevaluation auf Druckdolenzen im Kiefergelenk und in der prä-auriculären Region bei Mundöffnung und Mundschluss durchgeführt.

Die Teilnehmer wurden auch nach ihrer persönlichen Schmerzwahrnehmung befragt.

Bei 19 der 40 untersuchten Kiefergelenke, konnte eineretrodiscale Fibrose, im Sinne eines Pseudodiscus diagnostiziert werden.

Zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung hatten 31 von 33 TeilnehmernSchmerzen im TMJ. Nach 5- 8 Jahren,zum Zeitpunkt der Zweituntersuchung, waren 21Patienten schmerzfrei. In 80 % der Fälle konnte die Schneidekantendistanz (ROM) vergrößert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Diseases caused by functional disturbances in the temporomandibular joint (TMJ) are centralized under the definition of craniomandibular disorders (CMD). The causes are diversified and multifactorial originated. One possible reason is the acute anterior discdislocation without reduction (ADD.o. Rep.). Diagnosed by it s cardinal symptoms: severe pain in the TMJ while moving/resting mandible and during palpation of the lateral and retrocondyl region. Another symptom is the inhibition of the condyles translation movement caused by the obstacling anterior disc and a deflexion movement of the mandible to the effected side. Both, the limitation of mouthopening and the severe TMJ pain, decrease in chronical situation. (Mongini 1995).

According to precedending studies, due to chronical ADD without reduction, morphologic changes of the bilaminar zone, of the TMJ retrodiscal area, in terms of fibroses are witnessed (Katzberg 1986, Bumann 2000). The present work is a follow up- study over the examination of 33 patients with 40 pathologic TMJs. All individuals, who suffered from pain and limited mouthopening, where treated at the Competence Center for CMD of the prosthodontical Department of the Bernhard Gottlieb University of Vienna, in the period of 2004 to 2008 with a clinical and MRI first evaluation, thereby, a ADD without reduction in one or both TMJ was determined.

In 2013 a second clinical and MRI supported evaluation of these patients was conducted.

The radiological evaluations where performed only at the Diagnostic Center Urania Vienna (DZU). Hence of using the same examiners and the same MRI at both evaluationpoints, an accurate process of examination, to our knowledge in literature not formerly described, has been provided.

After a period of 5-8 years, in 19 of 40 TMJ with ADD o. Rep., a retro-discal fibrosis in terms of a pseudodisc could be certified. A correlation between pathologic shape of the articular disc and persistent pain in the TMJ was found.

In this follow up inspection, 21 of 31 patients, who showed severe pain at the first examination, where pain free. The range of motion (ROM) of the mandible could be increased in 80%.