Titelaufnahme

Titel
Überlebensrate von Implantaten in der augmentierten Kieferhöhle - eine retrospektive Vergleichsstudie von ein- vs. zweizeitigen Sinuslifts im Zeitraum von 2004-2009 / eingereicht von Miriam Bals
Verfasser / VerfasserinBals, Miriam
Begutachter / BegutachterinPommer, Bernhard
Erschienen2015
Umfang60 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Überlebensrate / Implantate / einzeitiger Sinuslift / zweizeitiger Sinuslift / Restknochenhöhe
Schlagwörter (EN)survival rate / Implants / 1-stage sinuslift / 2-stage sinuslift / residual bone height
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-7254 Persistent Identifier (URN)
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Überlebensrate von Implantaten in der augmentierten Kieferhöhle - eine retrospektive Vergleichsstudie von ein- vs. zweizeitigen Sinuslifts im Zeitraum von 2004-2009 [4.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung und Zielsetzung: Im Oberkiefer ist oftmals durch das verminderte Knochenangebot des Alveolarfortsatzes und der direkt darüber liegenden Kieferhöhle eine Implantation nicht ohne Weiteres möglich. Durch die operative Anhebung des Kieferhöhlenbodens (Sinuslift) kann ein adäquates Knochenlager geschaffen werden. Der Sinuslift gehört heute zu den Standardverfahren der Implantologie. Ziel dieser retrospektiven Studie war es herauszufinden, ob sich die Überlebensrate von Implantaten in der augmentierten Kieferhöhle im Vergleich von ein- zu zweizeitiger Vorgehensweise unterscheidet. Dies wurde untersucht in Abhängigkeit von Geschlecht, Raucheranamnese, möglicher Parodontitiserkrankung, Implantatposition, Zahnbreite, Länge des Implantats, Knochenqualität, Durchmesser des Implantats, Indikation des Eingriffs, Einheilmodus sowie des Implantationszeitpunktes.

Material und Methode: An der Akademie für Orale Implantologie in Wien wurden bei der vorgelegten Studie die Orthopantogramme von insgesamt 261 Patienten mit insgesamt 512 Implantaten ausgewertet. Im Zeitraum vom 1.04.2004 bis 31.12.2009 wurden von den gesetzten Implantaten 197 einzeitig inseriert und 315 zweizeitig. Ausgewertet und verglichen wurde das jeweilige Knochenangebot nach erfolgter Implantation anhand statistischer Untersuchungen im Vergleich der jeweiligen Augmentationsmethode in Bezug auf die oben genannten Parameter.

Ergebnisse: Von den 512 gesetzten Implantaten, abgesehen ob ein- oder zweizeitig, kam es zu 14 Explantationen (Explantationsrate insgesamt 2,7%). Von den 197 einzeitig augmentierten Implantaten sind 5 Implantate in einem Zeitraum von 4 Monaten bis ca. 7 Jahren explantiert worden (=2,5%). Bei den 315 zweizeitig augmentierten Implantaten, in einer Zeitspanne von 4 Monaten bis ca. 6 Jahren, kam es zu 9 Explantationen (= 3%). Diese Studie zeigt, dass weder ein ein- oder zweizeitiger Sinuslift eine höhere Explantationsrate aufweist, und keiner der untersuchten Parameter einen signifikanten Einfluss auf die Explantationsrate hat.

Eine signifikant erhöhte Entscheidungsrate zum zweizeitigen Sinuslift konnte bei Frauen (55,6%), Parodontitis (79,2%), Lückenbreiten von über 2 mm (56,5%), schlechter Typ IV Knochenqualität (75%), unbezahnter Kiefer (95,3%) und transgingivaler Einheilung (69,2%) festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Objectiv: Implants are today an indispensable part of dental care. Therefore the biggest achievement to increase a patients quality of life in terms of function und aesthetics. Because of the decreased bone and topographically seated near by antrum in the upper jaw, an Implantation in the alveolar crest is often not possible. By the operative raising the floor of the antrum (sinus lift) an adequate bone stock can be created. The sinus lift is one of the standard methods of implantology. The aim of this retrospective study was to find out whether the survival rate of implants in the augmented maxillary sinus compared, one- to two-stage procedure differs. This was investigated as a function of gender, smoking history, possible periodontal disease, implant position, tooth with, length of the implant, quality of the bone, diameter of the implant, indication of surgery, healing mode and the implantation timing.

Materials and Methods: At the Academy for Oral Implantology in Vienna, Orthopanogramme of a total of 261 patients were evaluated with a total of 512 implants in the present study. In the period from 1.04.2004 to 31.12.2009 197 implants were one stage inserted and 315 two-sided.

Evaluated and compared the respective bone after implantation was based on statistical studies compared the respective augmentation method in relation to the above parameters.

Results and Conclusion: Of the 512 implants placed apart if one or two periods, there were 14 explants ( explantation total 2,7% ). Of the 197 one-step augmented implants 5 implants are explanted during a period from 4 months to 7 years (=2,5%). The 315 two -time augmented implants , in a period of 4 months to about 6 years , there were 9 explantations (= 3%). This study shows that neither a single or a two- stage sinus lift has a higher explantatiorate, even none of the examined parameters has a significant impact on the explantation. A significantly increased decision rate for two-stage sinus lift was among women ( 55,6 % ) , periodontitis ( 79,2% ) , gap withs of more than 2 mm ( 56,5 % ) , poor type IV bone quality ( 75 % ) , edentulous jaw ( 95, 3 % ) and transgingival healing ( 69,2 % ) are found.