Titelaufnahme

Titel
Die Reproduzierbarkeit frontaler Körperstatik-Fotografien / eingereicht von Stefanie Brunner
Weitere Titel
The reproducibility of frontal body static fotographs
Verfasser / VerfasserinBrunner, Stefanie
Begutachter / BegutachterinCelar, Ales
ErschienenWien, 2016
Umfang65 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Reproduzierbarkeit / frontale Körperstatik-Fotografien / Körperstatik / Körperhaltung / Fotografien / craniomandibuläre Dysfunktion / Kieferorthopädie / Fragebogen
Schlagwörter (EN)reproducibility / frontal body static photographs / bodystatic / posture / photographs / craniomandibular dysfunction / orthodontic / questionnaire
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6711 Persistent Identifier (URN)
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Die Reproduzierbarkeit frontaler Körperstatik-Fotografien [15.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur sind Teil einer kinematischen Kette, die unter anderem von der Wirbelsäule und dem Schultergürtel beeinflusst werden kann. Durch diese kinematische Kette wird verständlich, dass Beschwerden einer Körperebene sich auf eine andere Ebene auswirken können. Zur Beurteilung der Auswirkungen der Körperhaltung auf das kraniomandibuläre System dienen Ganzkörper-Fotoaufnahmen. Rückschlüsse auf die Körperhaltung können nur bei reproduzierbaren Aufnahmen getroffen werden. In der vorliegenden Diplomarbeit wurde die Reproduzierbarkeit der frontalen Körperstatik-Fotografien durch den Vergleich mehrerer zeitlich versetzter Aufnahmen untersucht. Ein Fragebogen diente zur Feststellung relevanter Nebenzielgrößen. Zur Darstellung der Messwerte wurde die Software Image J verwendet und die Auswertung des Fragebogens wurde mit SPSS durchgeführt. Ziel: Ziel dieser Studie war es zu überprüfen, ob wiederholte Aufnahmen der Körperstatik an freiwilligen Probanden, Studenten der Universitätszahnklinik, immer wieder dasselbe Ergebnis liefern um anschließend Rückschlüsse auf die Körperhaltung und eine gegenseitige Beeinflussung des Kau- sowie des muskuloskelettalen Systems anhand der kinematischen Kette ziehen zu können. Die Studie wurde an der Abteilung für Kieferorthopädie an der Universitätszahnklinik in Wien durchgeführt. Das Akquirieren der Daten erstreckte sich über einen Zeitraum von 1 Jahren (Juli 2014 bis Jänner 2016). Der offen monozentrisch angelegten Studie unterzogen sich insgesamt 15 weibliche und 20 männliche Teilnehmer. Das Durchschnittsalter der teilnehmenden Studierenden ab dem 7. Semester lag bei 25,6 Jahren. Methodik: Zur Datenerhebung wurden von jedem freiwilligen Probanden 3 Körperstatik-Fotografien in Frontalansicht stehend durchgeführt. Zuvor wurde ein spezieller Fragebogen mit 15, zum Teil offenen und geschlossenen, Fragen zur Evaluierung des aktuellen Befindens, Vorhandensein von Kiefergelenksgeräuschen, Bruxismus, aktueller oder vorausgegangener Zahnspange sowie Schmerzen oder Beschwerden im Bewegungsapparat den teilnehmenden Personen ausgegeben. Insgesamt wurden die Probanden zu drei Fototerminen an die Universitätszahnklinik Wien eingeladen. Die Fotoaufnahmen erfolgten in einem Zeitraum von einer Woche; der erste Fototermin „T0“, der zweite Fototermin „T1“ 2 Tage nach „T0“ und die 3. Fotoaufnahme, „T2“, 1 Woche nach dem ersten Termin. Zu jedem dieser Termine bat man die Probanden den selben Fragebogen erneut auszufüllen. Vor der Auswertung der gesammelten Daten der Studie wurden Probanden, welche die Termine nicht fristgerecht einhalten konnten oder auf Grund eines Ausschlusskriteriums nicht für diese Studie in Frage kamen, aussortiert. Mit dieser Selektion wurde versucht die Fehlerquellen möglichst gering zu halten. 89 Fotoaufnahmen und Fragebögen konnten statistisch ausgewertet werden. Ein Informationsblatt zur Berücksichtigung wichtiger Details wie die Positionierung vor der Rastertafel diente dem Probanden als Anleitung. Zur Erfassung wurde die Software Image J und das Statistikprogramm SPSS herangezogen. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgte mit dem Diagramm nach Bland & Altman. Die frontalen Körperstatik-Fotografien zum Zeitpunkt T0 wurden mit T1 als auch mit T2 verglichen. Zusätzlich wurden die Aufnahmen zum Zeitpunkt T1 mit T2 verglichen. Mit Hilfe des Bland Altman Diagrammes konnte eine Reproduzierbarkeit der Aufnahmen graphisch dargestellt werden. Ergebnisse:. Die Differenzen der gemessenen Winkel zwischen definierten Körperstellen und einem Referenzraster (W1,2,3,5) lagen pro Proband im Bereich zwischen -0,87 und +0,45. Bei den ausgewerteten Distanzen (W3,4,5,6,7) konnten ebenso geringe Differenzen von -0,74cm bis +0,45cm berechnet werden. Schlussfolgerung: Die frontalen Aufnahmen der Körperstatik wurden zu 3 unterschiedlichen Zeitpunkten von einer Untersucherin durchgeführt. Auf Grund der vorliegenden Ergebnisse wird eine gute Reproduzierbarkeit der Aufnahmen angenommen und es können durchaus Aussagen über die Körperhaltung aus einer einzigen Fotographie getroffen werden. Allerdings würde ein größeres Sample als auch Aufnahmen aus anderen Perspektiven, wie zum Beispiel seitliche Körperstatik-Fotografien die Darstellung der Ergebnisse ausweiten und weitere Schlussfolgerungen zulassen.

Zusammenfassung (Englisch)

The temporomandibular joint and the muscles are part of a kinematic chain, which can be influenced, inter alia, by the spine and the shoulder girdle. By this kinematic chain it becomes clear that complaints of one body level may affect another. To assess the effects of posture on the temporomandibular system frontal full body photographs are used. Good reproducibility of those photographs is essential for drawing valid conclusions regarding posture. The reproducibility of the frontal body static photographs was investigated by comparing multiple photographs over time. A questionnaire was used for the determination of relevant secondary objectives. To display the measured values, the software Image J was used and the evaluation of the questionnaire was carried out with SPSS. Objective: The objective of this study is to verify whether repeated photographs of the body statics conducted on volunteer students, always give the same result and, where appropriate, conclusions about the posture and mutual influence of chewing and the musculoskeletal system using the kinematic chain can be drawn. The study was conducted at the Department of Orthodontics at the University Dental Clinic in Vienna. The accumulation of data extended over a period of 1 years (July 2014 to January 2016). A total of 15 female and 20 male participants took part in the open monocentrically scaled study. The average age of the participating students of the 7th semester was 25.6 years. Methodology: For data collection 3 frontal body static photographs were carried out for every volunteer. A special questionnaire was issued to the study participants with 15, partially open and closed questions to evaluate the actual being, presence of TMJ noises, bruxism, current or past braces and pain or discomfort in the locomotor system. Overall, participants were invited to three photo dates at the University Clinic. The photographs were carried out in a period of one week; the first photo shoot "T0", the second photo shoot, "T1", 2 days after "T0", and the 3rd photo shoot, "T2", 1 week after the first appointment. For each of these dates the volunteers were asked to fill out the same questionnaire again. Before analyzing the collected data from the study, subjects which could not meet the deadline for the photo dates or did not meet the criteria for this study were excluded. The aim of this selection was to reduce the sources of error to a minimum. It was possible to evaluate 89 photographs statistically. An information sheet for consideration of important details such as the positioning in front of the grid panel served the volunteers as a guide. For collection of the measured values the softwares ImageJ and SPSS were used. The results were displayed by using the Bland Altman chart. The frontal body static photographs at T0 were compared with T1 and T2. In addition, the photographs were compared at T1 to T2. By using the Bland Altman chart it was possible to demonstrate the reproducibility of the images graphically. Results: The differences between the angles and between defined body points and a reference grid (W1,2,3,5) ranged between -0.87 and +0.45. Slight differences of -0,74cm to +0,45cm were found for the distance measurements W3,4,5,6,7. Conclusion: The frontal shots of the body statics were taken at 3 different time points by one investigator. The results indicate that a good reproducibility can be achieved, conclusions regarding posture can potentially be drawn from a single photograph. However, a larger sample as well as photographs from other perspectives such as lateral body static views would expand the data available and may allow for more conclusions.