Titelaufnahme

Titel
Korrosion in der Implantatprothetik / eingereicht von Barbara Jagersberger
VerfasserJagersberger, Barbara
Begutachter / BegutachterinSolar, Peter
Erschienen2008
Umfang72 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Korrosion / Implantate / Polymetallismus / Zahnprothetik
Schlagwörter (EN)corrosion / implants / polymetallismus / prosthetic dentistry
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3609 Persistent Identifier (URN)
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Korrosion in der Implantatprothetik [1.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung Hintergrund: In der Zahnheilkunde werden unterschiedlichste Metalle verwendet. Bezüglich Implantate konzentriert sich diese Arbeit auf das Ausgangsmaterial Titan, welches grundsätzlich als äußerst korrosionsbeständig gilt. Es stellt sich aber die Frage, ob sich ein galvanisches Element ausbildet, wenn Titan mit einem andern Metall oder einer Legierung in Verbindung steht. Falls ja, nimmt das Phänomen der Korrosion dann deutlich zu? Weiters ist dann wichtig zu klären, ob das Auswirkungen auf das Implantatbett hat und wenn ja, welche? Methode: Für diese Arbeit wurden insgesamt 58 Literaturstellen herangezogen. Es wurde nach dem Korrosionsverhalten von unterschiedlichen Materialien gesucht und die Ergebnisse miteinander verglichen. Das Augenmerk lag dabei auf der Kombination von Titanimplantaten mit anderen Metallen.

Ergebnisse: Auf Grund zahlreicher Literaturstellen gilt es als gesichert, dass Titan sehr korrosionsbeständig ist. Das ist vor allem auf die schützende Oxidschicht, welche sich schon innerhalb von Millisekunden bildet, zurückzuführen. Selbst im Milieu der Mundhöhle korrodiert Titan nicht übermäßig viel. Auch bei Koppelung an ein anderes, edleres Metall, wodurch sich ein galvanisches Element bildet, korrodiert Titan nur gering mehr als sonst. Es konnte außerdem keine Toxizität von Titanpartikeln auf das periimplantäre Gewebe nachgewiesen werden.

Conclusio: Titan ist auf Grund seiner Korrosionsbeständigkeit, seiner guten Biokompatibilität und seiner mechanischen Festigkeit das Material der Wahl für Implantate. Bei den Aufbauten bzw. Kronen muss ein Kompromiss zwischen Ästhetik und mechanischer Festigkeit gefunden werden. In weniger belasteten Gebieten stellt Zirkonoxid für Aufbauten, oder Vollkeramik für Kronen eine gute Alternative zu Metallabudments oder Metallgerüsten, welche dann mit Keramik verblendet werden, dar.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract Background: In dentistry there is a high use of different metals, which are able to corrode. Concerning implant materials, this scripture is focused on titanium. Titanium is known as a corrosion resistant material. But there is the question if there will be a galvanic element, when titanium is coupled to other metals and if yes, would this galvanic element cause more corrosion current density? Also really important are the consequences of corrosion for the surrounding tissue - are corrosive products toxic? Methods: For this manuscript 58 citations were used. It has been searched for the corrosion behaviour of different materials, mostly metals. These findings were compared. It was focused on implants made of titanium coupled with other metals.

Results: Because of different citations one knows that titanium is a really corrosion resistant material, mostly because of the protective oxide layer, which is formed within milliseconds. Even in the oral cavity titanium keeps its corrosion resistance quite good. Also if titanium is coupled to another nobler metal, which forms a galvanic cell, it does not corrode exorbitant more. Furthermore there was no evidence that titanium has toxic effects on the surrounding tissue.

Conclusion: Titanium is because of its biocompatibility, its corrosion resistance and its mechanical strength the material of choice for implants. Concerning the abudments and the crowns one has to make a compromise between aesthetics and mechanical strength. If an area is not heavily loaded zirconium as abudment material and ceramic as crow material represent good alternatives for titanium, because they look much better than metal.