Titelaufnahme

Titel
Haben Patienten mit Osteoporose ein häufigeres Auftreten einer Periimplantitis? - Pilotstudie mittels Fragebogen / eingereicht von Ivonne Movssissian
VerfasserMovssissian, Ivonne
Begutachter / BegutachterinGruber, Reinhard
Erschienen2009
Umfang67 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Periimplantitis / Perimukositis / Osteoporose / Osteopenie / Risikofaktor / Entzündung / Knochendichte / Knocheneinbruch / Implantatverlust
Schlagwörter (EN)peri-implantitis / perimucositis / osteoporosis / osteopenia / risk factor / inflammation / bone mineral density / bone loss / implant loss
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2755 Persistent Identifier (URN)
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Haben Patienten mit Osteoporose ein häufigeres Auftreten einer Periimplantitis? - Pilotstudie mittels Fragebogen [2.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sowohl die Osteoporose als auch die Periimplantitis sind multifaktoriell bedingte Erkrankungen, in deren Verlauf es zu Knochenresorptionen kommt. Ziel dieser Studie war es herauszufinden, inwieweit Osteoporose einen Risikofaktor für die Entstehung bzw. den Verlauf einer Periimplantitis darstellen könnte. Dafür wurden in dieser Querschnittsstudie die Daten von 159 Frauen im Rahmen der implantologischen Kontrolluntersuchung an der Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik Wien mithilfe eines Fragebogens aufgenommen.

In der anschließenden klinischen Untersuchung wurden Sondierungstiefen und Bleeding on Probing als Zeichen einer Entzündung festgehalten. Auch das Vorhandensein von Plaque und Zahnstein wurde notiert. Radiologisch wurde das Ausmaß der Knochenresorption beurteilt. Die statistische Auswertung ergab keinen Zusammenhang zwischen Osteoporose bzw. Osteopenie und Periimplantitis. Auch nach Korrektur der Daten in der multivariaten Analyse konnte kein Zusammenhang hergestellt werden.

Ähnliches gilt auch für die Auswertung bezüglich Perimukositis, Knocheneinbruch und Sondierungstiefen >= 6 mm. Auch hier waren die Werte weder in der univariaten, noch in der multivariaten Analyse signifikant. Somit lassen die Ergebnisse dieser Studie darauf schließen, dass Patienten mit Osteoporose kein häufigeres Auftreten einer Periimplantitis haben. Dies würde bedeuten, dass aus chirurgischer Sicht die Implantation bei Osteoporosepatienten ohne erhöhtes Risiko bezüglich Periimplantitis möglich wäre.

Allerdings sind weitere Studien, die das vorliegende Ergebnis bestätigen könnten, notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Osteoporosis as well as peri-implantitis is multifactorially induced and during the cause of the illness bone loss will occur. The aim of the study was to find out, whether osteoporosis can pose a risk for the formation or the progression of peri-implantitis. In a cross-sectional study the data of 159 women, whose implants were routinely inspected at the Bernhard Gottlieb University Clinic of Dentistry in Vienna, was gathered using a questionnaire. In the following clinical examination probing depth, bleeding on probing as a sign of inflammation and the presence of plaque and calculus was recorded. The extent of bone loss was confirmed by radiographs. The statistic evaluation showed no association between osteoporosis or osteopenia and peri-implantitis. Even after adjustment in the multivariate analysis no association was found. The same is true for perimucositis, bone loss, and probing depth >= 6mm. The findings showed no significance, neither in the univariate nor in the multivariate analysis. Hence the results of this study show that women with osteoporosis are not more likely to suffer from peri-implantitis than others. This means that patients with osteoporosis can get implants without an increased risk of developing periimplantitis in the future. Further studies confirming these results are needed.