Titelaufnahme

Titel
Etablierung eines in vivo Modells mittels Diffusionskammer zum Studium der Angiogenese / eingereicht von Kasra Saremi-Rad
Verfasser / VerfasserinSaremi-Rad, Kasra
Begutachter / BegutachterinGruber, Reinhard
Erschienen2009
Umfang65 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Diffusionskammer / Angiogenese / Fibrinkleber / Matrigel / Thrombin / Wachstumsfaktoren / PRS
Schlagwörter (EN)chamber / angiogenesis / fibrin glue / matrigel / thrombin / growth factors / PRS
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2238 Persistent Identifier (URN)
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Etablierung eines in vivo Modells mittels Diffusionskammer zum Studium der Angiogenese [3.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Hauptproblem bei vielen Modellen der Angiogeneseforschungen war das Fehlen einer deutlichen Grenzfläche zwischen bereits vorhandenen und neu entstandenen Gefäßen. Wir beschreiben hier ein in vivo angiogenetisches Modell, welches auf subkutaner Implantierung von Diffusionskammer mit fixem Volumen und fixer Gestaltung basiert. Dieses Modell erlaubt eine quantitative Analyse der angiogenetischen Aktivität in Ratten. Die Diffusionskammer bestehen aus Plexiglasringen mit einem Durchmesser von 13 mm, denen zwei durchlässige Nylon-Netzfilter mit verschiedenen Porengrößen (30 mym, 180 mym) aufgeklebt werden. Die Wirkung verschiedener Substanzen auf die Angiogenese wurde mittels Diffusionskammer im Rahmen von zwei unabhängigen Versuchen studiert.

Beim ersten Tierversuch wurde Matrigel -ein Basalmembranextrakt- als Träger für Thrombin, Basic Fibroblast Growth Factor, Platelet-Derived Growth Factor und Platelet-Released Supernatant untersucht. Beim zweiten Versuch wurde Fibrinkleber als Träger verwendet. Die insgesamt 28 Implantate wurden in den Rücken von sieben Ratten implantiert, sodass die 180 mym Filter zu Muskulatur ausgerichtet waren. Die Implantate wurden am Tag 5, 10, 20 bzw. 21 nach der Implantation entnommen, und anschließend histologisch auf die Existenz von Gefäßen untersucht.

Fibrinkleber wies ein hohes angiogenetisches Potenzial auf. Im Lumen der neuen Gefäße waren Erythrozyten erkennbar, was auf die Funktionalität der Kapillaren hinweist. Einen Gefäßwachstumsgradient war innerhalb der Kammern nicht erkennbar. Die anderen Testsubstanzen, bei denen Matrigel als Trägersubstanz verwendet wurde, induzierten keine Angiogenese.

Unseren Daten zeigten, dass die Diffusionskammer sowohl das Einwachsen der Gefäße in die Kammer als auch eine schnelle quantitative Analyse der Angiogenese ermöglicht.

Zusammenfassung (Englisch)

The main problem with many models of the angiogenic research was the absence of a clear boundary surface between pre-existing host vessels and new blood vessels. We describe here a in vivo angiogenic Model, which is based on subcutane Implantation of diffusion-chambers with a fix volume and a fix form. This model permits a quantitative analysis of angiogenic activities in rats. The diffusion-chamber consist of a 13 mm diameter Plexiglass ring, to which two permeable nylon net filters with different pore sizes (30 mym, 180 mym) are glued on. The effect of different substances in regard to angiogenesis was studied with the diffusion-chambers in two independent experiments. First we examined Matrigel as carrier for Thrombin, Basic Fibroblast Growth Factor, Platelet-Derived Growth Factor and Platelet-Released Supernatant. Second fibrin glue was used as a carrier. All of the 28 implants were implanted in the backs of seven rats so, that the 180 mym net filter was aligned to musculature. The implants were taken out from the rats after 5, 10, 20 and/or 21 days post implant, and were examined histologically for the existence of blood vessels. Fibrin glue exhibited a high angiogenic potential and therefore blood vessels became visible.

In the lumens of the new blood vessels the were erythrocytes recognizable showing the functionality of the capillaris. A gradient of angiogenesis within the chambers was not observed.Test substances in Matrigel in the chamber did not induce angiogenesis. The diffusion-chamber permits the ingrowth of capillaris and a quantitative analysis of angiogenesis.