Titelaufnahme

Titel
Präoperative Prognose der Primärstabilität bei computernavigierter Implantation mit NobelGuide / eingereicht von Alexander Nidetzky
Verfasser / VerfasserinNidetzky, Alexander
Begutachter / BegutachterinZechner, Werner
Erschienen2011
Umfang74 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Primärstabilität / Knochendichte / Eindrehmoment / Implantat / navigierte Implantation / Hounsfield / Hydroxylapatit
Schlagwörter (EN)primary stability / bone mineral density / insertion torque value / implant / navigated implantation / Hounsfield
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4628 Persistent Identifier (URN)
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Präoperative Prognose der Primärstabilität bei computernavigierter Implantation mit NobelGuide [2.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Diplomarbeit war es, die Primärstabilität der Implantate anhand Von Knochendichtemessungen (Hounsfield-Units) an der präoperativen Computertomographie abzuschätzen. Eine Prognose der zu erwartenden Primärstabilität ermöglicht es dem Chirurgen, die Aufbereitung des Implantatbettes so zu modifizieren, dass eine ausreichende Primärstabilität erreicht werden kann.

Methodik: An 8 unbezahnten Leichenoberkiefern wurden mittels NobelGuide-Schablonen insgesamt 24 Implantate (Replace Select Tapered, Nobel Biocare) inseriert und dabei das Eindrehmoment (ITV =insertion torque value) protokolliert. Der Endwert dieser Drehmomentkurven stellte die Primärstabilität des Implantates dar. Diese wurde mit der an präoperativen Computertomographien bestimmten Knochendichte korreliert, um zu untersuchen, ob die Primärstabilität vor der Operation prognostiziert werden kann. Statistisch wurden die Pearson-Korrelationskoeffizienten r, Signifikanzwerte p, sowie Sensitivität und Spezifität ausgewertet. Das Versuchsprotokoll wurde durch die Ethikkomission der Medizinischen Universität Wien bewilligt.

Ergebnisse: Sowohl für die Messungen an den axialen Schichten (r=0,78; p<0,001) und den Rekonstruktionsschichten (r=0,77; p<0,001) in Hounsfield Einheiten, als auch für in Hydroxylapatitanaloga pro Kubikzentimeter (in weiterem Verlauf der Studie als HA/cm bezeichnet) umgerechneten Werte der axialen Schichten (r=0,80; p<0,001) und der Rekonstruktionsschichten (r=0,76; p<0,001) konnte eine signifikante Korrelation zum Eindrehmoment des Implantates (ITV in Ncm) nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen: Die radiologische Vermessung einer präoperativ durchgeführten Computertomographie in Verbindung mit einer schablonengeführten Implantation stellt ein geeignetes Mittel dar, die Primärstabilität des geplanten Implantates abzuschätzen. Es konnte gezeigt werden, dass durch die Umrechnung der radiologischen Knochendichte in Hydroxylapatit pro Kubikzentimeter keine genauere Prognose erreicht werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim of this study was to evaluate the possibility of predicting the primary stability of dental implants by measuring the bone mineral density (hounsfield units) using preoperative conducted computed tomography. A specific prognosis of the implant stability allows the modification of the implant site in order to achieve an adequate primary stability.

Material and methods: 24 dental implants (Replace select tapered*, Nobel Biocare) were placed in 8 edentulous maxillae of human cadavers by using surgical templates according to the NobelGuide* protocol and the insertion torque values were recorded. The final value of these curves was defined as primary stability. This final value was correlated with the bone mineral density (BMD) measured preoperatively, to evaluate the possibility of predicting primary stabilities of dental implants by using preoperatively conducted CT.

Results: A significant correlation between BMD and insertion torque values was observed for the axial slices (r=0,78; p<0,001) as well as for the reconstruction slices (r=0,77; p<0,001) in CT (hounsfield units). The hounsfield unit values were converted to hydroxyapatite and show similar significant correlations (axial slices: r=0,8, p<0,001; reconstruction slices: r=0,76, p<0,001).

Conclusions: The radiologic measurement of preoperative CT linked to navigated implantation with a surgical template is an appropriate way to estimate the primary stability of the implant previously planned. These data may help the surgeon to select the optimum implant position.