Titelaufnahme

Titel
Zahngesundheit und Pflegegewohnheiten bei chronisch alkoholabhängigen Patienten / eingereicht von Tania Pekez
Verfasser / VerfasserinPekez, Tania
Begutachter / BegutachterinWalter, Henriette
Erschienen2011
Umfang79 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Alkohol / Zahngesundheit / Mundhygiene / Kariesindex / parodontale Grunduntersuchung / Rauchen / sozioökonomischer Status / Acetaldehyd
Schlagwörter (EN)alcohol / dental health / dental care habits / caries index / periodontal values / smoking / socioeconomic status / acetaldehyde
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6522 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Zahngesundheit und Pflegegewohnheiten bei chronisch alkoholabhängigen Patienten [2.3 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Alkoholabhängigkeit stellt ein großes sozialmedizinisches Problem dar. Langjährig Alkoholabhängige weisen eine hohe Kariesprävalenz, eine hohe Zahnverlustrate und einen schlechten Parodontalzustand auf (Hornecker et al, 2003). Aus Studien ist bekannt, dass PatientInnen mit Alkoholabhängigkeit eine insgesamt schlechtere Zahngesundheit aufweisen als nicht Alkoholabhängige. Dazu kommt noch, dass PatientInnen, die an substanzgebundenen Suchten leiden, häufig einen niedrigen sozioökonomischen Status aufweisen (Genevieve et al., 2000). Ziel dieser Diplomarbeit war, einen möglichen Zusammenhang zwischen chronischem Alkoholkonsum, verschlechterter Zahngesundheit, sozioökonomischen Status und Pflegegewohnheiten zu untersuchen.

100 PatientInnen der Psychiatrischen Station in Wien wurden im Zuge ihres stationären Alkoholentzugs ausgesucht. 32 Frauen und 59 Männer im Alter von 18 bis 70 Jahren haben aktiv an der Studie teilgenommen. 9 Patienten haben die Untersuchung mit der Begründung "Zahnarztphobie" zu haben, abgelehnt.

Die Untersuchung beinhaltete einen Fragebogen und eine zahnärztliche Untersuchung.

Bei der zahnärztlichen Untersuchung wurden der Kariesindex (DMF-T-Index) und die parodontalen Werte erhoben.

Die PatientInnen wurden im Bezug auf ihren sozioökonomischen Status, Pflegegewohnheiten und Rauchverhalten verglichen. Mehr als 80 % der Personen waren Raucher und 52,3 % rauchten mehr als 20 Zigaretten pro Tag.

Bei der Auswertung der Daten kam heraus, dass ein großer Teil der Patienten hohe DMF-T Werte aufwies. Außerdem war die Mundhygiene deutlich herabgesetzt und Gingivitis sowie erhöhte Taschentiefen waren vermehrt zu beobachten.

Es bestand kein signifikanter Unterschied in den zwei Gruppen (Einkommen mehr oder weniger als 900Euro/Monat) im Bezug auf die untersuchten Indices.

Verglichen auf ihre Mundhygienegewohnheiten und ihr Rauchverhalten ergaben sich ebenfalls keine deutlichen Unterschiede bei den Vergleichsgruppen.

Dies ist ein Hinweis dafür, dass die Ursache bei der toxischen Wirkung des Acetaldehyds (der erste Metabolit bei der Alkoholoxidation) zu suchen ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Alcohol dependency represents an extensive sociomedical problem.

Long-term alcohol addicts show a high level of caries prevalence, a high rate of tooth loss and severe periodontal symptoms (Honnecker et al, 2003) Studies have shown that patients addicted to alcohol have, in general, worse dental health than non-addicts. In addition, patients suffering from substance dependencies often also have a low socioeconomic status (Genevieve et al, 2000).

The aim of this thesis is to examine a possible connection between chronic alcoholism, deteriorating dental health, socioeconomic status and dental care habits.

In a study, 100 patients from a psychiatric care ward in Vienna were investigated during their rehabilitation from alcohol addiction. Aged between 18 and 70, 32 women and 59 men actively took part in the study and nine people declined to participate because of their "dentist phobia". The investigation included a questionnaire and a dental examination.

The caries index (DMFT index) and periodontal values were gathered during the dental examination.

The patients were compared in terms of their socioeconomic status, dental care habits and smoking habits. About 80% of the patients were smokers and 52,3 % consumed more than 20 cigarettes a day.

The evaluation of the data showed that a large proportion of the patients had high DMFT- levels. It also showed a significantly lower level of oral hygiene, an increased level of gingivitis and pocket depth.

No significant difference was found between the two groups (income above and below EUR 900/mth) in terms of these indices.

There was also no significant difference found between the two groups in relation to their smoking habits and level of oral hygiene. This is an indication that the toxic effect of the acetaldehyde (the first metabolite in the oxidation of alcohol) may be the cause.