Titelaufnahme

Titel
Completeness estimation of Austrian cancer incidence data / submitted by Monika Hackl
VerfasserHackl, Monika
Begutachter / BegutachterinWaldhör, Thomas
Erschienen2013
Umfang124 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Österreichisches Krebsregister / Krebsinzidenz / Vollzähligkeit der Erfassung von Krebserkrankungen / Bevölkerungsbezogenes Krebsregister / Epidemiologie
Schlagwörter (EN)Autrian National Cancer Registry / Austrian cancer incidence / Completeness of case ascertainment / Population based cancer registry / Epidemiology
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6686 Persistent Identifier (URN)
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Completeness estimation of Austrian cancer incidence data [3.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Sinnvolle regionale Vergleiche der Krebsinzidenz und weiterer Analysen (wie z.B. der Überlebenswahrscheinlichkeit) sind nur möglich wenn die Vollzähligkeit der Daten entweder für alle Regionen als in etwa gleich angenommen werden kann oder wenn eine nummerische Vollzähligkeitsschätzung die Erstellung vergleichbarer Datenbestände ermöglicht. Ziel dieser Studie ist international empfohlene Methoden zur Vollzähligkeitsschätzung von Krebsregistern zu evaluieren.

Methode: Fünf der für das Österreichische Krebsregister (Austrian National Cancer Registry, ANCR) anwendbaren Methoden, die auch im Routinebetrieb einsetzbar sind, wurden evaluiert: Stabilität im Zeitverlauf, Vergleich der Inzidenzraten in verschiedenen Populationen, Mortalität/Inzidenz-Ratio (M/IRatio), Flow Methode, Hospital-Discharge- Only (HDO) Index. Es wurden Daten aus dem Krebsregister, der Todesursachenstatistik und der Spitalsentlassungsstatistik verwendet, um die Vollzähligkeit des ANCR auf nationaler und regionaler Ebene zu beurteilen.

Ergebnis: Mit Ausnahme der regionalen Ergebnisse der Flow Methode, lieferten alle Methoden das gleicher Muster der Vollzähligkeit. Folgende zwei Hauptannahmen konnten bestätigt werden: Erstens, die Daten der Bundesländer mit höheren Krebsinzidenzraten sind im Allgemeinen vollzähliger als die Daten von Bundesländern mit niedrigeren Krebsinzidenzraten. Die Vorteile eines regionalen Krebsregisters - wie z.B. eine kleinere Grundbevölkerung und die räumliche Nähe - wirken sich nur dann positiv auf die Datenqualität aus, wenn sie mit außerordentlichem persönlichem Engagement kombiniert sind. Zweitens, die niedrigeren Inzidenzraten des ANCR für die jüngsten veröffentlichten Diagnosejahre sind auf eine niedrigere Vollzähligkeit der Daten in diesen Jahren zurückzuführen.

Diskussion: Diese Ergebnisse scheinen zuverlässig, da verschiedene Konzepte der Vollzähligkeitsschätzung zu gleichen Ergebnissen führten. Die Analyse zeigte, dass die Flow Methode unter den derzeitigen Bedingungen nicht für das ANCR geeignet ist, und dass der HDO Index durch das Fehlen eines eindeutigen Personenkennzeichens verfälscht ist. Um gültige Vollzähligkeitsschätzer zu erhalten, werden weitere Untersuchungen zur Flow Methode und zum HDO Index empfohlen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Meaningful regional comparisons of cancer incidence and further analysis (e.g.comparison of survival rates) are only possible if completeness of case ascertainment is assessed to be approximately the same for all regions or it is indicated which allows for corrections in order to establish comparable data. The aim of the study is to evaluate internationally recommended methods for completeness estimation in cancer registries.

Methods: Five of these methods applicable to the Austrian National Cancer Registry (ANCR) and suitable for routine use have been evaluated: Stability of incidence rates over time, Comparison of incidence rates in different populations, Mortality:Incidence ratio (M:I ratio), Flow Method and Hospital- Discharge-Only (HDO) index. Cancer incidence data, data from causes of death statistics and data from hospital discharge statistics were used to estimate the completeness of the ANCR on national and on regional level.

Results: With exception of the Flow Methods regional analyses, all results show the same pattern of completeness. Two major assumptions could be verified: First, data for federal states showing higher incidence rates are more complete than data for federal states showing lower incidence rates. The benefits of a regional cancer registry - i.e. smaller population covered and geographical proximity - improve data quality only if they are combined with outstanding personal commitment. Second, ANCRs data show lower incidence rates in the most recent years because completeness is lower in these years.

Conclusion: These results seem to be reliable because different concepts for completeness estimation show equivalent results. Analysis showed that the Flow Method was not appropriate for the ANCR under current conditions and that the HDO index was biased due to lack of unique personal identifiers. Further investigations on the Flow Method and on the HDO index are recommended to gain a valid estimator of completeness.