Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Unteraufbereitungs- und Osteotomietechniken auf die Primärstabilität von Implantaten in Kunstknochen (Sawbone) mit geringer Dichte / eingereicht von Markus Bernsteiner
VerfasserBernsteiner, Markus
Begutachter / BegutachterinPommer, Bernhard
Erschienen2014
Umfang71 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Implantat / ITV / Unteraufbereitung / Osteotomie / Knochenkompression / Sawbone / Primärstabilität
Schlagwörter (EN)implant / ITV / underpreparation / osteotome / bone compression / sawbone / primary stability
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2005 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von Unteraufbereitungs- und Osteotomietechniken auf die Primärstabilität von Implantaten in Kunstknochen (Sawbone) mit geringer Dichte [1.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

KURZFASSUNG Ziel Mit dieser Studie wurde untersucht, inwiefern sich mit verschiedenen Methoden der Implantatbettaufbereitung die Primärstabilität erhöhen lässt. Ansatz waren zwei Techniken der Knochenkompression; zum einen die Unteraufbereitung und zum anderen Verfahren mit Osteotomen. Auf Basis des Eindrehtorque (ITV) sollten unter standardisierten Bedingungen und in großer Zahl unterschiedliche Methoden auf ihr Potential zur Verbesserung der Primärstabilität von Implantaten untersucht werden.

Material und Methoden Um eine möglichst gleichmäßige Ausgangssituation zu schaffen, wurde auf Kunstknochen als Substrat zurückgegriffen. Diese sogenannten Sawbones® wurden speziell für Testverfahren von chirurgischen Techniken entwickelt und repräsentieren Knochen in verschiedener, gleichmäßiger Dichte. Als Implantatsystem kam Replace Select* der Firma Nobel Biocare zur Anwendung; konische Implantate mit oxidierter und daher rauer Oberfläche. Von selbiger Firma wurde auch der Implantatmotor OsseoCareTM Pro und ein Osteotomieset verwendet. Die Docking Station wurde mit einem Apple® iPad® versehen, mit der Software iCHIROPRO® der Firma BienAir der ITV erhoben.

Die statistische Auswertung wurde mittels Varianzanalyse (ANOVA) mit IBM SPSS Statistics durchgeführt. Um die Implantate und Bohrungen graphisch darzustellen und die Volumen zu berechnen wurde netfabb Basic der Firma netfabb GmbH, Lupburg, Deutschland, verwendet.

Resultate Die Primärstabilität nahm mit Implantatgröße und Sawbonedichte zu. Je mehr Substrat komprimiert wurde, desto höher war der ITV. Die Methode der Verdrängung mittels Osteotom war in der Effizienz der reinen Unteraufbereitung unterlegen, erhöhte die Primärstabilität aber auch.

Das verwendete Konzept der Breitenunteraufbereitung (+ 105% und + 153%) hatte einen größeren Effekt als die Längenunteraufbereitung (+ 77% und + 93%) im Vergleich zur Standardmethode. Während eine Längenunteraufbereitung von 2.5 mm einen signifikanten Einfluss zeigte (+5.8 Ncm, p < 0.001), konnte durch noch weitere Längenunteraufbereitung kein signifikanter zusätzlicher Effekt erzielt werden (p =0.107).

Unabhängig von der Aufbereitungsart zeigte sich, dass der Einfluss der Steigerung des Implantatdurchmessers größer ist als jener der Implantatlänge.

Schlussfolgerungen Unteraufbereitung und in geringerem Maße auch die Osteotomie stellen eine effektive Möglichkeit zur Erhöhung der Primärstabilität dar. Durch ein adaptiertes Aufbereitungskonzept und die Wahl der Implantatgröße kann in Substrat mit geringer Dichte der Eindrehtorque signifikant erhöht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

ABSTRACT Purpose This study has examined whether the use of different methods of implant site preparation can improve primary stability. Two techniques of bone compression have been applied - underpreparation and procedures using osteotomes. Based on the insertion torque value (ITV), the study aimed to investigate the potential of different methods to improve primary stability of implants under standardised conditions and in large numbers. Material and Methods In order to provide a consistent baseline situation, the study used artificial bone as a substrate. These so-called Sawbones® have been developed specifically for testing surgical techniques and represent bones of diverse, even density. Furthermore, the study used Nobel Biocare's implant system Replace Select*, consisting of conical implants with oxidised, coarse surface, the implant device OsseoCareTM Pro and an osteotomy set (also Nobel Biocare). The docking station was equipped with an Apple® iPad® and insertion torque value (ITV) was measured by using the software iCHIROPRO® (BienAir). For statistical analysis, the study applied analysis of variance (ANOVA), using the software IBM SPSS Statistics. The software netfabb Basic (netfabb GmbH, Lupburg, Germany) provided the tool for illustrating implants and drillings and calculating volumes. Results Results of the study show that primary stability increased with size of implants and density of Sawbone. Stronger compression of the substrate led to higher ITV. The method of displacement through osteotomes turned out to be less efficient than pure underpreparation but still increased primary stability. Underpreparation of the wide (+ 105% and + 153%) in this study showed a stronger effect than underpreparation of the length (+ 77% and + 93%), compared to standard method. While the underpreparation of the length (+ 77% and + 93%) showed a significant effect (+5.8 Ncm, p < 0.001), further increase in underpreparation of the length did not achieve any significant additional effects (p =0.107). The study shows that, irrespective of the mode of preparation, implant calibre has a stronger influence on primary stability than implant length. Conclusion Underpreparation and to a smaller extent osteotomy pose an effective method to improve primary stability. In substrate with low density, an adapted concept of preparation and the choice of implant size significantly increases insertion torque.