Titelaufnahme

Titel
Das InPlant-System als kieferorthopädische Verankerung am Gaumen / eingereicht von Elisabeth Fuhs
Verfasser / VerfasserinFuhs, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinCrismani , Adriano
Erschienen2009
Umfang100 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kieferothopädie / ossäre Verankerung / Gaumen / paramediane Implantate / Frühbelastung / Jugendliche / direkte Belastung / indirekte Belastung
Schlagwörter (EN)Orthodontics / anchorage / palate / paramedian implants / immediate loading / growing patient / direct connection / indirect connection
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1082 Persistent Identifier (URN)
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Das InPlant-System als kieferorthopädische Verankerung am Gaumen [2.1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einer der wichtigsten Aspekte während der kieferorthopädischen Therapie ist der Aufbau und der Erhalt der geplanten Verankerung.

Gaumenimplantate sind einfach zu handhaben, bieten absolute Positionsstabilität, ermöglichen Zahnbewegungen in allen Richtungen, sind hygienisch und erlauben eine patientenkooperationsunabhängige Behandlung unter maximalen ästhetischen Gesichtspunkten. Im Rahmen dieser Diplomarbeit werden verschiedene Implantatsysteme erläutert und genauer auf das InPlant*-System (Nobel Biocare, Göteborg, Schweden) eingegangen.

Weiters werden die Ergebnisse einer klinischen Studie mit frühbelasteten Gaumenimplantaten vorgestellt.

Material und Methode: Das Patientenkollektiv umfasste 20 Patienten, die im Rahmen ihrer Behandlung an der Abteilung für Kieferorthopädie an dieser Studie teilnahmen. Durchschnittlich waren die Studienteilnehmer 20 Jahre und 2 Monate alt (8 Jahre und 4 Monate bis 38 Jahre und 2 Monate).

13 Patienten waren weiblich, 7 Patienten waren männlich.

Zur Evaluierung des Knochenangebotes wurde bei jedem Patienten vor der Implantation eine dentale Computer Tomographie (Tomoscan SR 6000, Philips) aufgenommen.

Nach Erstellung des chirurgisch-kieferorthopädischen Planes wurden insgesamt 38 Implantate (n=38) des gleichen Typs InPlant* (Nobel Biocare, Göteborg, Schweden) gesetzt. Das InPlant* ist eine transmukosale Fixtur aus Reintitan, mit einem Durchmesser des enossalen Anteils von 2,5mm und einer Länge von 3mm. Alle Implantate wurden paramedian inseriert. Die Integration der Implantate in die orthodontische Apparatur folgte dem Prinzip der indirekten oder direkten Belastung.

Ergebnisse: Nach einer durchschnittlichen Heilungsphase von 6,75 Tagen wurden 20 Implantate (ein Implantat pro Patient) mit einer Durchschnittskraft von 273,5cN (min. 70cN bis max. 400cN) belastet.

Während eines Beobachtungszeitraumes von 10,2 Monaten gingen 2 von 20 Implantate verloren (Erfolgsrate: 90%). Diese wurden mit einer durchschnittlichen Kraft von 235cN direkt belastet.

Schlussfolgerungen: Aufgrund der aus dieser Studie hervorgehenden hohen Erfolgsrate kann behauptet werden, dass das InPlant*-System ein für die klinische Anwendung geeignetes skelettales Verankerungssystem in der Kieferorthopädie ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Anchorage is one of the most important aspects of orthodontic treatment planning. Palatal implants provide a maximum of anchorage and esthetic, remain stable and do not rely on patient compliance.

The aim of this study was to present the experiences with the InPlant*-system, immediately loaded for achieving skeletal anchorage in the palate during orthodontic therapy.

Materials and Methods: In this study 20 Patients, 13 female and 8 male (aged 8,4 to 38,2 years, were selected during their therapy at the Department of Orthodontics University of Vienna. In average the patients were 20 years and 2 months old.

Before surgery the patients underwent a low dose DentalCTscan (Tomoscan SR 6000, Philips) at the anterior palate. A total number of 38 InPlants* were inserted in the paramedian region of the palate. The InPlant* (Nobel Biocare, Göteborg, Sweden) is a transmucosal fixture. It is made of pure titanium: the diameter of the endosseous part is 2,5mm and its length is 3mm. The integration of the implant into the orthodontic appliance was reached through direct and indirect connection.

Results: After an average healing period of 6,75 days (min. 0 max. 30 days) the 20 implants were loaded with an average force of 273,5cN (min.

70 cN and max. 400 cN).

During the observation period of 10,2 months, 2 of 20 InPlants* were lost (sucess rate of 90%). The lost implants were loaded in average with a force of 235cN.

Conclusions: The InPlant*-System offers a simple surgical procedure with an easy orthodontic handling also in growing patients. This skeletal arial can be directly or indirectly loaded with a force up to 400cN.

Orthodontic implants keep treatment planning and therapy simple. The surgical insertion of an InPlant* is simple and its orthodontic handling easy.